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	<title>Grenze Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<description>langsam und achtsam nach Südost-Asien und zurück</description>
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		<title>Frederike trifft auf Corona  im Iran</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2020 12:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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<p>In diesem Beitrag beschreibt&#160;Frederike&#160;ihre&#160;geplante&#160;Reise&#160;nach Australien&#160;und wie Corona&#160;ihre&#160;Pläne verändert hat &#8211; viel Vergnügen beim Lesen:&#160;Mein Name ist Frederike Wrage. Mein Plan &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/29/frederike-trifft-auf-corona-im-iran/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Frederike trifft auf Corona  im Iran</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p><em>In diesem Beitrag beschreibt&nbsp;Frederike&nbsp;ihre&nbsp;geplante&nbsp;Reise&nbsp;nach Australien&nbsp;und wie Corona&nbsp;ihre&nbsp;Pläne verändert hat &#8211; viel Vergnügen beim Lesen:&nbsp;</em>Mein Name ist Frederike Wrage. Mein Plan war es von Deutschland nach Australien zu meiner Schwester zu reisen ohne auf dem Weg dorthin in ein Flugzeug zu steigen. Fortbewegt habe ich mich per Anhalter oder auch mal per Bus, Zug oder Schiff. Als ich mich im Januar in Georgien auf meine <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/02/auf-dem-landweg-nach-indien/">Weiterreise Richtung Osten</a> vorbereitete, hörte ich das erste Mal von Corona. Irgendwo in China sollte sich ein Virus verbreiten. „&#8230;kein Problem für mich“, dachte ich mir. Schließlich hatte ich gerade meine Reiseroute&nbsp;mangels Visum für China in den südlicheren Teil Asiens verschoben. Ab Georgien wollte ich über Aserbaidschan, Iran und Pakistan nach Indien. Dort sollte es dann langsam über Myanmar und Thailand Richtung Süden gehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Von Aserbaidschan in den Iran</h4>



<p>Anfang Februar nach einem unschönen Couchsurfing Erlebnis in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/">Baku</a> checkte ich spontan in ein Hostel in der Innenstadt ein. Dort wurde meine Körpertemperatur kontrolliert. Ich solle mich bei Grippensymptomen sofort an ein Krankenhaus wenden. Da meine Temperatur aber in einem gesunden Bereich lag, war kein Arztbesuch notwendig. Und so überquerte ich schon wenige Tage später freudig aufgeregt die Grenze in den Iran. In Aserbaidschan hatte ich mich nicht sonderlich wohl gefühlt und war froh in ein Land einzureisen, in welchem ich mich respektiert fühlte. Zuerst besuchte ich einige Orte im Norden des Landes. Dabei blieb ich ausschließlich bei iranischen Familien, die ich über Couchsurfing kennen gelernt hatte. Diese Besuche waren jeweils sehr intensiv! Ich lernte viel über die Kultur und das Leben im Iran kennen, die Tage waren vollgepackt mit gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflüge ans Meer oder Dörfer in der Umgebung und langen Unterhaltungen über die Situation des Landes.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Etwas mehr Ruhe im Hostel</h4>



<p>Obwohl ich eine tolle Zeit bei den Familien hatte, entschied ich mich, als ich nach Kashan kam, mir dort ein Bett im Hostel zu nehmen. Mal zwei Tage für mich sein, würde mir bestimmt gut tun! Als ich mir abends mit Albena aus Österreich und dem Hostelbesitzer Ali die Hände an einem heißen Chai aufwärmte, lass&nbsp;Ali uns einen Bericht aus den Nachrichten vor: in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_im_Iran">Ghom</a>, dem Mekka Irans, wurden fünf Coronafälle bestätigt! An Ghom war ich auf dem Weg nach Kashan vorbeigefahren. Somit sollte es mich nicht weiter auf meinem Weg Richtung Pakistan beeinträchtigen, dachte ich mir. Je weiter ich jedoch reiste, desto unruhiger wurden die Iranis um mich herum. Niemand wollte mir mehr die Hand geben und ich wurde dazu aufgefordert mir ständig Hände zu waschen, wenn wir nach Hause kamen. Ich tat&nbsp;dies natürlich, auch wenn mir der Umgang&nbsp;mit der Situation&nbsp;recht dramatisch vorkam.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Plötzlich waren alle Grenzen geschlossen</h4>



<p>Nur wenige Tage nachdem ich Kashan verlassen hatte, erfuhr ich in den Nachrichten, dass innerhalb&nbsp;von&nbsp;wenigen Stunden alle umliegenden Länder, abgesehen von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/aserbaidschan/">Aserbaidschan</a>, ihre Grenzen zum Iran geschlossen hatten! Ich wurde über Whatsapp in eine Gruppe mit anderen Reisenden eingeladen, die nun, genau wie ich, im Iran feststeckten. Ich zögerte etwas zu lange bei meiner Überlegung, ob ich spontan zurück an die Grenze zu Aserbaidschan reisen sollte, um von dort einen Flug nach Pakistan oder Indien zu nehmen. Zurück nach Aserbaidschan wollte ich eigentlich nicht. Als ich mich dann aber doch auf den Weg machte und fast 24 Stunden mit wenig Schlaf bis zur Grenze reiste, stand ich dort&nbsp;vor verschlossenen Toren. Eine halbe Stunde vorher seien noch Reisende durchgelassen worden, berichtete der Grenzbeamte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Astara.jpg" alt="Mehran und seine Mutter kümmerten sich um uns, als ich und Vishnu abends völlig übermüdet an der Grenze zu Aserbaidschan in Astara ankamen." class="wp-image-11788" width="744" height="558" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Astara.jpg 373w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Astara-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Astara-205x155.jpg 205w" sizes="(max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption><em>Mehran und seine Mutter kümmerten sich um uns, als ich und Vishnu abends völlig übermüdet an der Grenze zu Aserbaidschan in Astara ankamen.</em></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Fähren im persischen Golf mehr</h4>



<p>Auch der Fährbetrieb im Süden des Landes sei eingestellt worden. So konnte ich auch nicht in den Oman übersetzen, was ich mir als Alternative überlegt hatte. Die folgenden Tage waren gefüllt mit viel Informationssuche. Ich liess mich in einem Hostel in Teheran nieder, in dem ich auch andere Reisende traf. Alle hatten das selbe Ziel: wieder aus dem Iran rauszukommen. Die meisten waren wie ich auf einer größeren Reise und wollten ebenfalls das Ende ihrer Reise nicht sehen. Da bleiben war&nbsp;nicht&nbsp;wirklich&nbsp;eine&nbsp;Option, da die Regierung alle Reisenden aus dem Land haben wollte. Gästehäuser und Hostels wurden geschlossen, Touristenattraktionen und Restaurants ebenfalls. Der Iran ist auch nicht gerade für gute medizinische Versorgung bekannt. Die Einheimischen wollten uns dort nicht mehr haben. Sie hatten Angst!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die gastfreundliche Stimmung kippte</h4>



<p>Die Taxi- und Busfahrer nahmen einen nicht mehr mit, mein kurzzeitiger Reisebegleiter Vishnu aus Indien wurde ständig skeptisch gefragt, aus welchem Land er kommen würde. Wobei immer ein erleichterndes Aufatmen folgte, wenn er „Indien“ antwortete. Den chinesischen Reisenden aus unserem Hostel hingegen ging es noch schlimmer. Teilweise mit Besen wurden sie vor Geschäften vertrieben, um ja nicht den Laden zu betreten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="691" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160-1024x691.jpg" alt="Der Imam-Sqare bildet normalerweise die touristische Hauptattraktion Isfahans. Hier war ich Ende Februar vermutlich nicht nur die einzige Touristin, sondern auch fast die einzige Person." class="wp-image-11789" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160-1024x691.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160-300x202.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160-768x518.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160-694x468.jpg 694w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Frederike_Isfahan-e1593943638160.jpg 1456w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Imam-Sqare bildet normalerweise die touristische Hauptattraktion Isfahans. Hier war ich Ende Februar vermutlich nicht nur die einzige Touristin, sondern auch fast die einzige Person.</figcaption></figure>



<p><em>Der Imam-Sqare bildet normalerweise die touristische Hauptattraktion <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/21/ein-tag-in-isfahan/">Isfahans</a>. Hier war ich Ende Februar vermutlich nicht nur die einzige Touristin, sondern auch fast die einzige Person.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Kontakt mit der deutschen Botschaft</h4>



<p>Ich kontaktierte meine Botschaft mit der Bitte um Unterstützung. Das Buchen von Flügen wurde geradezu unmöglich. Kaum eine internationale Fluglinie flog noch über den Iran und die wenigen iranischen Fluglinien, die noch ins Ausland flogen, erforderten eine iranische&nbsp;Bankkarte zum Bezahlen der Flüge. Ein Land nach dem anderen schloss seine Flughäfen für Flugzeuge aus dem Iran kommend oder liess nur Menschen mit&nbsp;ausgewählten&nbsp;Nationalitäten an Bord. Ich fing an mich sehr unwohl zu fühlen! Dieses Virus liess&nbsp;hässliche Seiten der Menschen ans Licht kommen. Die Deutsche Botschaft meldete sich fünf Tage später zurück. Sie informierte mich lediglich in Form eines Newsletters, dass der Iran nun nicht mehr für eine Reise zu empfehlen sei, und man zur Zeit von Reisen dorthin absehen solle. Falls man gerade im Iran sei, sollte man zusehen schleunigst dort wegzukommen! Besonders hilfreich war diese Information nicht!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Französische Botschaft&nbsp;zeigte sich&nbsp;hilfsbereit</h4>



<p>Im Hostel lernte ich Leila aus der Schweiz kennen.&nbsp;Sie empfahl mir ein Reisebüro, um mit deren Hilfe einen Flug zu buchen. Meine erste Idee war es nach Bangkok zu fliegen, dort ein paar Tage zu verbringen und dann von dort weiter nach Indien zu reisen, um meinen Trip von da aus fortzusetzen. Doch&nbsp;bald&nbsp;erfuhr ich, dass immer mehr Länder keine Reisenden mehr einlassen würden, die einen thailändischen Stempel im Pass haben&nbsp;würden. Gleichzeitig gab mir eine Französin den Kontakt ihrer Botschaft. Sie habe direkt ein Flugticket erhalten, nachdem sie sich dort gemeldet hatte. Ich solle mich an meine eigene Botschaft wenden, sagte man mir am Telefon. „Die interessiert es nicht“, sagte ich mehr zu mir selbst als zu der freundliche Dame und legte auf. Fünf Minuten später klingelte mein Handy. Die Französische Botschaft würde mir in fünf Tagen einen Platz auf deren Evakuierungsflug nach Paris anbieten!&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dank einem Reisebüro einen Rückflug gefunden</h4>



<p>Parallel kontaktierte mich am späten Nachmittag das Reisebüro.&nbsp;Am&nbsp;nächsten&nbsp;Tag um 6:00 Uhr morgens&nbsp;sei&nbsp;noch ein Platz im Flugzeug nach Amsterdam frei geworden. Ich stimmte direkt zu und noch am selben Abend drückte ich dem Agenten Nojan meine Euros in die Hand. Noch drei weiteren Reisenden konnte ich eine Heimreise ermöglichen.&nbsp;Denn ich hatte genügend Bargeld aus Deutschland mitgebracht.&nbsp;Einige der anderen Reisenden hatten nicht mehr ausreichende Reserven dabei,&nbsp;da man im Iran mit Visa- oder Mastercard keinen Zugriff auf Geldautomaten (ATM) hat. Und so sass&nbsp;ich am nächsten Morgen um 6:00 Uhr völlig überstürzt, traurig und aufgeregt im Flugzeug nach Amsterdam. Auf so eine spontane Abreise war ich nicht vorbereitet. Es machte mich traurig dieses Land, das mir so gut gefallen hatte, und deren Bewohner, die mir so freundlich begegnet waren, so überstürzt zu verabschieden. In dem Moment war es nur schwer akzeptierbar, dass meine Reise nun vorbei sein sollte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Rückblick auf meine Entscheidung</h4>



<p>Im Nachhinein war es für mich die richtige Entscheidung. Unter diesen Bedingungen &#8211; Corona im Iran &#8211; war das Reisen nicht mehr genießbar. Und doch freue ich mich auf die Zeit, wenn die Welt wieder bereisbar&nbsp;wird&nbsp;und ich mein Abenteuer fortsetzen kann, wo ich&nbsp;es doch so&nbsp;unerwartet unterbrechen musste.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dominique über&nbsp;die Gastautorin Frederike</h4>



<pre class="wp-block-preformatted">"Ich habe&nbsp;Frederike&nbsp;aus Norddeutschland&nbsp;im&nbsp;November&nbsp;2019 in&nbsp;Tifilis&nbsp;im Hostel getroffen.&nbsp;Sie war schon eine Weile in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/georgien/">Georgien</a>. Bald wollte sie bei einer Familie auf einem Bauernhof ein <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/26/das-staedtchen-am-fluss-zwischen-den-bergen-yangshuo/">Workaway</a> machen. Sie überlegte gerade, ob sie durch <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/russland/">Russland</a> und <a href="https://slowtraveltoasia.ch/china/">China</a> in Richtung Südostasien&nbsp;weiter reisen oder doch in den <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/iran/">Iran</a> und durch <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/pakistan/">Pakistan</a> nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/indien/">Indien</a> reisen wolle. Ich erzählte ihr von meinen Visum Erfahrungen für Russland und&nbsp;China."</pre>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Gastbeitrag Serie</strong> &#8222;<strong>Glücklich Reisen in Zeiten von Corona?</strong>&#8222;</h4>



<p><a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/30/gluecklich-reisen-trotz-corona/"><a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/30/gluecklich-reisen-trotz-corona/">Hier gehts zur Serie Übersicht</a> und weiteren Gastbeiträgen.</a></p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/29/frederike-trifft-auf-corona-im-iran/">Frederike trifft auf Corona  im Iran</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Einmal quer durch Manipur</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2020/03/07/einmal-quer-durch-manipur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2020 11:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahnbau]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Manipur]]></category>
		<category><![CDATA[Sikh Tempel]]></category>
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<p>Bereits um sechs Uhr wollte der Fahrer in Jiribam losfahren. Bis alles Gepäck verladen war, wurde es dann 6:20. Die &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/03/07/einmal-quer-durch-manipur/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Einmal quer durch Manipur</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Bereits um sechs Uhr wollte der Fahrer in Jiribam losfahren. Bis alles Gepäck verladen war, wurde es dann 6:20. Die Strasse war kurvig und erstaunlich befahren. Die Fahrt nach Imphal &#8211; die Provinzhauptstadt von Manipur &#8211; dauerte eine gefühlte Ewigkeit, etwa 11 Stunden, Pausen inklusive. Die Strasse führte mehrheitlich durch bewaldetes und bergiges Gelände. Die Inder nennen die Provinzen des Ostens auch „hill states“. Jetzt war uns klar warum. Zum Glück machten wir zwischendurch kleine Pausen. Hier pinkeln, da ein Snack oder eine Tüte Betelnus. Die anderen Passagiere im Fahrzeug ausser der Bruder des Fahrers, waren alle Arbeiter einer Baufirma. Diese baut gerade die erste Eisenbahnverbindung durch Manipur, bzw. nach Imphal. Entlang der Strasse sahen wir daher hier und dort einen Streifen gerodeten Wald, ein  neues Tunnelportale oder eine Reihe Brückenpfeiler. Der Eisenbahnbau war in vollem Gange. Die Fahrt durch Manipur auf der zeitweise schmalen Strasse führte durch Dörfer, welche oft in der Karte nicht eingezeichnet waren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Auf einer kurvigen Strasse durch Manipur</h4>



<p>Am Strassenrand waren oft Gemüsestände der lokalen Einwohner. Zwischendurch hielten wir an. Dann kauften wir uns Früchte. In einem grösseren Dorf assen wir gegen elf Mittagessen. Der Fahrer wollte wissen, was wir in Imphal machen würden. Wir erzählten ihm, dass wir keine grossen Pläne hätten. Sondern vor allem nach Moreh an die Grenze zu Myanmar reisen wollen. Er wiederholte sein Angebot des Abends zuvor. </p>



 [<a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/03/07/einmal-quer-durch-manipur/">See image gallery at slowtraveltoasia.ch</a>] 



<p>Wir könnten mit Ihm nach Moreh fahren. Dann fragte er nach unserem Hotel. Als er hörte, dass wir noch keines gebucht hätten, lud er uns zu sich ein. Später standen plötzlich lange Reihen von Lastwagen auf der Strasse. Hier werde gerade die Brücke repariert. Für uns ging die Fahrt daher an einer untiefen Stelle durch das Flussbett. Etwa ein dutzend Männer zog auf der anderen seite den Jeep einen schlammigen Pfad hoch. Als wir gegen 17 Uhr in Imphal ankamen, sagte der Fahrer, er müsse gleich wieder nach Jiribam losfahren. Etwas überrascht gingen wir nun zum hiesigen <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/02/04/der-goldene-tempel/">Sikh Tempel</a>. Dort bekamen wir ein Zimmer und Essen in der Langar Küche angeboten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Früh zur leeren Busstation</h4>



<p>Um 4 Uhr standen wir auf. Um 5 Uhr erreichten wir die Busstation. Wir liefen dummerweise in die Gefängnis-Strasse hinein. Am Ende dieser Strasse war dann leider kein Durchkommen und wir mussten wieder ein gutes Stück zurücklaufen und die Parallelstrasse nehmen. Am Busbahnhof war es erstaunlich still. Wir mussten feststellen , dass am Samstag und Sonntag von hier keine Busse verkehren. Es dauerte nicht lange und ein Van kam angefahren. Nach kurzem Verhandeln nahm er uns für 600 INR mit. Ohne Verhandeln zahlt man zwischen 1000 und 1500 INR. Mit dem öffentlichen Bus kostet dieselbe Fahrt pro Person 120 INR.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit einem Van an die Grenze von Manipur bzw. Indien</h4>



 [<a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/03/07/einmal-quer-durch-manipur/">See image gallery at slowtraveltoasia.ch</a>] 



<p>Wir fuhren um 5:45 Uhr  mit dem Van los. Der Fahrer hatte es eilig und bretterte zügig über die schnurgeraden Strasse. In einem Dorf unterwegs bog er ins Dorfzentrum. Er fand ein paar weitere Passagiere und fuhr weiter. Die Strasse zur Grenze wurde gerade verbessert. Viele Teilstücke waren bereits begradigt oder verbreitert. So waren wir relativ schnell unterwegs. Wir erwarteten gemäss einem zweijährigen <a href="https://taleof2backpackers.com/india-to-myanmar-by-road/">Reiseblog</a> eine Fahrt von bis vier Stunden. Aber es dauerte nur nach knapp drei Stunden. Um 8:30 gemäss indischer Zeit erreichten wir Moreh. Es war uns nicht bewusst gewesen, dass Myanmar eine um eine Stunde verschobene Zeitzone hat. Das hiess, dass es nun schon 9:30 war. Es blieben also noch zwei Stunden um es auf den Bus nach Mandalay zu schaffen. Ab jetzt schauten wir auf die Uhr in Myanmar Zeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Am Grenzposten von Indien</h4>



<p>Das Gelände des indischen Grenzpostens (Integrated Check Point ICP) ist etwas oberhalb der Freundschaftsbrücke zwischen Indien und Myanmar. Am Grenzposten&nbsp;war eine grosse Ansammlung von Reisenden. Zuerst gab uns der Beamte das Formular mit den Fragen für die Einreise. Als wir erklärten, dass wir doch nur einen&nbsp;<em>Exit</em>&nbsp;Stempel möchten, liess er uns an einem anderen Ort anstehen. Gegen 10 Uhr erhielten wir schliesslich unseren Ausreisestempel. Um 10:25 war auch der Herr Zöllner mit dem Kontrollieren und Zusammenheften der Formulare fertig und ein weiterer Herr nahm uns mit dem kostenlosen Shuttle des Grenzpostens zum Grenzposten von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/myanmar/">Myanmar</a>. Dies ging dann so schnell, dass ich leider verpasste ein Foto von diesem Grenzübertritt zu machen.</p>
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		<title>Willkommen in Pakistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 23:16:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gästezimmer]]></category>
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<p>Hinter dem Grenztor also in Taftan auf pakistanischer Seite war die Strasse mit Schlick bedeckt. Der Grenzpolizist empfing uns überaus &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/07/willkommen-in-pakistan/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Willkommen in Pakistan</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Hinter dem Grenztor also in Taftan auf pakistanischer Seite war die Strasse mit Schlick bedeckt. Der Grenzpolizist empfing uns überaus freundlich. &#8222;Welcome to Pakistan&#8220;, meinte er mit einem herzlichen Lächeln. Er schrieb unsere Passinformationen in ein Buch und liess uns weiterziehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4430.jpg" alt="erste Begegnung mit pakistanischem Beamten in Taftan" class="wp-image-10692" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4430.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4430-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4430-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4430-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Unsere erste Begegnung mit einem pakistanischen Beamten war sehr herzlich. </figcaption></figure>



<p> Einige Meter geradeaus war ein zweiter Checkposten. Hier durften wir Platz nehmen. Auch hier schrieb der Beamte die Passinformationen in ein Buch ab und dabei bot er uns eine Tasse Tee aus einer Thermoskanne an. Es kam ein weiterer Polizist dazu. Er wies uns den Weg zur Immigration von Taftan.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Berufswahl bei der Einreise</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4431.jpg" alt="Berufswahl auf der Immigration in Taftan" class="wp-image-10693" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4431.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4431-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4431-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4431-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>In der grossen Halle der Immigration füllten wir das Einreiseformular aus und wählten einen Beruf.</figcaption></figure>



<p>Dort wurden unsere Visum-Informationen in ein Computersystem getippt und wir erhielten den Immigrationsfragebogen. Diesmal wählte ich den Beruf Wissenschaftler. Es wäre auch geistlicher Führer zur Auswahl gestanden, doch ich widerstand der Versuchung. Als unsere Pässe den pakistanischen Einreisestempel verpasst erhalten hatten, gingen wir mit dem wartenden Polizist weiter. Nun begann das lange Abenteuer: Mit der Polizeieskorte durch Baluchistan. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-1024x683.jpg" alt="Mit dem Polizist zum Levis Wachposten in Taftan " class="wp-image-10695" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-1536x1024.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-2048x1365.jpg 2048w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4433-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Man führte uns vom Grenzposten über eine Baustelle auf den Wachposten der Levies.</figcaption></figure>



<p>Er führte uns zum Wachposten der <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pakistan_Levies" target="_blank">Levies</a>. Die Levies sind eine von den Briten gegründete Lokaleinheit der Polizei für ländliche Gebiete. Das Personal der Levies wurde lokal gesucht und dann geschult. Dies verschaffte den Levies etwas mehr Respekt und Vertrauen als die britischen Kolonial-Polizisten genossen. Die Städte sind jedoch Hoheitsgebiet der Polizei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Nacht auf dem Polizeiposten</h4>



<p>Angekommen auf dem Wachposten in Taftan, wurden wir gebeten es uns auf dem Aussensitzplatz bequem zu machen. Die Levies erzählten uns, dass heute Morgen zwei deutsche Touristen mit einem <a rel="noreferrer noopener" href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/11/kostenlose-vorschau-des-baluchistan-reiseprotokolls/" target="_blank">Escort</a> losgefahren seien. Erst jetzt bemerkten wir, dass auch zwischen Iran und Pakistan eine Zeitgrenze besteht. Jetzt im Winter waren es 1.5h Differenz. 7:30 auf der <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/07/vermeintlich-frueh-an-der-grenze/">iranischen Seite</a> war also bereits 9:00 auf der pakistanischen Seite gewesen. Nun war bereits Mittag hier. Die Levies erklärten uns, dass sie jetzt lieber keinen Escort mehr starten würden, zu lange wären für uns an den Polizeiposten dann die Wartezeiten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4437.jpg" alt="Gästezimmer der Levies in Taftan" class="wp-image-10699" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4437.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4437-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4437-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4437-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Gästezimmer der Levies ist der schönste Raum auf dem Wachposten.</figcaption></figure>



<p>Uns wurde das Gästezimmer des Wachposten in Taftan gezeigt. Ein Raum mit einem grossen Teppich und einem alten ausgeschalteten Kühlschrank. Hier durften wir also die Nacht verbringen. Die Zeit verging schnell. Wir unterhielten uns mit den Polizisten, die etwas English sprachen. Langsam wurden wir etwas hungrig.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Take-Away holen mit Blaulicht</h4>



<p>Wir fragten, ob wir zum Markt von Taftan gehen dürften, um uns Gemüse zu kaufen. Die Polizisten diskutierten. Sie fragten uns, ob sie uns auch zu einem Restaurant bringen könnten, der Markt sei schon geschlossen. Etwas später bat uns ein englisch sprechender Polizist in ein Auto. Wir fuhren um ein paar Häuserblocks in Richtung Zentrum von Taftan. Als ein Lastwagen im Weg stand, betätigte der Polizist tatsächlich die Sirenen und das Blaulicht, um sich schnelle Durchfahrt zu verschaffen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4434.jpg" alt="" class="wp-image-10696" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4434.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4434-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4434-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Pakistan_Seite/IMG_4434-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>In diesem Restaurant wählten wir uns Essen aus, das wir als Take-Away auf den Wachposten mitnahmen.</figcaption></figure>



<p>Im Restaurant in Taftan öffnete der Kellner uns die Töpfe mit den siedenden Speisen. Wir entschieden uns für zwei Gerichte und wollten Platz nehmen. Der Polizist jedoch, bestand auf Take-Away. Mit zwei bis zum Rand gefüllten Alluminiumbehältern ging es zurück auf den Polizeiposten. Im Gästezimmer assen wir die würzigen Speisen ganz nach hiesiger Sitte, im Kreis auf dem Teppich sitzend. Später am Nachmittag schauten wir uns noch auf dem Gelände des Wachpostens den Garten und die Unfallautos an.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Hinweis 1 von 20 zum 15 Monate Reisezeit Jubiläumsrätsel</h4>



<p>Zum <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/05/02/jubilaeumsraetsel/">Rätsel geht es hier</a>. Der erste Hinweis:<br>Im Lösungswort kommt <strong>zweimal </strong>ein<strong> c</strong> vor. Mehr Hinweise findest du im <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/11/kostenlose-vorschau-des-baluchistan-reiseprotokolls/">nächsten</a> Reisebericht.<br><br>Hast du das gesuchte Wort schon erraten? <a href="https://slowtraveltoasia.ch/kontakt/">Schicke</a> es mir, um einen der genialen Preise zu gewinnen.</p>
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		<title>vermeintlich früh an der Grenze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 09:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[E-Visum]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzübertritt]]></category>
		<category><![CDATA[Taxi]]></category>
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<p>Die pakistanischen Polizeieskorten für Ausländer würden Taftan jeweils am Morgen gegen acht verlassen, war von Reisenden zu vernehmen. In der &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/07/vermeintlich-frueh-an-der-grenze/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">vermeintlich früh an der Grenze</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Die pakistanischen Polizeieskorten für Ausländer würden Taftan jeweils am Morgen gegen acht verlassen, war von Reisenden zu vernehmen. In der Hoffnung, diese zu erwischen standen wir also heute früh auf. Zuerst bestellten wir in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/06/24-stunden-in-zahedan/">Zahedan</a> ein Stadttaxi per Uber zum Taxistand an den Stadtrand. Dort verhandelten wir mit den Taxifahrern für die Fahrt an die Grenze zum Mirjaveh Taftan Grenzübergang. Auf dem Weg zur Grenze passierten wir einige Militär-Checkpoints und sahen viele Trauerflaggen zu Ehren des ermordeten iranischen Militäroberhaupts <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani" target="_blank">Soleimani</a>. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414.jpg" alt="Trauerfahne auf dem Weg zum  Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9595" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eine Fahne mit der Aufschrift &#8222;Hallo, Tochter von Mohamend&#8220; gehisst aufgrund des Attentats an <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani" target="_blank">Soleimani</a>.</figcaption></figure>



<p>Andere Fahnen waren auf Halbmast. Um 7:30 standen wir an der Grenze. Das Ausreiseprozedere dauerte in unserem Fall lange 150 Minuten. Also keine Chance um 8 Uhr in Pakistan einzureisen. Soodeh musste ihre Ausreisesteuer bezahlen. <a rel="noreferrer noopener" href="http://morethan7wonders.de" target="_blank">Max</a> und ich unsere Fingerabdrücke prüfen lassen. Dann trafen wir Hamid. Unter Reisenden ist er bekannt als Hamid der Taxifahrer, aber er arbeitet offenbar auch für die Regierung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420.jpg" alt="Taxis am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9597" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Viele wartende Taxis am Mirjaveh Taftan Grenzübergang auf der Iranischen Seite.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Interview vor der Ausreise</h4>



<p>Hamid half die vielen Fragen zu übersetzen, welche der Vertreter der präsidialen Agentur hatte. Ich wurde zum Beispiel gefragt, woher ich die Iranerin kenne. Ob ich alleine reise und einiges mehr zu meinem Beruf. Wir hätten uns das Taxi geteilt von Zahedan zur Grenze, gab ich richtig zu Protokoll. Weiter gab ich an alleine zu reisen. Die Berufsbezeichnung Projektleiter im Umweltbereich zog weiteren Frage nach sich. Das Wort Umwelt umschrieb ich verkürzt mit erneuerbarer Energie und Recycling. Die Fragen waren ziemlich wirr und schienen zusammenhanglos. Es blieb mir unklar, warum der Iran sich dafür interessiert. Bestimmt brauchen sie Umweltwissenschafter.</p>



<p><strong>An welchen Grenzen wurdest du schon interviewt? Schreibe gerne unten einen Kommentar.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425.jpg" alt="Hamid im Grenzgebäude am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9598" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Als alle interviewt waren, wurden unsere Iran Visa mit unseren Pässen eingesammelt. Zurück gegeben wurden uns nur die Pässe ohne einen neuen Stempel. Die ausgestempelten iranischen Visa behielten die Beamten. Als wir nachfragten, durften wir sie jedoch fotografieren. Jetzt konnten wir ausreisen. Wir liefen durch einen Gitterkorridor in iranischen Nationalfarben zum Grenztor.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426.jpg" alt="Fussgänger Grenzkorridor am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9599" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Fussgänger Gitterkorridor in den iranischen Nationalfarben an der Grenze zu Pakistan.</figcaption></figure>
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		<title>Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 23:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Autostoppen]]></category>
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		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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<p>Iran hat eine andere Zeitrechnung: der Persische Kalender. Dieser begegnete mir an der Grenze von Armenien nach Iran. In diesem &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/11/der-persische-kalender-iran-zeitrechnung-die-groesste-zeitverschiebung-meiner-reise/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/11/der-persische-kalender-iran-zeitrechnung-die-groesste-zeitverschiebung-meiner-reise/">Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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<p>Iran hat eine andere Zeitrechnung: <strong>der Persische Kalender. Dieser begegnete mir an der Grenze von Armenien nach Iran. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie ich in den Iran eingereist bin, was mit meinem Pass und meinem E-Visum geschah und wie ich trotz später Stunde doch noch nach Täbris gekommen bin.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Zögern bei der Einreise im Niemandsland</h4>



<p>Ich erwägte kurz, wie geplant bis nach Mitternacht mit der Einreise zu warten. Damit ich einen Tag länger im Iran bleiben könnte. Das Sicherheitspersonal der iranischen Grenzwache bat mich jedoch weiter zu gehen. Und keiner der Grenzwächter wollte mir die iranische Uhrzeit verraten. Ich ging weiter und reiste gezwungenermassen ungeplant einen Tag früher in den Iran ein. Am Eingang der Passagier Halle wurde ich nach dem Pass und Visum gefragt. Die Grenzpolizisten am Schalter verrieten mir freundlicherweise nun die <a href="https://www.time.ir">iranische Uhrzeit</a>. Dann stempelten sie mein E-Visum, nicht jedoch meinen Pass! Gemäss der Zeitrechnung im Iran ist gerade das Jahr 1398. Der persische Kalender zeigte gerade das Datum 19. <em>Āsar</em> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iranischer_Kalender">1398</a>. So führte die Zeitrechnung im Iran, bzw. der persische Kalender zur grössten je erlebten Zeitverschiebung auf meiner bisherigen Reise. Auf einen Schlag war ich nun 621 Jahre in der Zeit &#8222;zurück&#8220; gereist. Ob ich es noch nach Täbris schaffen würde?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Willkommen im Iran bzw. in der Provinz Südaserbaidschan</h4>



<p>Nach einer Gepäckkontrolle des Zolls war ich definitiv im Iran angekommen. Das Grenzgebäude war hauptsächlich eine Halle mit Wartesaalbestuhlung. Um diese Halle waren Büros, Kiosks, das Zollbüro, Toiletten, eine VIP-Lounge und je ein Gebetssaal für Männer und Frauen angeordnet. Ob ich wohl im Männer Gebetssaal übernachten könnte? Ich traute mich nicht. Ich meinte, es wäre nun zu spät um nach Täbris zu trampen. Nachdem ich die aufdringlichen geldwechselnden Männer und Taxifahrer los war, machte ich es mir im Wartesaal gemütlich. Derweil zogen unablässig Menschen mit Säcken, Kisten und grossen Taschen an mir vorbei. Es waren die armenischen Einkaufstouristen, die ihre Waren über die Grenze nach Armenien brachten. Aufgrund der andauernden Sanktionen gegen den Iran ist die Landeswährung, der Rial, regelrecht abgestürzt. Der Einkaufstourismus ist seither noch lukrativer geworden als zuvor.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spät nachts doch noch nach Täbris mit dem Bus</h4>



<p>Zwei Stunden später sah ich zwei Europäer im Wartesaal. Sie seien mit dem Direktbus von Jerewan nach Teheran unterwegs. Der Bus sei halb leer. Sie stellten mich einem iranischen Passagier vor, welcher gut Englisch sprach. Er könne den Fahrer fragen, ob ich auch ein Stück mitfahren könne. Eine knappe Stunde später war der Bus bereit. Es waren drei Stunden Fahrt bis Täbris. Gegen zwei Uhr morgens erreichten wir Täbris.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu Gast bei der Familie eines Freundes</h4>



<p>Ein guter Freund meiner Schwester kommt ursprünglich aus Täbris. Er und ein weiterer Bruder leben in der Schweiz. Der Rest der Familie wohnt in Täbris. So kam es, dass ich bei ihnen in Täbris herzlich willkommen war. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653.jpg" alt="Kühlschrank" class="wp-image-9682" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Abschiedfoto mit der Mutter der Gastfamilie vor dem riesigen Kühlschrank.</figcaption></figure>



<p>Trotz früher Morgenstunde wollte mich die Familie abholen kommen. Der Busbegleiter machte mit ihnen einen Treffpunkt an einer Tankstelle bei einer Autobahnausfahrt aus. Dort wurde ich von der Obhut des Buspersonals an die Familie übergeben. Der älteste Bruder und die Schwester meines Freundes holten mich ab. Als wir gegen drei Uhr in der Wohnung ankamen, fragten sie mich im Auftrag ihrer Mutter in vollem Ernst, ob ich gerne Abendessen möchte. Ich lehnte dankend ab. Bald schlief ich im Gästezimmer, welches eigentlich das Zimmer der Mutter war, müde ein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schwimmen gehen im Iran</h4>



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<p>Der älteste Bruder meines Freundes&nbsp;nahm mich mit in die Stadt. Zuerst musste er in seiner Bank Zahlungen aufgeben. Dann besuchten wir zusammen eine Moschee, das historische Museum von&nbsp;Täbris und einen Friseur.&nbsp;Währenddessen hatte seine Mutter zuhause fleissig Köstliches gekocht. Am Abend wollten wir ins Hallenbad. Bis wir ein Hallenbad fanden, welches  Männertag hatte, dauerte es eine Weile. Die grossen Bäder hatten gerade Frauentag. Das heute für Männer geöffnete Bad hatte dafür nebst einem kleinen Schwimmbecken auch ein&nbsp;Jacuzzi&nbsp;und eine Sauna. Bevor wir nach&nbsp;Hause fuhren,&nbsp;verpflegte uns der&nbsp;Bademeister&nbsp;mit&nbsp;Fruchtsaft und&nbsp;mit Sirup getränkten Süssigkeiten. Diese heissen auf Türkisch Geyganakh, bzw. Khagine (خاگینه) auf Farsi. In der Provinz Südaserbeitschan wird vor allem Aserbaidschan-Türkisch, bzw. die südaserbaidschanische Ausprägung davon, gesprochen. Am nächsten Tag zeigte mir die Familie den Basar von Täbris und das Dorf <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/12/vom-bazar-in-taebris-nach-kandovan/">Kandovan</a>.</p>
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		<title>Per Anhalter durch den Süden Armeniens</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/10/per-anhalter-durch-den-sueden-armeniens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2019 23:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Autostoppen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
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<p>Am Morgen machte ich mich auf in den Süden Armeniens. Mein Ziel war am nächsten Morgen in den Iran einzureisen. &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/10/per-anhalter-durch-den-sueden-armeniens/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Per Anhalter durch den Süden Armeniens</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Am Morgen machte ich mich auf in den Süden Armeniens. Mein Ziel war am nächsten Morgen in den Iran einzureisen. Um aus <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/25/couchsurfing-in-jerewan/">Jerewan</a> zu kommen, nutzte ich die Metro und dann einen Trolleybus. Nun ging das Autostoppen los. Ich musste einige Male in ein neues Auto Richtung Süden einsteigen. Der Süden Armeniens war bergiger als gedacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-10_Anreise_Grenze_Iran/IMG_2485.jpg" alt="" class="wp-image-9210" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-10_Anreise_Grenze_Iran/IMG_2485.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-10_Anreise_Grenze_Iran/IMG_2485-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-10_Anreise_Grenze_Iran/IMG_2485-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-10_Anreise_Grenze_Iran/IMG_2485-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Von dieser Metrostation am Platz der Republik ging es los. </figcaption></figure>



<p>08:20 Metro<br>09:00 Trolleybus<br>09:20 Lada Niva<br>09:40 alter Chevy<br>10:00 VW<br>14:00 Waydo<br>16:00 Nissan getarnt als Mercedes<br>16:30 VW<br>17:00 öffentlicher Bus<br>18:00 Lada</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vier Mitfahrgelegenheiten bis Goris </h4>



<p>Im Trolleybus musterten die Passagiere den Tourist mit dem riesigen Rucksack. Der Lada Niva Fahrer war sehr jung und musste zum Empfang gleich mal den maximal Pegel seiner Stereoanlage vorführen. Ein älterer Mann nahm mich in seinem alten Chevy bis zur Abzweigung zu seinem Heimatdorf mit. Dann durfte ich in einem VW etwas länger mitfahren. Der nette Herr setzte mich etwas hinter seiner Destination bei einer Tankstelle ab und fuhr dann einige Kilometer zurück. Nun hielt ein kleiner Van. Dem Fahrer musste ich erklären, dass Autostopp unentgeltliches Mitfahren bedeutet. Er willigte ein und nahm mich bis in die Bergstadt Goris mit. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit weiteren vier Autos bis an die Grenze</h4>



<p>Dort machte ich eine verspätete Mittagspause. Ein kurzer Besuch des Aussichtspunkts später stand ich wieder bei einer Tankstelle. Ein junges Paar in einem neuen kleinen Nissan Geländewagen nahm mich mit bis Kapan und schenkte mir beim Aussteigen noch ein grosses Sandwich. Ich spazierte aus der Kleinstadt heraus und wurde schliesslich von einem jungen Paar auf dessen Taxifahrt ein Stück weit nach David-Bek mitgenommen. Hier war nun das Anhalten von Autos schwierig. Also nahm ich die nächste Marshrutka. Diese fuhr bis nach Kajaran. Hier hinten im kalten Tal lag Schnee neben der vereisten Strasse. Die Sonne war nur noch an den Bergspitzen zu sehen.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Rücksitz eingeschlafen</h4>



<p>Ausserhalb des Dorfes durfte ich dann meinen Rucksack aufs Dach eines Lada Niva legen und auf dem Rücksitz Platz nehmen. Es wurde langsam dunkel während wir über die verschneite Bergstrasse schlängelten. Ich sass zusammen mit zwei festen Müttern auf dem Rücksitz. Ich hatte geplant im letzen Dorf Armeniens zu übernachten und erst am nächsten Tag in den Iran einzureisen. Allerdings bin ich auf dem Rücksitz neben den beiden Frauen eingeschlafen. Als ich eine Weile später erwachte, zeigte mir mein GPS, dass wir das entsprechende Dorf bereits längst hinter uns gelassen hatten. Nun waren es nur noch drei Kilometer zum Grenzübergang. Offenbar wollte die Familie auch in den <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/iran/">Iran</a>. Scheinbar wollten sie dort einkaufen gehen und am Abend spät wieder zurück fahren. Sie parkten das Auto auf der armenischen Seite vor dem ersten Checkpoint des armenischen Grenzpostens. Dann stiegen wir aus. Die armenische Familie hatte es eilig. Ich musste meine Papiere hervorkramen. Sie gingen schon mal vor und so verlor ich sie aus den Augen.</p>
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		<title>Kaukasus Rundreise: die Konflikte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 10:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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<p>Auf meiner Kaukasus Rundreise lernte ich viele historische und akteulle Konflikte der Region kennen. (Nachtrag: Seit Sommer 2020 wieder akut &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/01/kaukasus-rundreise-die-konflikte/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Kaukasus Rundreise: die Konflikte</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/01/kaukasus-rundreise-die-konflikte/">Kaukasus Rundreise: die Konflikte</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/01/kaukasus-rundreise-die-konflikte/">Kaukasus Rundreise: die Konflikte</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
<div class="ttr_start"></div>
<p>Auf meiner Kaukasus Rundreise lernte ich viele historische und akteulle Konflikte der Region kennen. <em>(Nachtrag: Seit Sommer 2020 wieder akut ist der Konflikt um <a href="https://www.bluewin.ch/de/news/international/aserbaidschan-gegen-armenien-erdogans-freischaerler-und-putins-langer-atem-443763.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bergkarabach</a> zwischen Armenien und Aserbaidschan.)</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Meine Kaukasus Rundreise von Usbekistan in den Iran</h4>



<p>Das Persische Reich erstreckte sich einst weit über die Landesgrenzen des heutigen Irans. So erstaunt es auch nicht in Usbekistan ähnliche Architektur zu finden wie im Iran. Wie gelangt man jedoch auf dem Landweg von Usbekistan nach Iran und was gibt es dabei zu beachten? Ich sprach mit Reisenden, die ostwärts durch den Kaukasus gereist waren. Bezüglich der Routenplanung empfahlen mir diese, besser zuerst Aserbaidschan und erst danach Armenien zu besuchen. Dies sei für das Erhalten des aserbaidschanischen Visums vorteilhaft. So hörte ich das erste Mal vom Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien. Hier nur am Rande erwähnen möchte ich, dass dies leider nicht der einzige ungelöste Fall im Kaukasus ist. Denn da sind noch die Konflikte zwischen Georgien und Russland, um Abchasien und Südossetien.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Caucasus-political_de.svg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Die Konflikte im Kaukasus in der Übersicht gestreift dargestellt (<a href="https://commons.wikimedia.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Warum nicht durch Turkmenistan?</h4>



<p>Die kürzere Alternative wäre ein turkmenisches Transit-Visum gewesen. Dieses ist ab dem gewünschten Datum aber nur fünf Tage gültig. Die Chance eines zu bekommen sei etwa 50%. Somit liess ich die kurze Reise durch das Land dieses&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Diktators</a>&nbsp;bleiben. Ich hielt also an der Route Usbekistan, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, Armenien, Iran fest.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="760" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map-1024x760.jpg" alt="" class="wp-image-17084" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map-1024x760.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map-300x223.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map-768x570.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map-630x468.jpg 630w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/Central-Asia-Map.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Turkmenistan liegt zwischen Usbekistan und dem Iran. (Bildquelle: <a href="https://www.nationsonline.org/oneworld/map/central-asia-map.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.nationsonline.org</a>)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">E-Visum Formular für Aserbaidschan fragt nach Bergkarabach</h4>



<p>Gegen Ende meines Usbekistan&nbsp;Aufenthalts beantragte ich das<a href="https://evisa.gov.az/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> E-Visa für Aserbaidschan</a>. Der Online Visa Prozess ist sehr klar und benutzerfreundlich: Zuerst muss man kurz seine Nationalität und die gewünschten Visa-Daten angeben. Dann kommt&nbsp;die&nbsp;übliche Maske zur Eingabe der Passinformationen. Darunter&nbsp;jedoch&nbsp;steht&nbsp;unverhofft diese eine für Aserbaidschan scheinbar äusserst wichtige Frage:&nbsp;</p>



<p><em>Have you ever visited the Nagorno-Karabakh and other regions of the Republic of Azerbaijan occupied by the Republic of Armenia since 1991 without an official permission of the Republic of Azerbaijan?</em></p>



<p>Hat man diese&nbsp;Frage beantwortet, geht es weiter zur E-Mail Verifizierung, der Kontrollansicht und der Bezahlung (20$ Visa Gebühr und 3$ Service Fee) per Kreditkarte. Danach hat man innert&nbsp;etwa&nbsp;drei&nbsp;Tagen das&nbsp;E-Visa&nbsp;pdf&nbsp;im E-Mail Posteingang. Sehr wahrscheinlich aber nur, sofern man diese eine Frage&nbsp;mit Nein&nbsp;beantwortet. Ich war tatsächlich noch nie in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabach" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bergkarabach</a>&nbsp;und hatte somit nichts zu verbergen. Liest man diese Frage genau, stellt man fest, Aserbaidschan hält die Armenier für eine Besetzungsmacht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Konflikt von Bergkarabach</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Bergkarabach.svg" alt="Kaukasus Rundreise geht nur über Georgien, wegen Bergkarabach der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien."/><figcaption class="wp-element-caption">Die Lage von Bergkarabach (<a href="https://commons.wikimedia.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<p>Die Geschichte ist etwas komplizierter und hat eine&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt#Vorgeschichte">Vorgeschichte</a>. Verkürzt geschildert war die Region um&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabach" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bergkarabach</a>&nbsp;ein traditionell von&nbsp;armenisch stämmigen&nbsp;Christen bewohntes Gebiet und in der Vergangenheit bereits&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt#Entwicklung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrfach umstritten</a>. Beim Zusammenbruch der Sowjetunion rief sich dieses Gebiet als autonome Republik aus. Die aserbaidschanische Regierung in Baku anerkannte die Autonomie jedoch nicht. Bald kam es in mehreren Dörfern der Region zu Massakern durch verschiedene Parteien.&nbsp;Es herrschte&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt#Krieg_1992_bis_1994" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kriegszustand</a>.&nbsp;Eine karabachische Armee wurde gegründet. Die Kämpfe erreichten im Frühjahr 1993 das Gebiet zwischen Bergkarabach und Armenien. Nun griff die Armenische Armee in den Konflikt ein und besetzte etwa ein Jahr später zusammen mit der karabachischen Armee Bergkarabach und alle weiteren aserbaidschanischen Gebiete, die zwischen Bergkarabach und Armenien lagen. Nach dem Waffenstillstand 1994 versuchte die OSZE und später Russland erfolglos zu&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt#Diplomatische_Aktivit%C3%A4ten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vermitteln</a>. 2011 wurden die Bemühungen aufgegeben. Der Waffenstillstand wurde mehrmals gebrochen, z.B. 2017. Inzwischen gab es einen 44Tage krieg im September 2020.</p>



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</div></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Viele Aserbaidschani&nbsp;mögen Armenier und Armenien nicht</h4>



<p>Während ich auf meiner Kaukasus Rundreise in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/aserbaidschan/">Aserbaidschan</a> unterwegs war, wurde ich oft gefragt ob ich nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/armenien/">Armenien</a> gehen wolle. Die meisten warteten nicht lange auf meine Antwort und empfahlen mir nicht zu gehen.&nbsp;Denn das Land und vor allem die Menschen dort seien schlecht. Diese Meinung ist in Aserbaidschan sehr verbreitet. Es geht aber auch anders. Eine Reportage&nbsp;über&nbsp;ein Dorf in Georgien zeigt, dass Menschen in Frieden zusammen leben können. In diesem Dorf leben Familien aus Aserbaidschan, Armenien und Syrien.</p>



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</div><figcaption class="wp-element-caption">Englischsprachige Reportage von Civilnet.tv über ein Dorf in welchem Armenier und Aserbaidschaner leben</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Die älteste Staatskirche der Welt, Armenien und der Völkermord&nbsp;</h4>



<p>Auf meiner Kaukasus Rundreise lernte ich, dass die Armenier scheinbar<strong>&nbsp;</strong>die&nbsp;älteste&nbsp;christliche Staatskirche&nbsp;der Welt haben.&nbsp;Sie heisst&nbsp;<a aria-label="Armenische Apostolische Kirche (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Armenische_Apostolische_Kirche" target="_blank">Armenische Apostolische Kirche</a>. Und sie beansprucht auf apostolische Gründung im Jahr 314 zurückzugehen.&nbsp;Mit der heutigen Republik <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/Armenien">Armenien</a> hat dies allerdings ziemlich wenig zu tun. Diese wurde erst&nbsp;1918 erstmals ausgerufen und erlangte erst 1991 die Unabhängigkeit wieder. Vor 1914 siedelten die Armenier in den&nbsp;Staatsgebieten des osmanischen und des russischen Reiches.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Armenien_1914.png" alt="Armenier zwischen russischem und osmanischem Reich"/><figcaption class="wp-element-caption">Siedlungsgebiet der Armenier vor dem ersten Weltkrieg (<a href="https://commons.wikimedia.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<p>Im Osmanischen Reich waren die Armenier nach den Griechen&nbsp;die zweite christliche Minderheit. Während dem ersten Weltkrieg organisierte die damalige Regierung des osmanischen Reichs einen systematischen&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern">Genozid an den Armeniern</a>.&nbsp;1923 ging die Türkei als Nachfolgerstaat aus dem zusammengebrochenen osmanischen Reich hervor.&nbsp;Bis heute sind die&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Armenisch-t%C3%BCrkische_Beziehungen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei</a>&nbsp;belastet.&nbsp;Die türkische Regierung leugnet den Genozid an den Armeniern. Armenien anerkennt die Grenze mit der Türkei nicht an.&nbsp;Denn viele Armenier träumen vom grossen vereinigten Armenien (Bild unten), wie es zu den Zeiten der Römer einst bestand. 1993 schloss die Türkei die Grenze zu Armenien aus Solidarität mit Aserbaidschan. Armenien hat&nbsp;gemäss dem&nbsp;<a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/armeniensicherheit/201872#content_2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">deutschen auswärtigen Amt</a>&nbsp;nur zwei passierbare Grenzen: eine mit <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/georgien/">Georgien</a> und eine mit dem Iran.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2236.jpg" alt="Gross Armenien, in Jerewan in der Metrostation als wärs selbstverständlich immer noch so. Gesehen auf meiner Kaukasus Rundreise." class="wp-image-9197" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2236.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2236-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2236-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2236-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Bild in einem Metrostationgang in Jerewan: Es zeigt die Provinzen des ehemaligen Grossarmenien</em>s.</figcaption></figure>
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		<title>Durch den Regen nach Tiflis</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 15:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Durch den Regen nach Tiflis</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und alles Gute“ durch den Regen. Nicht lange später kam ein Auto angefahren. Die beiden Männer hinter den angelaufenen Scheiben nahmen mich mit nach Zagatala. Dort zeigten sie mir, wo die Marshrutka Richtung Georgien fährt. Am Bushäuschen fragte ich erneut nach. Schliesslich kam eine Marshrutka. Sie fuhr jedoch nur bis Balakon. Um nach Georgien bzw. Tiflis zu fahren, müsse man nun umsteigen. Am Parkplatz standen zwei Marshrutkas mit georgischem Kennzeichen. Im wartenden Bus sassen bereits zwei Passagiere. Es dauerte eine Weile bis ich herausfand, dass der Bus erst in gut einer Stunde fahren würde. Somit hatte ich nun noch Zeit hier im Restaurant einige aserbaidschanische Manat zu verprassen. Als der Bus schliesslich losfuhr, ging es nicht lange und wir erreichten die Grenze.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Über die Brücke nach Georgien gehen</h4>



<p>Da man mir versicherte, dass der Bus über die Grenze fährt, liess ich mein Gepäck im Bus. Zusammen mit anderen Passagieren, spazierte ich über die Grenze. Allerdings verlor ich bald die Übersicht, wer sonst noch im Bus gewesen war. Ausreise und Einreise waren bald erledigt. Dazwischen lag nur eine kleine Brücke, die über einen Bergbach führte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg" alt="" class="wp-image-7665" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Blick zurück nach Aserbaidschan von der Brücke über dem Grenzbach Matsimistsqali.</figcaption></figure>



<p>Auf der georgischen Seite konnte ich nach der Einreise auch unkompliziert meine letzen aserbaidschanischen Manat in georgische Lari tauschen. Nun wartete ich auf den Bus. Als er schliesslich erschien, wurde ich herbeigerufen. Ich musste kurz mit dem Zöllner sprechen. Er wollte wissen, ob der Rucksack im Bus meiner sei. Als ich ihm dies versicherte, liess er den Fahrer und uns Passagiere einsteigen und weiterfahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Umsteigen in Lagodekhi</h4>



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<p>Der Bus fuhr jedoch anscheinend doch nicht nach Tiflis. Denn bereits im ersten Ort nach der Grenze, in Lagodekhi, wurde ich gebeten auszusteigen. Nun musste ich an einem Schalter ein Ticket nach Tiflis (10 Lari) kaufen. Damit durfte ich in die bereitstehende Marshrutka einsteigen. Diese fuhr kurz darauf in Richtung Tiflis los. Unterwegs hielten wir bei einer Ansammlung von Marktständen. Dort wurden lokale Spezialitäten wie <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/">Churchkhela</a> (ჩურჩხელა) und <a href="https://youtu.be/T07LCm9tjgM">Lavashana</a> verkauft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg" alt="Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern Churchkhela." class="wp-image-7667" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Churchkhela</a>.</figcaption></figure>



<p>Später sprach ich mit meinem Sitznachbarn. Er brachte mir einige Georgische Worte und Speisen (Lakman, Shashlik, Samsa) bei. Als wir Tiflis erreichten, begleitete er mich zur Metrostation und spendierte mir die Fahrt mit seiner Metrokarte. Von der Metrostation war es nicht weit zum Hostel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg" alt="erste Bekanntschaft in Tiflis" class="wp-image-7672" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Selfie in der Metro von Tiflis mit dem netten Georgier, der mir die Ankunft in Tiflis erleichterte.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Abendspaziergang mit Couchsurfing Kontakt</h4>



<p>Auf meine öffentliche Couchsurfing Anfrage haben sich Tekla und Elina gemeldet. Mit Tekla traf ich mich nach meiner Ankunft auf einen Stadtspaziergang. Wir spazierten am Sankt Gregor beim Freiheitsplatz vorbei. Dann runter in die Altstadt zum Theater und anschliessend zur Mutter von Georgien. Zum Abschluss fuhren wir mit dem Bus in den Park beim TV-Sendeturm. Am nächsten Tag trafen wir uns nachmittags nochmal für einen Spaziergang in einen der Parks von Tiflis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg" alt="Tekla und Dominique in Tiflis" class="wp-image-7674" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit meiner Couchsurfing Stadtführerin Tekla Abends auf der Fussgängerbrücke über dem Fluss Mtkvari.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ankunft meiner Reisebegleitung Katarina</h4>



<p>Am Abend spät, bzw. morgens früh kam Katarina in Tiflis an. Ich holte sie mit dem öffentlichen Bus ab. Für die nächsten drei Wochen würden wir zusammen durch Georgien und Armenien reisen. Nach dem Ausschlafen trafen wir den Couchsurfing Kontakt <a href="https://www.couchsurfing.com/people/elina-ke">Elina</a> zum Lunch im <a href="https://www.instagram.com/mamaterraveggie/?hl=en">Mama Terra</a>. Elina sprach sehr gut English und auch etwas Deutsch. Es war spannend mit ihr zu sprechen. Sie erzählte von einem Yoga Retreat, welches sie demnächst als <a href="http://www.tbilisiyogacave.com/teachers">Yoga-Instruktorin</a> leiten würde. Später erzählte sie uns, warum sie sich von ihrem Mann scheiden liess und wie die Gesellschaft in Georgien darauf reagiert. Solche Geschichten zu hören erleichtern das Eintauchen in die lokale Mentalität und Kultur sehr.</p>
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		<title>Schifffahrt von Kuryk nach Alat</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 11:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, eine Moschee und eine orthodoxe Kirche. Denn wir machten uns direkt auf den Weg zum Schalter der Fährgesellschaft. Dort wollten wir ein Ticket  für die Schifffahrt von Kuryk nach Alat kaufen. Doch dann bemerkten wir, dass heute Samstag war. Gemäss der Beschreibung auf <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Caravanistan (öffnet in neuem Tab)" href="https://caravanistan.com/transport/caspian-sea-ferry/#buying-a-ticket" target="_blank">Caravanistan</a> ist der Schalter nur wochentags geöffnet. </p>



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<h1 class="wp-block-heading" id="buchtipps-fur-weitere-schiffreisen">Buchtipps für weitere Schiffreisen</h1>



<p>Im Buch <a href="https://www.amazon.de/gp/product/384640781X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=384640781X&amp;linkCode=as2&amp;tag=slowtraveltoa-21&amp;linkId=8763ae0c0cad2d905746559061a9bd9d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abenteuer Schiffsreisen: Den Wind um die Nase auf Frachtern, Fähren und Containerschiffen. Alles außer Kreuzfahrt.</a> beschreibe ich die Überfahrt von Kuryk nach Alat ausführlich. Zudem findest du in diesem Buch vom Polyglott Verlag noch viele weitere Schiffsreisen. </p>



<h1 class="wp-block-heading" id="erlebnisbericht-meine-uberfahrt-von-kuryk-nach-alat">Erlebnisbericht: meine Überfahrt von Kuryk nach Alat</h1>



<h2 class="wp-block-heading" id="suche-nach-ticket-und-fahre">Suche nach Ticket und Fähre</h2>



<p>Wir suchten deshalb ein luxuriöses Hotel auf. Dort hofften wir auf Internet und hilfsbereites Receptionspersonal. Tatsächlich riefen sie für uns ohne Umstände die Nummer einer Auskunftsperson an. Als sie auflegte, erklärte uns die Receptionistin, wir könnten das Ticket online bei der <a href="https://www.asco.az/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Azerbaijan Caspian Shipping Company</a>&nbsp;erwerben. Auf <a href="https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:50.0/centery:42.0/zoom:7">marinetraffic.com</a> sahen wir, dass aktuell zwei Schiffe im Hafen waren, die Passagiere mitnehmen. Somit buchten wir gleich in der Hotellobby unser E-Ticket für die Überfahrt, allerdings ohne zu wissen, wann das nächste Schiff den Hafen verlassen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="transfer-zum-hafen-von-kuryk">Transfer zum Hafen von Kuryk</h2>



<p> Am Busbahnhof von Aktau erfuhren wir, dass keine Marschutkas nach Kuryk fahren. Wir mussten ein Taxi suchen. Ein Fahrer nahm uns für 4000 Tenge mit an den Hafen. Mit im Taxi war ein Hafenmitarbeiter. Unterwegs machten wir Halt um Bier und Snacks zu kaufen. Dies war uns von anderen Reisenden empfohlen worden. Gegen 13 Uhr erreichten wir den Hafen. Dort warteten wir zwei Stunden im leeren Empfangsbereich ausserhalb des Hafenzauns. Dann holte uns ein Hafenmitarbeiter ab und brachte uns zum Servicezentrum in der Mitte des Hafengeländes. Dort wurde unser Onlineticket zusammen mit einer Passkopie ausdruckt und abgelegt. Dann wurden wir ohne weitere Informationen zur voraussichtlichen Abfahrtszeit in den Wartebereich geschickt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="warten-essen-warten-einkaufen">Warten, essen, warten, einkaufen</h2>



<p>Auf dem Hafenareal gibt es ein Hotel, eine Cafeteria, einen Bankomat und Wifi. In der Cafeteria assen wir späten Lunch und sehr spätes Abendessen. Ein Security zeigte uns einen ungenutzten Wartebereich. Dort legten wir uns schlafen.&nbsp;Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war immer noch nicht klar wann das Schiff ablegen würde. Wir frühstückten erst mal in der Cafeteria. Am Nachmittag wurden wir zur Gepäckkontrolle gerufen. Danach hiess es, wir sollten auf den Hafenshuttle warten. Möglicherweise ging es bald los. Ich beschloss, meine letzen Tenge loszuwerden. In der Cafeteria kaufte ich Schokolade. Beinahe um ein Kilogramm Schokolade schwerer,  mit einigen Litern Reservewasser und dem grossen Vorrat an Bier, waren wir bereit für die lange (möglicherweise bis 10 Tage) dauernde Schifffahrt über das Kaspische Meer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-hafenshuttle-vom-zentrum-zum-dock">Das Hafenshuttle vom Zentrum zum Dock</h2>



<p>Eine Viertelstunde später fuhr ein moderner Minibus mit verdunkelten Scheiben vor. Der Fahrer war der unfreundlichste Kasache, den wir seit unserer Ankunft in Mangistau angetroffen hatten. Harsch deutete er uns beim Einsteigen, wie und wo wir unser Gepäck zu platzieren hätten. Ohne sein Gesicht zu verziehen, setzte er sich dann hinter das Steuer des Minibus und raste mit beinahe Überschallgeschwindigkeit zum Dock. Kaum war die Schiebetüre hinter uns zu,&nbsp;düste er wieder&nbsp;Richtung Servicezentrum davon.&nbsp;Es war nun 14:30, also etwa 24 Stunden nach unserer Ankunft am Hafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ubers-dock-ins-schiff">Übers Dock ins Schiff</h2>



<p>Jetzt&nbsp;standen wir&nbsp;endlich&nbsp;vor dem Schiff am Dock. Zwei in Asphalt gelegte Schienen führten&nbsp;direkt in den dunklen, noch leeren  Laderaum des Schiffs.&nbsp;Einige Männer empfingen uns am Eingang des Laderaums und baten uns hier zu warten. Einen Funkspruch später, deutete einer von ihnen auf die Treppen hinter einer Seitentüre in der Stahlwand des Laderaums. Drei Stockwerke höher erreichten wir das eine Aussendeck. In der hinteren Hälfte waren wohl die Kojen der Belegschaft. Wir hörten Stimmen und laufende Fernseher. In der Mitte des Decks waren eine Küche, ein Esssaal und ein Aufenthaltsraum. Dort setzten wir uns hin und warteten&nbsp;abermals.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kabine-beziehen">Kabine beziehen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg" alt="Kojenfenster auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7506" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf das Abendrot nach Sonnnenuntergang durch das Fenster der Kabine.</figcaption></figure>



<p>Eine rundliche Frau war gerade daran den Boden zu putzen. Es schien aber eher als würde sie den Dreck gleichmässig auf dem Linoleum verteilen. Nun holte sie aus der Putz- und Wäschekammer neben dem Aufenthaltsraum unsere Bettbezüge. Sie brachte uns zu einer Koje. Es war eine Viererkoje. Doch die oberen zwei Betten waren nach oben gelappt und an der Wand arretiert. Wir erhielten wohl den Luxus einer Zweierkoje. Sie verfügte über etwas Stauraum beim Eingang, ein Waschbecken und vier schmale Schränke. Duschen und Toiletten waren beim Aufenthaltsraum. Wir schauten uns auf dem Deck um. An Land vor dem Dock sahen wir einen Güterzug stehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="passkontrolle-an-board">Passkontrolle an Board</h2>



<p>Wir wurden zur Passkontrolle gerufen. Zwei kasachische Grenzbeamtinnen hatten sich im oberen Deck mit ihren mobilen&nbsp;Computern&nbsp;für die&nbsp;Passkontrolle&nbsp;eingerichtet. Sie sichteten unsere Pässe und verglichen die Gesichtsdaten mit dem Bild der Kamera der Computer. Dann stempelten sie uns aus Kasachstan aus. Den Pass legten sie auf einen kleinen Stapel zu den anderen Pässen. Sie erklärten uns, dass die Pässe bei der Crew bleiben würden. Wir würden diese erst kurz vor Ankunft im Hafen von Malat wieder erhalten. So hat die Crew ein Druckmittel gegen unliebsame Passagiere.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="doch-keine-baldige-ankunft">Doch keine baldige Ankunft</h2>



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<p>Am nächsten Morgen öffneten wir die Kartenapp. Die GPS Nadel machte einen riesigen Sprung. Wir waren praktisch schon auf der anderen Seite des Kaspischen Meeres und vor der Küste Aserbaidschans. Wahrscheinlich würden wir spätestens heute Abend bereits ankommen. Etwas voreilig zog ich das Bettlaken ab und packte meine Sachen. Dann ertönte ein lautes Krachen. Es waren wohl die Anker, denn bald standen wir still. Mein tschechischer Mitreisender war erleichtert. Sein Visa war nämlich erst ab dem nächsten Tag gültig. Der Tag verflog schnell.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="besichtigung-des-guterzugs-im-laderaum">Besichtigung des  Güterzugs im Laderaum</h2>



<p>Am Nachmittag gingen wir mit zwei anderen Passagieren in den Laderaum. Die beiden Güterzug-Begleiter waren mit etwa einem Dutzend leeren Kühlcontainern auf der Rückreise nach Aserbaidschan.&nbsp;Als sie ihre Reise antraten, waren die Container gefüllt mit Truthanschenkeln. Diese brachten sie nach Kasachstan und Usbekistan. Nun&nbsp;zeigten&nbsp;sie&nbsp;uns ihr mobiles Zuhause auf Schienen.&nbsp;Hier lebten sie während ihrer Reise. Der erste Raum des Spezialwagons war ein Maschinenraum. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg" alt="Maschinenwagen eines Frachtzuges auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7511" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die beiden Güterzug-Begleiter im Maschinenraum Ihres Fracht-Begleitwagon.</figcaption></figure>



<p>Hier standen zwei grosse Generatoren zur Stromproduktion für die Kühlaggregate der Container.&nbsp;Sie standen still. Vom Maschinenraum des Wagons, gingen&nbsp;wir&nbsp;durch eine Türe in den zweiten Raum. Entlang eines schmalen Gangs, waren hier in kleinen Abteilen Toilette, Küche und Dusche installiert. Am Ende des Wagons war der Schlafraum der beiden Männer. Er glich unserer Schiffskoje, war aber leicht geräumiger.&nbsp;Ausser den Kühlcontainerwagons des Güterzugs standen noch zwei Lastwagen und ein Auto im Laderaum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-passagiere-an-board">Die Passagiere an Board</h2>



<p>Nebst den beiden Güterzug-Begleiter aus Aserbaidschan waren zwei Lastwagenfahrer an Board. Der eine war Georgier, der andere Ukrainer. Das Auto gehörte einem Paar aus Kasachstan. Wir waren die einzigen Passagiere ohne Fracht bzw. Fahrzeug im Laderaum. Mit nur acht Passagieren war es sehr ruhig an Baord. Andere Reisende hatten uns vor grossen Saufgelagen und handsärmliger Stimmung an Board erzählt. Unsere Mitreisenden waren sehr anständig und ruhig. Die zwei Aserbaidschaner luden uns im Aufenthaltsraum herzlich ein mit ihnen Tee zu trinken. Das Paar und die Lastwagenfahrer suchten etwas weniger Gemeinschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="immer-noch-vor-anker">Immer noch vor Anker</h2>



<p>Erneut hörten wir am späten Nachmittag das Rasseln der Ankerketten. Entgegen meiner Hoffnung wurden diese jedoch nicht hochgezogen. Wahrscheinlich war etwas mehr Kette runtergelassen worden. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem Deck. Der eine Güterzugbegleiter erklärte uns, dass wir wohl wegen den Windverhältnissen vor Anker wären. Die Hafeneinfahrt sei nur bei Windstille möglich. Das Schiff drehte sich im Wasser um seinen Anker wie ein Segel im Wind.&nbsp;Der Kaptain rief zum Abendessen.&nbsp;Am späten Abend standen wir immer noch. Wir stellten uns auf eine weitere Nacht an Board ein und legten uns in der Koje schlafen. Die Nachtruhe war jedoch kürzer als erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kurze-nacht-aufgrund-fruher-tagwache">Kurze Nacht aufgrund früher Tagwache</h2>



<p>Es war ein harter Start in den Tag. Nach nur drei Stunden Schlaf wurden wir&nbsp;durch ein Poltern an der Kojentüre geweckt.&nbsp;Später hörten wir die Ankerketten. Wir sollten unsere Bettlaken bitte der Crew übergeben und uns im Aufenthaltsraum für die Ankunft bereit machen, deutete uns einer der Passagiere.</p>



<p>23:30 Rückzug in Koje<br>02:30 plötzliche Tagwache<br>03:45 Passrückgabe im Aufenthaltsraum<br>04:00 Abmarsch auf Frachtdeck<br>04:15 Abmarsch über Dock an Land zu Wartebereich der aserbaidschanischen Zoll- und Grenzkontrolle<br>04:45 Pass- und Visakontrolle&nbsp;&amp;&nbsp;Welcome to Azerbaijan</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ankunft-in-alat">Ankunft in Alat</h2>



<p>Der Hafen von Alat ist mitten im Nirgendwo an der aserbaidschanischen Küste zwischen unzähligen Ölförderpumpen. Im gelben Licht der Hafenscheinwerfer folgen wir einem langen Absperrzaun. An einem Checkpoint wollte ein Mann mit Schlips nochmal unseren Pass kontrollieren. Dann liess er uns auf die andere Seite der Absperrung passieren. Am Ende eines grossen Lastwagenparkplatzes erspähten wir eine Leuchtschrift. Es war inzwischen fünf Uhr. Das Restaurant jedoch war geschlossen und das Wifi verschlüsselt. Vor acht Uhr war hier nicht mit Betrieb zu rechnen. Wir liefen weiter auf der Suche nach einem Bankomaten. Unterwegs begegneten wir der Hafen-Sicherheitspatrouille.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-grune-hafenshuttle">Das grüne Hafenshuttle</h2>



<p>Die zwei Sicherheitskräfte deuteten auf ein Häuschen beim Zaun, der das Hafengelände absichert. Zudem erwähnten sie ein grünes Hafenshuttle, welches uns zum Bankomaten bringen würde.  Beim Häuschen waren weitere uniformierte Sicherheitsleute. Einer bot uns seinen Granatapfel an. Wir setzen uns auf die Bank beim Häuschen. Der grüne Shuttle fahre nicht, sagten sie uns nach einer Weile. Wir könnten einfach zur Hauptstrasse laufen und dort ein Taxi nehmen. Optimistisch machten wir uns auf. Die Morgendämmerung war ein traumhafter Anblick. Die Hauptstrasse jedoch glich einer Autobahn. Taxis waren keine auszumachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg" alt="" class="wp-image-7519" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="mitfahrgelegenheit-an-den-rand-von-baku">Mitfahrgelegenheit an den Rand von Baku</h2>



<p> Autostopp funktionierte aber schnell. Ein älterer quirliger Herr stoppte. Er stieg aus und öffnete die Türe des Laderaums für unser Gepäck. Wir durften uns auf die Rückbank zu einem anderen Herrn setzen. Während der Tscheche in Russisch mit dem netten Fahrer sprach, nickte ich immer wieder ein. Ein Gefühl von Geborgenheit und unendlicher Dankbarkeit erfüllte mich. Ich fühlte mich total sicher und behütet. Als mich der Tscheche mit einem Schubser weckte, waren wir bereits im Einzugsgebiet der öffentlichen Busse von Baku.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="busfahrt-ins-zentrum-von-baku">Busfahrt ins Zentrum von Baku</h2>



<p>Inzwischen war es Tag. Unser Fahrer half uns hier den richtigen Bus (Nr. 195) zu erwischen. Er bezahlte sogar für uns das Busticket. Wir schenkten ihm die letzen zwei Dosen Bier aus Kasachstan. Die Sitzplätze im Bus waren alle besetzt. Wir quetschten uns mit unserem Gepäck im den Gang zwischen die stehenden Pendler. Auf beiden Seiten der Strasse wippten unzählige Ölpumpen vor sich hin. Langsam näherten wir uns dem Stadtzentrum von Baku. Dort stiegen wir aus und fanden bald einen funktionierenden Bankomaten. Das Stadtzentrum machte einen sehr modernen und sauberen Eindruck. Wir suchten ein Café zum Frühstücken. Mein Versuch spontan einen Couchsurfing Platz zu finden, scheiterte vorerst. Ich beschloss mit dem Tschechen in ein <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/">Hostel</a> im Zentrum zu gehen. Dort angekommen war ich so müde, dass ich den Nachmittag mit Schlafen verbrachte.</p>



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<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 21:20:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>
		<category><![CDATA[Biometrische Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Direktzug]]></category>
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<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/ticket-nach-vietnam-nachtzug-von-nanning-nach-hanoi/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine beliebte Art von China nach Vietnam zu reisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="http://bue.li/reisen/alben/China/mediafiles/l99.jpg" alt="Ticket nach Vietnam"/><figcaption>Das Ticket nach Vietnam ausgestellt in mehreren Sprachen inklusive Deutsch (<a href="http://bue.li/reisen/alben/China/pages/page_99.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht die einzigen Westler mit einem Ticket nach Vietnam</h4>



<p>Mit uns im Abteil waren zwei Jungs. Der eine war ein Amerikaner und der andere ein Chinese, welcher in Amerika studierte. Bevor der Amerikaner wieder nach Hause fliegen würde, wollten die beiden noch kurz nach Hanoi und an die <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/04/28/coto/">Ha long Bucht</a>. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Grenzübertritt in zwei Etappen</h4>



<p>Die Grenzbahnhöfe von China und Vietnam liegen etwas 45 Zugminuten auseinander. Um die Ausreise aus China abzuwickeln wurde um 22:30 angehalten, gegen 23 Uhr waren wieder alle Passagiere an Board. Gegen 23:45 gings weiter Richtung Vietnam. Den vietnamesischen Grenzbahnhof erreichten wir gegen 00:30. Dort mussten wir ebenfalls wieder mit allem Gepäck aussteigen. Da die Vietnamesen nur einen Schalter offen hielten, dauerte die Einreise etwas länger als die Ausreise aus China. Wir machten es uns im Wartesaal bequem, statt ewig Schlange zu stehen. Schneller ging es sowieso nicht. Eine ungeduldige Reisende wurde immer wieder zurück gewiesen und kam schliesslich als Drittletzte vor uns an die Reihe. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Geldwechseln am mitten in der Nacht</h4>



<p>Während dem Warten wechselten wir hier ersten vietnamesischen Bahnhof unsere übrigen RMB in vietnamesische Dong um. Im Vergleich zur chinesischen Währung ist der Dong fast nichts wert. So wird man schnell zum Millionär.</p>
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