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	<title>Altstadt Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<title>Altstadt Archive - slow travel to asia.ch</title>
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		<title>Mehrfach zu Gast in Lahore</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2020 12:18:00 +0000</pubDate>
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<p>Heute konnten wir tatsächlich unsere Pässe mit dem Indien-Visum auf der Agenturfiliale in Lahore abholen. Denn der Abholschalter für Pässe &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/02/03/mehrfach-zu-gast-in-lahore/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Mehrfach zu Gast in Lahore</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Heute konnten wir tatsächlich unsere Pässe mit dem <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/18/indien-visum/">Indien-Visum</a> auf der Agenturfiliale in Lahore abholen. Denn der Abholschalter für Pässe war im Gegensatz zum Rest der Agentur auch samstags geöffnet. Danach gönnten wir uns ein Eis. Es war das teuerste Eis meiner Reise, 10 Mal teurer als in Faisalabad. Die drei gelangweilten Angestellten schalteten für uns etwas westliche Popmusik ein. Bis auf die Ecke der Toiletten, war das Lokal schön dekoriert und grosszügig möbliert, aber wir waren die einzigen Gäste. Die Eisdiele sei eine ausländische Marke, daher der hohe Preis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_5980.jpg" alt="Andersen's Ice Cream" class="wp-image-11216" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_5980.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_5980-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_5980-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_5980-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein leckeres Eis. Was danach übrig blieb:  Pappbecher, Serviette und Plastiklöffel. Alles zum wegwerfen.</figcaption></figure>



<p> Zurück bei unserem Gastgeber trafen wir Chris, ein deutscher Couchsurfer. Er war mit einem anderen Couchsurfing-Gastgeber bei unserem zum Abendessen zu Besuch. In Pakistan wollte er herausfinden, ob es möglich wäre in Pakistan mit seinem&nbsp;kleinen Hilfswerkaktiv zu werden. Die Organisation bildet Menschen in Methoden zum Umgang mit&nbsp;Traumta&nbsp;aus. Chris ist dafür in seiner Freizeit aktiv.&nbsp;Zudem war er in Kontakt mit dem Verband&nbsp;der Parcours Sportler&nbsp;von Pakistan,&nbsp;da er selbst ein angefressener Parocour Sportler ist.&nbsp;Bevor Chris nach Hause ging&nbsp;verkaufte ich&nbsp;ihm&nbsp;meinen Baluchistan-Anzug.&nbsp;Denn in Indien wollte ich von weitem lieber nicht wie ein Pakistaner aussehen, sicher ist sicher.</p>



<h4>Von Lahores Altstadt ans Musikfestival</h4>



<p>Am zweiten Tag in Lahore, begaben wir uns in die Altstadt, wo wir eine Moschee in einem Park und am Abend ein Musikfestival besuchten. Das Festival war von&nbsp;der Süssgetränkfirma&nbsp;gesponsert, welche das&nbsp;unbemerkt saure, total&nbsp;übersüsste&nbsp;dunkle amerikanische&nbsp;Getränk herstellt.&nbsp;Daher war der Eintritt kostenlos. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6031.jpg" alt="Musikfestival" class="wp-image-11232" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6031.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6031-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6031-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6031-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Situationsplan des zweitägigen Lahore Music Meet.</figcaption></figure>



<p>Es spielten lokale Bands, wohl&nbsp;auch gegen kleine Gagen. Wir sassen dort, der Musik lauschend, als ein Mann kam und anfing uns zu verehren. Nach einer Weile brachte er alle möglichen Softdrinks. Als später ein Freund unseres Gastgebers dazu kam, erklärte er uns, dass dieser Mann versuche so Getränke zu verkaufen. Er bringe sie und sobald man eines trinke, werde er kommen und einkassieren. Auch eine Verkaufstaktik: tun als wär’s ein Geschenk und dann Rechnung stellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6030.jpg" alt="Musikfestival" class="wp-image-11231" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6030.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6030-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6030-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6030-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Musikfestival für lokale Bands gab Band eine Chance vor Publikum auf einer Bühne zu spielen.</figcaption></figure>



<h4>Eingeladen zur Tafelrunde</h4>



<p>Bereits vor langer Zeit hatte ein Couchsurfing-Gastgeber aus Lahore uns angeschrieben und zum Abendessen eingeladen. Er habe eine Mission und diese nimmt er offenbar sehr ernst. Er versucht möglichst alle Gäste, die in Lahore sind, einmal zu einem Abendessen in sein Lieblingsrestaurant einzuladen. Als wir unseren Gastgeber darauf ansprachen, wusste er genau von wem wir eingeladen wurden. An diesem Abend waren wir offenbar nicht die einzigen Gäste in Lahore. Er hatte nebst uns auch noch ein Paar aus Malaysia und deren Gastgeber eingeladen. So dauerte es eine Weile, bis wir herausgefunden hatten, wer der beiden uns den nun eingeladen hatte.</p>



<h4>Fliegender Gastgeberwechsel innerhalb Lahore</h4>



<p>Das Gespräch&nbsp;in&nbsp;der grossen Runde&nbsp;wurde zwischendurch zu einem Durcheinander von Einzelgesprächen. Der Gastgeber des anderen Paars&nbsp;meinte, es&nbsp;sei&nbsp;schade, dass wir morgen schon ausreisen wollten. Denn ein Parteifreund von ihm suche noch Expats und Touristen, die in seinem neuen Tourismus Fernsehkanal einen Teil der Moderation übernehmen würden. Später fragten wir wie man eigentlich am besten zur indischen Grenze komme. Das Pärchen aus Malaysia zögerte kurz beim Vorschlag mit uns ein Taxi zu teilen um dorthin zu kommen. Worauf sich direkt deren Gastgeber einklinkte und bekannt gab, dass sein Assistent die beiden morgen an die Grenze bringe. </p>



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<p>Wir könnten gerne auch mitfahren, sagte er weiter. Und fügte gleich bestimmt an, dass es dafür am einfachsten wäre, wenn wir heute Abend bei ihm übernachten würden. Dagegen war nichts einzuwenden. Nach dem Essen durften wir bei ihm ins Auto steigen. Er fuhr bei unserem bisherigen Gastgeber vorbei. Diesem erklärten wir kurz die Lage und bedankten uns für seine Gastfreundschaft. Unser neuer Gastgeber fuhr in ein gehobenes Viertel von Lahore. Es war offenbar das Haus seiner Eltern. Diese sahen wir jedoch nicht. Dafür öffnete sein Assistent die Haustür und wollte uns mit dem Gepäck helfen. Sie führten uns in den zweiten Stock. Ein Zimmer mit privatem Bad und Frühstück gegen 9 Uhr, kurz es war als wären wir im Hotel.</p>



<h4>Ein Tag länger Pakistan aus Neugierde</h4>



<p>Soodeh und ich waren beide sehr neugierig auf das TV Casting. Am Morgen fragten wir unseren Gastgeber ein paar Details dazu. Er meinte, dass die Grenze auch am Tag vor dem pakistanischen Kashmir-Tag vom 5.Februar offen sein sollte. Wir machten aus, dass wir an der Grenze nachfragen wollten, ob sie tatsächlich morgen offen sei. Falls uns dies dort bestätigt werde, dann würden wir für das TV Casting zurückkehren. Die Grenzbeamten bestätigten uns, dass die Grenze am nächsten Tag offen sein würde. Das Paar aus Malaysia verabschiedete sich und wir fuhren mit dem Assistenten wieder zurück. Er wollte uns nun die Stadt zeigen. Als&nbsp;wir am Eingang&nbsp;zu&nbsp;einem Garten den Eintritt bezahlen wollten, bemerkten wir erst, dass wir ja allen&nbsp;pakistanischen Cash bereits am Vorabend in indische Rupien getauscht hatten. Der Assistent und jetzt unser Chauffeur schlug vor in den Park mit dem pakistanischen Gründungsdenkmal zu gehen. Dort kam noch ein Freud von ihm dazu. Mit den beiden verbrachten wir den Rest des Vormittags und den halben Nachmittag.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6051.jpg" alt="" class="wp-image-11237" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6051.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6051-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6051-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6051-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mädchen fotografieren sich mit dem Gründungsvater von Pakistan <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali_Jinnah" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Muhammad Ali Jinnah</a>.</figcaption></figure>



<h4>Explosion unterschiedlicher Erwartungen</h4>



<p>Gegen Abend fuhren wir zum Firmensitz des Tourismus TV Kanals, diesmal mit unserem Gastgeber persönlich. Dass Treffen war im Büro des künftigen TV-Kanal Inhabers angesetzt. Als wir nach einigen runden durch das grosse Gelände mit Restaurants und Pools schliesslich dort ankamen, sassen dort bereits einige andere Gäste. Sie waren mit unserem Gastgeber bekannt. Bis auf einen, ein deutschen Youtuber. Diesen trafen heute alle das erste Mal, sein Name <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/channel/UCrFWhlHv001rC2lzb2FEhag/" target="_blank">Chris Betzmann</a>. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6076.jpg" alt="Chris Betzmann neben Awais Younas" class="wp-image-11241" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6076.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6076-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6076-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6076-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Links unser Gastgeber Awais Younas und rechts Chris Betzmann, oben die Erinnerungen des Chef im Büro.</figcaption></figure>



<p>Dieser machte einen sehr angespannten und entnervten Eindruck auf uns. Etwa im fünf Minuten Takt fragte er nach dem offiziellen Beginn der Sitzung und den Traktanden. Zudem müsse er nun wissen, was sein Honorar sein werde und wann der Dreh stattfinde. Der Boss im Raum ging darauf jedoch nicht ein und meinte nur beschwichtigend, dass man bestimmt eine zufriedenstellende Lösung finden werde. Zuerst finde bald ein Casting statt. Darauf erschien ein Kellner und fragte nach unseren Wünschen für Getränke.</p>



<h4>Auf die Getränke folgen Snacks</h4>



<p>Herr Betzmann liess nun verlauten, dass es ihm hier zu unprofessionell zugehe. Es sei daneben, dass er hier nun schon eine ganze Stunde warte ohne weitere Informationen zum Projekt zu erhalten. Statt mehr Informationen, kamen bald die feinen Säfte. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6078.jpg" alt="Säfte" class="wp-image-11243" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6078.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6078-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6078-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6078-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ananassäfte dekoriert mit farbigen Plastikstrohhalmen auf dem Salontisch im Chef Büro des TV Kanals.</figcaption></figure>



<p>Auf keine von Betzmanns Forderungen wurde eingegangen. Bald darauf verliess er konsequenterweise das Meeting frühzeitig. Uns hätten die nachgefragten Informationen zwar auch interessiert, aber wir waren mehr zum Spass und ohne spezifische Erwartungen hier. Deutsche Geschäftigkeit war hier auf gastfreundliche pakistanische Unternehmensimprovisation geknallt. Kurz vor dem Verduften des deutschen Gastes, folgten den Drinks einige frittierte Snacks. Inzwischen sassen wir auch etwas mehr als eine Stunde auf dem Bürosofa. Als die Snacks gegessen waren fragte ich nach, ob fotografieren im Büro erlaubt sei. Im Land der Selfies gab es dagegen natürlich keine Einwände.</p>



<h4>Doch noch zum Casting</h4>



<p>Wir kamen mit den anderen Anwesenden ins Gespräch und beschäftigten uns nun mit dem aufliegenden Brainstorming-Zettel, auf dem Ideen für die Sendungen notiert waren. Wir sollten uns überlegen, bei welcher Episode wir gerne moderieren möchten. Ein pakistanischer Casting-Teilnehmer erklärte mir, dass er sein Englisch und sein Selbstvertrauen vor allem im Toastmaster-Club für öffentliches Reden verbessert habe. Solche Klubs gebe es überall, er könne dies nur empfehlen. Eine Weile später stiess noch eine Expat dazu. Sie sei mit einem Pakistaner verheiratet und versuche nun in der Tourismusbranche tätig zu werden. Gerade komme sie von einer Eröffnung eines Themen-Restaurants, die sie organisiert habe. Sie fliege noch heute nach Amerika. Daher wurde «offfff cooaaarse» ihr der erste Slot des Castings zugeteilt. Die Castings fanden in einem, noch nach frischer Farbe riechenden, grünen Raum statt. Es sei gut, dass wir keine grünen Kleider trügen.</p>



<h4>Improvisieren vor grünem Hintergrund</h4>



<p>Nach knapp 3 Stunden war ich an der Reihe. Das Warten hatte sich gelohnt. Im Casting Raum kümmerten sich nun vier Profis um meine korrekte Position vor dem grünen Nichts bzw. vor der Kamera. Der Regieassistent zeigte mir ein Bild von einem Gebäude in Pakistan. Nachdem er mir die dazugehörige Jahreszahl und den Namen verriet, forderte er mich zum Improvisieren auf. Nach dem zweiten «Take» waren sie zufrieden. Mit ein paar Komplimenten wurde ich verabschiedet. Etwas später kam die Regie mit einem USB Stick ins Büro, um die Filme zu zeigen. Zum Abschied erhielten wir die aufklappbare Visitenkarte des TV-Kanal Inhabers. Das Casting hatte stattgefunden, mehr Informationen zum Projekt gab es jedoch keine. Die Regie werde sich in den nächsten Monaten bei uns melden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6090.jpg" alt="Chauffeur in Lahore" class="wp-image-11248" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6090.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6090-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6090-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-02-03_Lahore/IMG_6090-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Abschiedsfoto mit dem Assistenten unseres Gastgebers am Parkplatz an der Grenze zu Indien.</figcaption></figure>



<p>Am nächsten Morgen führte uns der Assistent von unserem Gastgeber das zweite Mal zur Grenze. Diesmal überquerten wir diese tatsächlich. Bye Bye <a href="http://slowtraveltoasia.ch/category/pakistan/">Pakistan</a>, see you later!</p>
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		<title>Strand, Innenstadt, Strand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 11:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
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<p>Gegen elf fuhren wir ins Fischerdorf bei Bushehr namens Heleyleh. Dort wollten einige der Klasse mit uns picknicken. Jemand brachte &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/27/strand-innenstadt-strand/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Strand, Innenstadt, Strand</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Gegen elf fuhren wir ins Fischerdorf bei <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/27/strand-innenstadt-strand/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bushehr</a> namens Heleyleh. Dort wollten einige der Klasse mit uns picknicken. Jemand brachte frischen Fisch und grillierte diese. Eine traditionelle Musikformation kam vorbei um für uns lokale Musik zu spielen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7-1024x768.jpg" alt="Am Strand von Heleyleh" class="wp-image-9421" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7-1024x768.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7-768x576.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7-624x468.jpg 624w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/Unknown-7.jpg 1032w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Nach dem Ständchen der Musikformation versuchten wir den Instrumenten einige Töne zu entlocken. </figcaption></figure>



<p>Schliesslich hiess es, wir sollten nun zum Hafen von Heleyleh mitkommen. Dort wartete ein Freund eines Schülers. Dieser war Fischer und er wollte mit uns eine Spritztour auf dem Meer machen. Die Hafenpolizei von Heleyleh wurde darauf aufmerksam, dass zwei Ausländer im Hafen waren. Nun musste der Bootsführer zuerst eine Bewilligung einholen. Nach etwa 10 Minuten war es geregelt und wir fuhren hinaus, kamen jedoch sehr bald zurück. Wir mussten das Boot wechseln, der Motor sei zu schwach für eine richtige Spritztour. Tatsächlich, mit dem zweiten Boot war es einiges amüsanter über die Wellen zu springen. </p>



<h4>Konzert im Café</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3592.jpg" alt="Neyambun" class="wp-image-9415" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3592.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3592-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3592-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3592-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Am Abend waren wir noch kurz auf dem Fischmarkt  und auf dem Fisch Bazar von Bushehr. Unser Gastgeber zeigte uns eine Bar, die wie ein Schiff aussah. Weil hier bei einem Konzert Gäste getanzt hatten, schloss die Polizei das Kaffee. Dann schauten wir einem Matratzen Produzenten zu. Nachdem unser Gastgeber mit seinem sehr müden Sohn nach Hause gegangen war, spazierten wir durch die schmalen Gassen der Altstadt auf der Suche nach einer stillen Ecke. Dort tranken wir einen Teil des Weins, den wir von einem Freund geschenkt bekommen hatten. Gegen zehn Uhr gingen wir zum berühmten Kaffee Naji. Dort spielte traditionelle Musik auf. Das Café ist so klein, dass die Besucher nur im Turnus ans Konzert kommen dürfen. Jeder Turnus dauert etwa eine halbe Stunde. Davor und danach kann man vor dem Kaffee zuhören. </p>



<h4>Campieren im Reishehr Park</h4>



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<p>Ein Zuhörer gab uns seine Visitenkarte. Wir könnten mit ihm die Tage kostenlos Paragliding machen kommen. Nach Mitternacht suchten wir eine Mitfahrgelegenheit zu einem Park am Meer. Dort wollten wir zelten. Ein junger Mann nahm uns mit. Die Plätze, die er uns zeigte, waren nicht zum Campen tauglich. Es war nicht klar, ob das  Meer dort über Nacht der Flut wegen ansteigen würde. Schliesslich brachte er uns bis zum Reishehr Park, am gleichnamigen Strand.</p>



<h4>Einladung im Reishehr Park</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3606.jpg" alt="Picknick" class="wp-image-9417" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3606.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3606-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3606-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-27_Busheher/IMG_3606-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Spontan zum Mitessen bei einer Geburtstags Grillade  eingeladen </figcaption></figure>



<p>Den Morgen genossen wir im Park. Bevor wir los gingen, verschenkten wir einige Limetten an eine Gruppe von Menschen, die sich zu einem Picknick getroffen hatten. Einer der Gruppe verriet Soodeh, dass er heute Geburtstag habe. Wir sollten doch bitte mit ihm Geburtstag feiern. Und schon waren wir wieder von fremden netten Menschen zu einem reichhaltigen Picknick eingeladen. Später erfuhren wir, dass die Gruppe eine Englischklasse derselben <a rel="noreferrer noopener" href="http://kanoonzabanmarefat.com/" target="_blank">Sprachschule</a> sei, welche wir am Tag zuvor im Deutschunterricht besucht hatten. Als wir aufbrachen, wollte uns ein junger Man aus der Gruppe zur Hauptstrasse fahren. Von dort fanden wir dann bald eine Mitfahrgelegenheit. </p>
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		<title>Tiflis Nightlife &#8211; Tbilisi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2019 22:43:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Filmabend]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>
		<category><![CDATA[Tiflis]]></category>
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<p>Das Nachtleben von Tiflis bzw. Tbilisi bietet einiges. Von Kino über Theater bis zu Nachtclubs oder einer romantischen Bootfahrt ist &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/24/tiflis-nightlife-tbilisi/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Tiflis Nightlife &#8211; Tbilisi</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Das Nachtleben von Tiflis bzw. Tbilisi bietet einiges. Von Kino über Theater bis zu Nachtclubs oder einer romantischen Bootfahrt ist alles möglich. Als Ausgangsmeile jedoch gilt klar die&nbsp;Shardenistrasse. Hier spielt sich das Nachtleben von Tiflis ab. Die meisten Clubs und Bars des Tiflis Nightlife befinden sich daher in der&nbsp;Shardeni&nbsp;Strasse und deren nahen Umgebung. Zudem sind hier viele beliebte Restaurants, Strassenkaffees und Galerien. Ein Besuch lohnt sich auch tagsüber. Es finden oft Ausstellungen, Veranstaltungen und Konzerte statt. Zur Geschichte der Strasse und Ihrem Namen mehr weiter unten.</p>



<h1>Ab ins Kino oder ins Puppentheater oder in einen Nachtclub?</h1>



<p>Du möchtest gerne den neusten gewaltigen Streifen oder eine neue romantische Kreation aus Hollywood geniessen? Eines der bekannten Kinos des Tiflis Nightlife ist das Amirani Cinema Plaza. Dieses hat sogar ein eigenes Program für englisch sprachige Filme. Ein älteres Kino mit etwas mehr architektonischem Charm ist das <a href="http://www.rustaveli.com.ge" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rustaveli</a> Cinema. Etwas günstiger ist das <a href="https://www.facebook.com/cavea.ge/">Cavea</a> Cinema. Bestimmt findest du in einem der Kinos etwas passendes. Falls doch nicht, schau dich in der Ausgangsmeile um. Und übrigens, seit 1981 gibt es in Tifilis auch ein Puppentheater. Es befindet sich an der Shavteli Strasse und heisst Rezo Gabriadze Marionette Theater.</p>



<h2>Welcher Club des Tiflis Nightlife passt zu dir?</h2>



<p>Die Clubs in der Ausgangsmeile sind nicht weit voneinander entfernt. Du könntest also einfach losziehen. Doch wer landet nicht gerne direkt einen Volltreffer? In welchen Club also gehen? Das ist selbstverständlich Geschmacksache. Die meisten Clubs haben sich auf ein Genre spezialisiert, hier hab ich einige für dich zusammengestellt.<br>Für <strong>Rock</strong> Liebhaber bietet sich selbstverständlich das <a href="https://www.hardrockcafe.com/location/tbilisi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hardrock Café</a> an. Hardrock Cafés haben jedoch ihren Preis. Etwas günstiger ist das <a href="https://www.facebook.com/oldlondontbilisiamst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">old London</a>, ein British Pub oder das nahe gelegene <a href="https://www.dubpub.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dublin</a>. Dieses hat regelmässig <strong>Live Rock Musik</strong>. Und es ist deutlich günstiger als das Hardrock Café. Das Dublin ist nicht zu verwechseln mit dem Irish Pub in der Shardeni Strasse.<br>Wer sich lieber von <strong>Techno</strong> zudröhnen oder bewegen lässt, wird am Bassiani Club an der Tsereteli Strasse gefallen finden.<br>Musikalisch Abwechslungsreicher geht’s im <a href="https://www.facebook.com/club1011/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Club 10/11</a><strong> </strong>zu und her. Hier wird alles gespielt was die Party Stimmung anhebt, seien es die <strong>internationalen oder georgische Hits</strong>. Manchmal kann man hier auch mit einem Live Gigs oder einen bekannten DJ abfeiern.</p>



<h2>Alles für den Abend an einem Ort: Unique</h2>



<p>Wer es gerne&nbsp;bequem und&nbsp;abwechslungsreich mag, dem&nbsp;sei&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/nightlife.georgia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unique</a>&nbsp;empfohlen.&nbsp;Drei in Eins, beschreibt den Ort in aller Kürze. Unique ist nicht nur ein Club, sondern&nbsp;bietet ebenfalls ein <strong>klassisches Restaurant</strong> und eine Terrasse mit Bar. Dies alles&nbsp;auf drei Etagen,&nbsp;schön getrennt und doch sehr nah.&nbsp;In einer grösseren Gruppe&nbsp;im Tiflis Nightlife unterwegs?&nbsp;Alles an einem Ort,&nbsp;erspart&nbsp;mühsame Koordination &#8211; «Wo seid Ihr?» «Wir sind hier und Ihr?».&nbsp;Es bleibt mehr Zeit zum Geniessen. Warum nicht direkt in die Bar oder in den <strong>Club</strong>,&nbsp;statt zuerst ins Restaurant? Sobald der Heisshunger zuschlägt ist die Restauration nur ein paar Stufen entfernt.&nbsp;Das&nbsp;Suchen&nbsp;dernächsten Imbissbude&nbsp;fällt weg.&nbsp;Die Vorteile dieser Kombination haben allerdings Ihren Preis.&nbsp;Das Ensemble aus Restaurant, <strong>Terrassenbar</strong> und&nbsp;Club ist im oberen Preissegment angesiedelt.&nbsp;Reservationen fürs Restaurant werden per Telefon entgegen genommen:+995 598 32 93 61; +995 577 30 60 70; +995 557 18 34 43;&nbsp;Auskünfte und mehr Informationen:&nbsp;+995 555 38 37 48;&nbsp;<a>uniqueisterika@gmail.com</a></p>



<h2>Doch lieber etwas Folklore?</h2>



<p>Das Ensemble der Georgischen Folklore Lieder <a href="http://basiani.ge/en/about" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Basiani</a> wurde im Jahr 2000 gegründet, 2013 wurde es als staatliches Ensemble anerkannt. </p>



<h1>Die Geschichte zum Namen der&nbsp;Shardeni&nbsp;Strasse</h1>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://img.itinari.com/page/content/original/6d6c365f-c56a-4e12-9cb1-2d04f423c51a-istock-1204150456.jpg?ch=DPR&amp;dpr=2&amp;w=994&amp;s=aa3548d1028d19e313d7ae10b1231168" alt=""/><figcaption>Bildquelle: <a href="https://www.itinari.com/shardeni-street-the-center-of-the-city-s-cultural-and-social-life-pp3f">Itinary</a> © iStock / k_samurkas</figcaption></figure>



<p>Früher hiess die&nbsp;Shardeni&nbsp;Strasse «dunkle Gasse». Diese schmale, enge Gasse in der Altstadt befand sich am selben ort wie die Shardeni Strasse heute. Sie war das Zentrum des kulturellen und sozialen Stadtleben. Die Strasse war als Markt konzipiert und daher überdacht. Somit war es in dieser Gasse dunkel. Im zwanzigsten Jahrhundert (1981) wurde die Strasse erneuert und in Shardeni Strasse umbenannt. Dies Zu ehren von&nbsp;Jean-Baptiste&nbsp;Chardin.&nbsp;Dieser Franzose veröffentlichte nach seinem Besuch von Georgien&nbsp;im siebzehnten Jahrhundert ein Buch. Dieses enthielt eine Karte von Tiflis.&nbsp;Es&nbsp;ist die einzige überlieferte Karte des alten Tiflis.&nbsp;Dafür war Georgien ihm so dankbar, dass sie die Strasse nach ihm benannten.</p>



<h2>Wer war Jean Chardin?</h2>



<p>Jean-Baptiste&nbsp;Chardin&nbsp;war ein Sohn einer französischen&nbsp;Juweliersfamilie. Er war zwar ein erfolgreicher Juvelier, doch seine Familie waren&nbsp;Protestanten. Diese hatten es mit den Katholiken in Frankreich nicht ganz einfach. Daher beschloss der junge Jean-Baptiste Chardin sein Glück ausserhalb seines Heimatlandes zu suchen. Er wurde bald ein privater Handelsman für den persischen&nbsp;Shah Abbas II.&nbsp;So reiste er viel und oft und besuchte auch Georgien. In seinem Buch über seine Reisen lobte er&nbsp;die Georgier&nbsp;später&nbsp;als höfliche und gastfreundliche Menschen mit einer mutigen und bescheidenen Art. Er beschrieb die Georgier als ein Volk, welches seine Kultur und Traditionen pflege und respektiere. Insbesondere schätzte er die Redefreiheit sowie die Religionsfreiheit. Tiflis betitelte er sogar als die schönste Stadt der Welt. Scheinbar war er vor allem von ihrer Einfachheit und den Kontrasten angetan.</p>



<h1>Suchst du eine Stadtführerin?</h1>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg" alt="Stadtführerin Tekla" class="wp-image-7674" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Unterwegs in Tiflis bei Nacht mit Tekla Nasyidashvili.</figcaption></figure>



<p>Tekla Nasyidashvili ist Tourismusfachfrau und Stadtführerin. Sie kennt Tiflis wie ihre eigene Hosentasche. Was immer du in Tiflis suchst, kaufen oder wissen möchtest, Tekla kann dir bestimmt weiterhelfen. Schreib ihr auf  Whatsappp: +995 598 61 10 11.</p>



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		<title>Durch den Regen nach Tiflis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 15:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
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<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Durch den Regen nach Tiflis</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und alles Gute“ durch den Regen. Nicht lange später kam ein Auto angefahren. Die beiden Männer hinter den angelaufenen Scheiben nahmen mich mit nach Zagatala. Dort zeigten sie mir, wo die Marshrutka Richtung Georgien fährt. Am Bushäuschen fragte ich erneut nach. Schliesslich kam eine Marshrutka. Sie fuhr jedoch nur bis Balakon. Um nach Georgien bzw. Tiflis zu fahren, müsse man nun umsteigen. Am Parkplatz standen zwei Marshrutkas mit georgischem Kennzeichen. Im wartenden Bus sassen bereits zwei Passagiere. Es dauerte eine Weile bis ich herausfand, dass der Bus erst in gut einer Stunde fahren würde. Somit hatte ich nun noch Zeit hier im Restaurant einige aserbaidschanische Manat zu verprassen. Als der Bus schliesslich losfuhr, ging es nicht lange und wir erreichten die Grenze.</p>



<h4>Über die Brücke nach Georgien gehen</h4>



<p>Da man mir versicherte, dass der Bus über die Grenze fährt, liess ich mein Gepäck im Bus. Zusammen mit anderen Passagieren, spazierte ich über die Grenze. Allerdings verlor ich bald die Übersicht, wer sonst noch im Bus gewesen war. Ausreise und Einreise waren bald erledigt. Dazwischen lag nur eine kleine Brücke, die über einen Bergbach führte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg" alt="" class="wp-image-7665" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Blick zurück nach Aserbaidschan von der Brücke über dem Grenzbach Matsimistsqali.</figcaption></figure>



<p>Auf der georgischen Seite konnte ich nach der Einreise auch unkompliziert meine letzen aserbaidschanischen Manat in georgische Lari tauschen. Nun wartete ich auf den Bus. Als er schliesslich erschien, wurde ich herbeigerufen. Ich musste kurz mit dem Zöllner sprechen. Er wollte wissen, ob der Rucksack im Bus meiner sei. Als ich ihm dies versicherte, liess er den Fahrer und uns Passagiere einsteigen und weiterfahren.</p>



<h4>Umsteigen in Lagodekhi</h4>



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<p>Der Bus fuhr jedoch anscheinend doch nicht nach Tiflis. Denn bereits im ersten Ort nach der Grenze, in Lagodekhi, wurde ich gebeten auszusteigen. Nun musste ich an einem Schalter ein Ticket nach Tiflis (10 Lari) kaufen. Damit durfte ich in die bereitstehende Marshrutka einsteigen. Diese fuhr kurz darauf in Richtung Tiflis los. Unterwegs hielten wir bei einer Ansammlung von Marktständen. Dort wurden lokale Spezialitäten wie <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/">Churchkhela</a> (ჩურჩხელა) und <a href="https://youtu.be/T07LCm9tjgM">Lavashana</a> verkauft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg" alt="Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern Churchkhela." class="wp-image-7667" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Churchkhela</a>.</figcaption></figure>



<p>Später sprach ich mit meinem Sitznachbarn. Er brachte mir einige Georgische Worte und Speisen (Lakman, Shashlik, Samsa) bei. Als wir Tiflis erreichten, begleitete er mich zur Metrostation und spendierte mir die Fahrt mit seiner Metrokarte. Von der Metrostation war es nicht weit zum Hostel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg" alt="erste Bekanntschaft in Tiflis" class="wp-image-7672" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Selfie in der Metro von Tiflis mit dem netten Georgier, der mir die Ankunft in Tiflis erleichterte.</figcaption></figure>



<h4>Abendspaziergang mit Couchsurfing Kontakt</h4>



<p>Auf meine öffentliche Couchsurfing Anfrage haben sich Tekla und Elina gemeldet. Mit Tekla traf ich mich nach meiner Ankunft auf einen Stadtspaziergang. Wir spazierten am Sankt Gregor beim Freiheitsplatz vorbei. Dann runter in die Altstadt zum Theater und anschliessend zur Mutter von Georgien. Zum Abschluss fuhren wir mit dem Bus in den Park beim TV-Sendeturm. Am nächsten Tag trafen wir uns nachmittags nochmal für einen Spaziergang in einen der Parks von Tiflis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg" alt="Tekla und Dominique in Tiflis" class="wp-image-7674" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit meiner Couchsurfing Stadtführerin Tekla Abends auf der Fussgängerbrücke über dem Fluss Mtkvari.</figcaption></figure>



<h4>Ankunft meiner Reisebegleitung Katarina</h4>



<p>Am Abend spät, bzw. morgens früh kam Katarina in Tiflis an. Ich holte sie mit dem öffentlichen Bus ab. Für die nächsten drei Wochen würden wir zusammen durch Georgien und Armenien reisen. Nach dem Ausschlafen trafen wir den Couchsurfing Kontakt <a href="https://www.couchsurfing.com/people/elina-ke">Elina</a> zum Lunch im <a href="https://www.instagram.com/mamaterraveggie/?hl=en" class="broken_link">Mama Terra</a>. Elina sprach sehr gut English und auch etwas Deutsch. Es war spannend mit ihr zu sprechen. Sie erzählte von einem Yoga Retreat, welches sie demnächst als <a href="http://www.tbilisiyogacave.com/teachers">Yoga-Instruktorin</a> leiten würde. Später erzählte sie uns, warum sie sich von ihrem Mann scheiden liess und wie die Gesellschaft in Georgien darauf reagiert. Solche Geschichten zu hören erleichtern das Eintauchen in die lokale Mentalität und Kultur sehr.</p>
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		<title>Aserbaidschan: Schlammvulkane und Granatapfelwein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 11:48:00 +0000</pubDate>
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<p>Die Schlammvulkane von Aserbaidschan sind eine der Sehenswürdigkeiten der Region um Baku. Da wäre auch noch die Bibi Heybat Moschee, der &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/21/schlammvulkane-und-granatapfelwein/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Aserbaidschan: Schlammvulkane und Granatapfelwein</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Die Schlammvulkane von Aserbaidschan sind eine der Sehenswürdigkeiten der Region um Baku. Da wäre auch noch die Bibi Heybat Moschee, der Ateshgah Feuertempel und das Teppichmuseum. Soodeh und ich entschieden uns aber für einen Ausflug zu einem der Schlammvulkane. Nach einem gemütlichen Brunch mit Rovshan zogen wir am frühen Nachmittag los zum Schlammvulkan.</p>



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<p>Der Überlandbus fuhr gemütlich auf einer Landstrasse  mitten durch  karges Gebiet. Wo man aussteigen will, muss man dem Fahrer selber sagen. Dies bemerkten wir leider etwas zu spät. So erklommen wir die Schlammvulkane von Aserbaidschan von der anderen Seite als geplant. Ein Feldweg führt entlang einer grossen Müllhalde in die richtige Richtung. Auf der Anhöhe des vermeintlichen Schlammvulkans wurde klar, dass der Schlamm längst eingetrocknet ist. Vor uns erstreckte sich eine mini Hügellandschaft. Als Kind hätte man sich die Mondlandschaft so vorgestellt. Wir tollten etwas über die Hügelchen. Der Wind ging hier etwas stärker. Wir sahen spielende Hunde. Nicht weit unterhalb des Kraters ist ein Dorf. Das Wetter war nicht gerade bilderbuchmässig. Den Sonnenuntergang konnten wir kaum ausmachen hinter den Wolken. Vor dem Eindunkeln verliessen wir die Schlammvulkane von Aserbaidschan und waren bald wir wieder an der Landstrasse. Von dort fuhren wir mit dem Bus zurück.</p>



<h4>Doch noch auf die Flammentürme von Baku</h4>



<p>Ein weiteres Wahrzeichen von Baku nebst den Schlammvulkane sind die drei Flammentürme – flame towers. Man müsste eine wunderbare Aussicht über Baku haben von dort oben. Soodeh beschloss mit mir mitzukommen. Wir stiegen neben den Türmen aus dem Bus aus. Der Turm an der Strasse war mit einer Absperrung umzäunt. An einem Eingang stand ein Uniformierter. Wir fragten ihn, ob es möglich ist den Turm zu besichtigen. Negativ, das sei nicht möglich! Der Turm sei geschlossen. Im Turm seien Büros. Herzlichen Dank für die Auskunft. Doch eine Information ist keine Information. Wir spazierten entlang der Absperrung. Periodisch war ein Piepsen einer akustischen Geländesicherung zu hören. Bald baute sich der zweite Turm vor uns auf. </p>



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<h4>Zwei hilfsbereite Butler</h4>



<p>Ein breiter Aufgang führte zu einer Plattform vor dem Eingang des iMax Kino. Vor einer geschlossenen Türe zogen zwei Butler genüsslich an ihren dünnen Zigaretten. Wir fragten sie, ob es möglich ist den Turm zu besichtigen. Klar sei das möglich. Es gebe ein Terrassa Café. Sie würden es uns gerade zeigen. Wir warteten eine Zigarettenlänge. Dann führten sie uns durch den Eingang des iMax an der Kasse vorbei zu einem Lift. Sie lächelten und drückten die Taste 2. „This is the Terrassa Café, Reception is downstairs.“ Soodeh sah mich ungläubig an. Es musste noch einen anderen Fahrstuhlschacht geben. Vielleicht an der Reception? Wir fragten einen der Receptionisten, ob es möglich ist den Turm zu besichtigen. Klar, die Fahrstühle seien auf der anderen Seite der Lobby. Jackpot! </p>



<h4>Ein Receptionist begleitet uns</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0964.jpg" alt="" class="wp-image-7572" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0964.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0964-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0964-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0964-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Schwimmbecken der Wellness-Anlage des Hotels.</figcaption></figure>



<p>Ein Fahrstuhl kündete seine Ankunft mit einer majestätischen Melodie an. Nun erschien der Rezeptionist und drängte uns seine Begleitung auf. Er drückte Taste 28. Ein kurzer breiter Gang führte oben an die Glasfassade. Es standen edle Polstermöbel vor zwei etwas versteckten Zimmertüren. Der Ausblick war atemberaubend. Der Rezeptionist erklärte, dort vor dem <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Kaspischen Meer </a>sehe man die Baku Crystal Hall. Diese sei extra für den Eurovision Song Contest gebaut worden. Daneben sei der Nationalflaggenplatz. Wegen hohen Unterhaltskosten stehe die höchste Flagge der Welt aktuell jedoch nicht. Scheinbar direkt unter uns waren grosse Schwimmbecken zu sehen. Diese seien im fünften Stock. Sie gehörten zur Wellnessanlage des Hotels. Diese sei tagsüber auch für nicht Hotelgäste offen. Im Lift nach unten, erzählte er uns, dass in diesem Hotel russische Sprachkenntnisse Pflicht sei, um an der Reception arbeiten zu dürfen.</p>



<h4>Maleficent im iMax und Granatapfelwein in der Altstadt</h4>



<p>Soodeh war noch nie in einem 3D Kino. Deshalb beschlossen wir spontan die Gelegenheit zu nutzen. Zehn Minuten später sassen wir in einer russischen Vorführung von <a href="https://youtu.be/7nMeq6v4zmA" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Maleficent 2 (öffnet in neuem Tab)">Maleficent 2</a>. Eine Märchengeschichte mit ausreichend Action um die 3d-Effekte geniessen zu können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0984.jpg" alt="" class="wp-image-7574" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0984.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0984-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0984-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0984-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eine Familie auf dem Weg ins 3D Kino.</figcaption></figure>



<p>Mein letzter Tag in Baku verbrachte ich erneut mit Soodeh. Wir durchstreiften die Altstadt auf der Suche nach einem Weinladen. Wir wollten  Granatapfelwein degustieren. Die Verkäuferin im Weinladen behauptete, dass es diesen Wein nur in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/aserbaidschan/">Aserbaidschan</a> gebe. <em>(Nachtrag: Es gibt den Granatapfelwein auch in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/georgien/">Georgien</a> und <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/armenien/">Armenien</a>.)</em></p>
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		<title>Die ersten Tage in Baku</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2019 17:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<category><![CDATA[Bücher-Tauschecke]]></category>
		<category><![CDATA[Couchsurfing]]></category>
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<p>Am späten Nachmittag zog ich los, um Baku zu erkunden. Zuerst kaufte ich mir eine lokale SIM von Azercell. Als &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Die ersten Tage in Baku</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Am späten Nachmittag  zog ich los, um Baku zu erkunden. Zuerst kaufte ich mir eine lokale SIM von Azercell. Als ich online war, sah ich, dass mir in der Zwischenzeit ein weiterer Couchsurfing Host geschrieben hatte. Er wies mich auf eine kostenlose Filmvorführung hin und schickte mir einen weiteren Hinweis. In einer Bar sei heute Abend eine Jam-Session. Nach einem Abendessen in einem türkischen Restaurant, suchte ich die Jam Session Bar namens Arteground Baku auf. </p>



<h4>Eine Azerbeijanerin aus Nakhchivan</h4>



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<p>Dort machte ich Bekanntschaft mit zwei Aserbaidschanerinnen. Die eine sprach gut English. Sie sei in der Stadt Nakhchivan aufgewachsen. Seit dem Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien ist diese Stadt und ein grosses umliegendes Stück Land, von Aserbaidschan abgeschnitten. Um in ihre Heimatstadt zu reisen, muss sie den Umweg über Iran machen. Die live Musik in der Bar war schön und die Stimmung entspannt. Lange vor elf Uhr versabschiedeten sich die zwei Damen wieder. Ich blieb bis die Musiker ihre Instrumente zusammen packten.</p>



<h4>Besuch der Altstadt</h4>



<p>Die Innenstadt mit vielen Flanierzonen mit Sitzbänken, lud mich erneut zum Verweilen ein. Die Strassen waren alle neu und sauber. Zwischen all den Porsche Cayenne, Mercedes und Audis fühlte ich mich zeitweise fast in Zürich. Die Randsteine der Gehsteige waren durchgehend beinahe so hoch, wie an den hindernisfrei sanierten Zürcher Tramhaltestellen. Die Trottoirs allerdings wurden scheinbar vergessen. Vielleicht sind diese in der Verantwortung der Gebäudeeigentümer? Jedenfalls wechselte das Niveau hinter den hohen Randsteinen dauernd und war selten gleich hoch wie die Randsteine. Unachtsame Fussgänger, die sich in Sicherheit wähnen, könnten hier böse stolpern. In der Altstadt war alles sauber mit Pflastersteinen ausgelegt. </p>



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<p>Am Strassenrand sah ich zwei Männer ein Brettspiel spielen. Ich fragte sie mit der Translator app, wie das Spiel heisst. Oyunun adı nədir? Sie sagten sowas wie „tscheschbesch nard“. Später besuchte ich das Stadtmuseum. Es zeigte nebst den üblichen Tontöpfen, Kleider und Instrumenten auch eine moderne Kunstausstellung. Vor dem Museum war ein Stück schreckliche Geschichte sichtbar. In der Mauer waren noch die Schusslöcher einer Exekution zu sehen. Ich freute mich über die Granatäpfel im Hof und schlenderte dann durch die schmalen Gassen der Altstadt zum berühmten Maiden Turm, während ich mit einer Freundin telefonierte. </p>



<h4>Ein Bier in der &#8220;Crazzy Bear&#8221; Bar</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0905.jpg" alt="" class="wp-image-7555" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0905.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0905-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0905-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0905-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Wandposter in der Bar Crazzy Bear.</figcaption></figure>



<p>Am Abend traf ich in der Bierbar Crazzy Bear meinen Couchsurfing Kontakt. Er hatte noch einige andere Couchsurfer eingeladen. Es stellte sich heraus, dass wir an einer Internations Veransaltung waren. Auf der Bühne stand eine Sängerin, die Playback Lieder bei zu hohem Volumen wiedergab. Die <a href="https://www.internations.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Internations (öffnet in neuem Tab)">Internations</a> Organisatorin wünschte sich, dass alle mittanzen. Die Musik reizte uns jedoch überhaupt nicht dazu. </p>



<h4>Ein Club mit kostenlosem Buffet &#8211; ROOM</h4>



<p>Kurz nach Mitternacht wollte mir mein Kontakt noch den Club ROOM zeigen. Dort gebe es immer montags und mittwochs ein kostenloses Buffet. Der Club war ziemlich voll. Am Buffet gab es noch die kalten Resten eines einst grosszügigen Buffets. Für einen Mitternachtssnack war es gerade recht. Die Stimmung im Club war nicht sehr ausgelassen, die Musik mässig. Ich unterhielt mich kurz mit einem jungen Mann, welcher bei einer Ölfirma arbeitete. Er beschwerte sich, dass man auf Tinder nur Escortdamen finde. Dann zeigte er auf drei Damen im Club, welche ebenfalls Escortdamen seien. Als ich mein Bier leer hatte, verabschiedete ich mich und spazierte zurück ins Hostel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0908.jpg" alt="" class="wp-image-7557" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0908.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0908-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0908-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/165_Baku_night_live/IMG_0908-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Nachtleben von Baku, hier vor dem Club ROOM.</figcaption></figure>



<h4>Ein Zuhause in Baku</h4>



<p>Ich hatte mit meinem Kontakt abgemacht, die nächste Zeit bei ihm zu übernachten. Er bat mich vor elf Uhr bei ihm aufzutauchen. Ich machte mich also früh auf den Weg. Meine Wanderschuhe hatte ich aussen an meinen Rucksack gebunden. Als ich aus der Metro ausstieg, stellte ich fest, dass ich einen Wanderschuh verloren hatte. Es würde mir ja wohl kaum jemand in der Metro einen Schuh gestohlen haben. Ich fuhr den ganzen Weg zurück und versuchte mich zu erinnern, wo ich wohl genau entlang gelaufen war. Mein Blick schweifte fortlaufend hin und her. Zwischen zwei geparkten Autos gegenüber der Metrostation fand ich schliesslich meinen Wanderschuh wieder. Nun war ich sehr erleichtert. Der Couchsurfing Kontakt empfing mich mit einem Schmunzeln und zeigte mir dann wo ich schlafen dürfe. </p>



<h4>Von der Miete leben</h4>



<p>Das Zimmer und das Wohnzimmer waren voll mit alten Büchern von seinem Vater. Dieser sei Professor für Metallurgie gewesen. Rovshan wohnt in einem Haus mit seinem Bruder. Auf dem gleichen Grundstück befinden sich noch ein weiteres kleines und ein grosses Haus. Beide sehen noch nicht ganz fertig gebaut aus. Er sei „Landlord“ und vermiete kleine Wohnungen an Familien und Einzelpersonen. Er zählte kurz nach. Dann sagte er: &#8220;Es wohnen knapp 40 Personen auf seinem Grundstück.&#8221; Sein Vater habe mit dem Bau des zweiten Hauses angefangen und jedes Jahr eine Wohnung dazu gebaut. Er sei nun daran diese zu renovieren. Von der Miete könne er gerade leben. Später wolle er dann noch ein weiteres Stockwerk bauen. </p>



<h4>Baku ist nicht gleich Baku</h4>



<p>Am Nachmittag half ich ihm beim Aufräumen einer kleinen Renovationsbaustelle. Zudem wischten wir den Strassenrand entlang seines Grundstücks. Es kam eine ganze Schubkarre voll Abfall und Dreck zusammen. In diesem Stadtteil sah es definitiv nicht mehr so aus wie in Zürich. Die Strasse war löchrig und dreckig. Dank seiner Einladung hatte ich nun ein realistischeres Bild von Baku und dem Leben der Menschen hier. Darüber war ich froh.</p>



<h4>Zu Gast bei zwei Brüdern</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0922.jpg" alt="" class="wp-image-7566" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0922.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0922-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0922-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0922-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auf der Terrasse bei Rovshan und seinem Bruder zuhause.</figcaption></figure>



<p>Beim Frühstück lernte ich Rovshan etwas besser kennen. Sein jüngerer Bruder allerdings grüsste mich kaum und verkroch sich immer in seinem Zimmer. Rovshan entschuldigte sich dafür. Vielleicht müsse er bald mit Couchsurfing aufhören. Sein Bruder möge es nicht, dass er immer Gäste habe. Rovshan jedoch genoss die Gemeinschaft offenbar. Während meines Aufenthalts bot er weiteren 5 Gästen seine Gastfreundschaft an. Nicht alle jedoch nahmen seine Einladung an. Nach Besichtigung der einfachen Räumlichkeiten, verabschiedete sich zum Beispiel ein Paar, das mit dem Motorrad unterwegs war.</p>



<h4>Ein politisch aktiver Gastgeber</h4>



<p>Aserbaidschan ist, wie es mein Gastgeber nennt eine Präsidialdiktatur. Er selber war lange Mitglied der Oppositionspartei. Inzwischen sei er aber ausgetreten. Die Personen an der Spitze der Oppositionspartei seien auch korrupt und würden nicht mehr echte Opposition machen wollen. Eine international bekannte Anekdote ist der Eurovision Song Contest ESC. Dieser wurde 2011 in Baku ausgetragen. Dafür war in Baku extra ein Stadion gebaut worden. Als der Song des Nachbarlandes Armenien an der Reihe war, wurde er im aserbaidschanischen Staatsfernsehen stumm geschaltet. Aus Protest gab Rovshan seine Stimme Armenien. Einige Monate später wurde er dafür festgenommen. In ganz Aserbaidschan stimmten 43 Personen für Armenien. Diese beiden Reportagen von <a href="https://youtu.be/cBcPX7hWbmc">BBC</a> und <a href="https://youtu.be/SE0HmRCSkG8">Radio Liberty</a> zeigen Rovshan bei Interviews zu diesem Vorfall.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div><figcaption>Die Reportage mit Rovshan von BBC zum Vorfall in Aserbaidschan nach dem Eurovision Song Contest 2011.</figcaption></figure>



<h4>Eine unfertige Bücher-Tauschecke</h4>



<p>Rovshan hat viele Bücher von seinem Vater, die er eigentlich mal loswerden möchte. In der Mauer an der Strasse gibt es eine etwas zurück versetzte Nische. Dort könnte man einen Büchertausch einrichten. Dies schlug ich Rovshan eher im Spass vor. Er nahm es jedoch ernst. Ich dürfe gerne damit loslegen. Bald war ich mit Zement mischen und Backsteinen tragen beschäftigt. Dann holte ich ein noch intaktes Fenster aus seinem Schrottlager. Der Tag ging allerdings zu Ende, bevor das Projekt beendet war. Schliesslich fehlte es an den nötigen Schrauben und Dübeln. Vielleicht steht der Fensterrahmen immer noch in der Nische.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0955.jpg" alt="" class="wp-image-7569" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0955.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0955-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0955-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/166_Baku_new_center/IMG_0955-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Rovshan neben der unfertigen Bücher-Tauschecke am Strassenrand neben seinem Grundstück.</figcaption></figure>



<h4>Pup Crowl mit Rovshan, einem Saudi und einer Iranerin</h4>



<p>Am Abend machten wir uns bereit fürs Stadtzentrum. Während ich bereits in die Jam-Session Bar ging, wartete Rovshan noch auf eine Couchsurferin aus Iran. Im Artground Baku traf ich wieder die Azerbeijanerin aus der Stadt&nbsp;Nakhchivan&nbsp;an. Diesmal mit ihrer Arbeitskollegin, deren Freund und dessen Kumpel. Heute war die Musik etwas gewöhnungsbedürftiger und weniger fetzig. Darum verabschiedete sich das Trüppchen bald wieder. Als Rovshan und die iranische Soodeh eintrafen, waren die anderen bereits wieder weg. An diesem Abend entpuppte sich Rovshan als ausgezeichneter Bar Kenner. Wir zogen weiter ins Phoenix und Finnegans. Unterwegs trafen wir den Saudi. Im Finnegans spielte eine Hardrock Band. Zum Schluss&nbsp;wollte Rovshan noch&nbsp;ins&nbsp;Irish Pub und der Saudi insistierte darauf, uns noch zwei Runden Bier zu spendieren. Für den Heimweg bestellte uns Rovshan ein Yandex-Taxi.&nbsp;</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/">Die ersten Tage in Baku</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Das Disneyland von Usbekistan &#8211; Khiva</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/03/das-disneyland-von-usbekistan-khiva/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 18:08:00 +0000</pubDate>
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<p>Kaum war ich aufgestanden, brachte mir die Betreiberin des HostelsFrühstück. Dieses war säuberlich portioniert. Jeder Gast erhielt zwei Spiegeleier mit &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/03/das-disneyland-von-usbekistan-khiva/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Das Disneyland von Usbekistan &#8211; Khiva</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Kaum war ich aufgestanden, brachte mir die Betreiberin des HostelsFrühstück. Dieses war säuberlich portioniert. Jeder Gast erhielt zwei Spiegeleier mit einem Viertel Würstchen. Dazu gab es zwei Scheiben Käse, Wurst, Weissbrot und dunkles Brot, sowie zwei verschiedene Kekse und zwei eingelegte süsse Feigen mit einer kleinen Schale Schlagrahm und einen Krug Tee und eine Tasse Kaffee. So geht das in Khiva.</p>



<h4>Zwei Tage hinter den Stadtmauern von Khiva&#8217;s Altstadt</h4>



<p>Nach einer Weile Blog schreiben und Fotos aussortieren, machte ich mich am Nachmittag auf, um  die Altstadt zu besichtigen. Beim Tor stieg ich auf die Stadtmauer. Leider war es nicht möglich, auf der Stadtmauer um die ganze Altstadt zu gehen. Nach etwa einem Viertel der Strecke musste ich umdrehen. Ein an die Stadtmauer von Khiva&#8217;s Altstadt gebautes Gebäude versperrte den Weg.</p>



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<h4>Eine neue Altstadt entsteht</h4>



<p>Zurück beim Stadttor, schlenderte ich gemütlich eine Runde durch die Altstadt. Vereinzelt sah ich einige europäische Touristen. Hie und da hörte ich Deutsch und Schweizerdeutsch. Vor einer Moschee machte ich Halt. Das Geländer davor war mit chinesischen Baustellenschildern markiert. Die ganze Fassade war neu verputzt. Auf dem Vorplatz waren neben Sandhaufen grosse Stellwände platziert. Sie erklärten in usbekischer und chinesischer Sprache die Zusammenarbeit der beiden Länder bei der Restaurierung der Kulturdenkmäler von Khiva.</p>



<h4>Souvenirstände ohne Ende</h4>



<p>Als ich mich durch eine Gasse im Zentrum der Altstadt näherte, wurden die leeren Strassen farbig. Links und rechts war nun ein Souvenirstand neben dem andern aufgereiht. Unweit des Hostels wurde ein Teil der alten Stadtmauer neu gebaut. Die meisten Häuser hatten einen ganz flachen Lehmputz. An einigen Fassaden waren die Klimageräte in Holzkisten versteckt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924.jpg" alt="Souvenirläden hinter Khiva's Altstadt Stadtmauer" class="wp-image-7346" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Souvenirläden vor dem unvollendeten Minaret.</figcaption></figure>



<h4>Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Restaurant Terassa&nbsp;</h4>



<p>Für den Sonnenuntergang gehen die meisten Touristen auf den Wachturm. Ein ebenso schöner Ausblick hat man auf der Dachterrasse des Restaurant Terassa. Hier wird man zudem kulinarisch hervorragend versorgt. Sobald die Sonne weg ist, wird es zwar kalt. Die Farben des Himmels über Khiva in Kombination mit der historischen Kulisse bieten eine wunderbare Gelegenheit zum Fotografieren.</p>



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<h4>Ausblick vom höchsten Minarett der Stadt</h4>



<p>Wer sich am Vortag ein Ticket für das Minarett besorgt, kann ab acht Uhr direkt nach Öffnung im Minarett die 128 grossen Stufen emporsteigen. Von oben hat man eine Aussicht weit über die Altstadt von Khiva hinaus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970.jpg" alt="Blick von einem Minaret auf Khiva's Altstadt mit Stadtmauer" class="wp-image-7361" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>In der Bildmitte sieht man den Friedhof innerhalb der Stadtmauern.</figcaption></figure>



<p>In einer Ecke der Stadt entdeckte ich von oben einen Friedhof. Diesen besichtigte ich am Nachmittag. Scheinbar wurden hier die Toten innerhalb der Stadtmauer beerdigt und feinsäuberlich eingemauert. Am nächsten Morgen machte ich spontan einen Ausflug nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/06/ausflug-in-die-hauptstadt-taschkent/">Taschkent</a>.</p>
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		<title>Zugfahrt von Bukhara nach Urgentsch</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/30/zugfahrt-von-bukhara-nach-urgentsch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2019 18:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Direktzug]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Marshrutka]]></category>
		<category><![CDATA[öV]]></category>
		<category><![CDATA[Schnellzug]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Pass]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
		<category><![CDATA[Zug]]></category>
		<category><![CDATA[Zugfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Zugreise]]></category>
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<p>Der Komfort im Zug von Bukhara nach Urgentsch war vergleichbar mit einem ICE. Einzig Steckdosen waren keine vorhanden. Jedoch fand ich USB-Buchsen zwischen den Sitzen. Ich hatte mich nicht &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/30/zugfahrt-von-bukhara-nach-urgentsch/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Zugfahrt von Bukhara nach Urgentsch</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Der Komfort im Zug von Bukhara nach Urgentsch war vergleichbar mit einem ICE. Einzig Steckdosen waren keine vorhanden. Jedoch fand ich USB-Buchsen zwischen den Sitzen. Ich hatte mich nicht für den Hochgeschwindigkeitszug entschieden. Der Zug fuhr also gemächlich durch die Landschaft. </p>



<h4>Usbekisches Agrarland</h4>



<p>Die Fahrt mit dem Zug von Bukhara nach Urgentsch führte durch weites flaches Agrarland. Dieses ähnelte zeitweise den mitteleuropäischen Landschaften. Wären da nicht die Häuser in Lehmbauweise und die Baumwollfelder gewesen. Mais- und Baumwollfelder wechselten sich mit langen Baumreihen ab. Zwischen den Feldern standen kleine Traktoren. An einigen Feldern waren grosse weisse Haufen mit der Baumwollernte zu sehen. Dann veränderte sich die Landschaft markant.</p>



<h4>Usbekische Steppe</h4>



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<p>Bald waren nur noch Büsche auf sandigem Untergrund und schliesslich&nbsp;nur noch eine Düne neben der nächsten&nbsp;Düne zu sehen.&nbsp;Nun änderte sich die Landschaft nur noch unmerklich. Es erinnerte stark an den ersten Eindruck der kasachischen Landschaft auf der Fahrt nach Almaty.&nbsp;So blieb es auch.&nbsp;Fünf Stunden später&nbsp;fuhren&nbsp;wir&nbsp;im Bahnhof von Urgentsch&nbsp;ein.&nbsp;Einige Züge fahren bis Khiva andere nur bis Urgentsch. Von Urgentsch&nbsp;sind es mit dem Taxi noch 20 Minuten bis zum viel gelobten Touristen Mekka&nbsp;Städtchen&nbsp;Khiva. Einige erzählten mir, dass sie sich in die Stadt verliebt hätten. Andere meinten die Chinesen seien gerade daran ein Disneyland daraus zu machen. Bald würde ich es selber sehen.&nbsp;Statt ein Taxi kann man auch am Bahnhof den Bus zur Busstation nehmen. Von dort&nbsp;fahren&nbsp;Trolleybusse oder Marshrutkas&nbsp;nach Khiva.</p>



<h4>Zum Hostel mit Hansjörg</h4>



<p>Hansjörg erkannte mich im Zug wegen meines roten Passes als Schweizer.&nbsp;&nbsp;Er war während 10 Tagen zu Besuch bei seinem Sohn und dessen Freundin, welche mit einem Toyota Landcruiser nach Kirgistan gefahren waren. Nun war er auf dem Rückweg über Land zurück in den Aargau. Zusammen&nbsp;dankten wir allen Taxifahrern freundlich mit „niet spasiba“ und&nbsp;setzen uns in&nbsp;einen der&nbsp;Busse vor dem Bahnhof in Richtung Busbahnhof. Im Bus trafen wir auf einen englisch sprechenden Usbeken. Er deutete uns nach einer Weile auszusteigen. Er hatte leider nicht verstanden, dass wir mit dem Trolleybus fahren wollten. Wir stiegen also zu früh aus. Somit&nbsp;liefen&nbsp;wir nun von seinem Lieblingstaxistand noch das letze Stück zu Fuss zur Strasse mit den Trolleybus Oberleitungen.&nbsp;</p>



<h4>Doch Marshrutka statt Trolleybus nach Khiva</h4>



<p>Dort fuhr allerdings noch vor dem nächsten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trolleybus</a> eine Marshrutka nach Khiva ab. An einer Busstation liess uns der Fahrer in eine andere Marshrutka umsteigen. Diese war schnell voll und leerte sich auf dem Weg Richtung Khiva wieder. Wir waren die einzigen Passagiere die bis zur Altstadt von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/03/das-disneyland-von-usbekistan-khiva/">Khiva</a> mitfuhren. Dann traten wir durch das Nordtor der Stadtmauer in die Altstadt und marschierten zu dem Hostel. Sie hatten auch für Hansjörg noch ein Bett frei im Schlafsaal. Zusammen gingen mit einer deutschen Touristin Abendessen. Im Schlafsaal traf ich auf den Japaner, welchen ich bereits in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/28/noch-mehr-gebaeude-zweiter-tag-in-samarkand/">Samarkand</a> getroffen hatte. Ich blieb für drei Nächte. Er fuhr nach zwei Nächten mit seinem Motorrad weiter. </p>
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		<title>Die Lieblingsstadt der meisten Touristen &#8211; Bukhara</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/29/bukhara/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 18:39:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bukhara]]></category>
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<p>Die meisten Touristen gehen in Usbekistan nach Samarkand, Bukhara und Khiva. Diese drei relativ touristischen Destinationen Usbekistans haben eines gemeinsam: &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/29/bukhara/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Die Lieblingsstadt der meisten Touristen &#8211; Bukhara</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Die meisten Touristen gehen in Usbekistan nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/">Samarkand</a>, Bukhara und Khiva. Diese drei relativ touristischen Destinationen Usbekistans haben eines gemeinsam: sie bieten einige restaurierte historische Bauten. Bukhara war die meist beliebte Destination unter den Touristen, die ich angetroffen habe. Doch dies ist aber definitiv subjektive Geschmacksache. </p>



<h4>Touristische Destinationen sind Geschmacksache</h4>



<p>An Samarkand mögen die einen, dass sich die Touristen in der relativ weitläufigen Stadt zwischen den Sehenswürdigkeiten etwas verstreuen. In Khiva mögen die anderen, dass eben diese Sehenswürdigkeiten so nahe beieinander sind. Bukhara ist da etwas zwischendrin. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9741.jpg" alt="" class="wp-image-7297" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9741.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9741-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9741-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9741-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Lyabi Hauz Reservoir im zentrum von Bukhara.</figcaption></figure>



<p>Es gibt zwar ein klares touristisches Zentrum in der Nähe des Lyabi Hauz Reservoir. Die Sehenswürdigkeiten sind dann aber in einem Tag gut zu Fuss zu besichtigen. In Samarkand hatte ich sehr systematisch die Madrasen, Mausoleen und Moscheen besichtigt. Hier in Bukhara wollte ich nun etwas spontaner die Stadt besichtigen. Es war hier nicht mein Ziel alle historischen Gebäude zu sehen. Ich wollte lieber die Stadt und den Alltag der Menschen zwischen den Sehenswürdigkeiten entdecken.</p>



<h4>Stadtbummel mit Karin&nbsp;</h4>



<p>Auf den Nachmittag hatte ich mich mit Karin am Lyabi Hauz Reservoir verabredet. Von dort schlenderten wir durch die Gasse mit den Souvenir- und Handwerksständen. Einige Moscheen waren gerade in Renovation. Dazwischen entdeckten wir in einer Seitengasse ein mini Minarett. Auf unserem Spaziergang sahen wir zuerst die Madrasen Abdulloxon und Kosh. Zwischen diesen und der Bolohovuz Moschee turnte ich noch etwas auf einem Spielplatz. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9756.jpg" alt="" class="wp-image-7301" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9756.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9756-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9756-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/IMG_9756-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auf dem Spielplatz hinter der Bolohovuz Moschee.</figcaption></figure>



<p>Die Moschee steht neben einem alten sowjetischen Wasserturm, welcher zu einem Restaurant umgebaut wurde. Gegenüber ist die grosse Burg von Bukhara. Diese heisst Ark. In deren Museum kann man die Geschichte der Region studieren. Dafür muss man jedoch Russisch können. Am Hutstand amüsierte ich mich mit den Hüten aus Schafhaar. Beim Ausgang beobachteten wir eine Vogelfamilie. Diese hatte auf einem Bildschirm beim Museumseingangs ihr Nest gebaut.</p>



<h4>Zwischen den Sehenswürdigkeiten </h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="911" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/WhatsApp-Image5-2019-10-10-at-14.41.34.jpg" alt="" class="wp-image-7325" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/WhatsApp-Image5-2019-10-10-at-14.41.34.jpg 911w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/WhatsApp-Image5-2019-10-10-at-14.41.34-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/WhatsApp-Image5-2019-10-10-at-14.41.34-768x576.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/148_Bukhara/WhatsApp-Image5-2019-10-10-at-14.41.34-624x468.jpg 624w" sizes="(max-width: 911px) 100vw, 911px" /><figcaption>Diesem Hutverkäufer kaufte ich einen Afghani Hut ab. Diesen trage ich seither fast täglich.</figcaption></figure>



<p>Langsam etwas hungrig machten wir uns auf Richtung Stadtzentrum. Wir begegneten einem afghanischen Hutverkäufer. So einen Hut wollte ich haben. In der Nähe von Mechet Kalyan entdeckten wir ein luxuriöses Kaffee mit feinen Kuchen. Dann spazierten wir eher zufällig an zwei weiteren Madrasas vorbei (Mirzo Ulugbeck und Abdul Aziz Khan). </p>



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<p>Auf dem Vorplatz der Khazrat Shaykh Moviomo Sharif Moschee bestaunten wir das Treiben des Strassenlebens. Die Kinder fuhren auf ihren Velos im Kreis, einige Männer sassen auf Schemeln und spielten ein Kartenspiel. In einer Ecke des Platzes war ein Haufen Schutt, daneben ein altes und ein neues Auto. Hier waren wir also im Alltag der Menschen gelandet. Eine schöne Abwechslung zu der sonst eher künstlichen Atmosphäre der usbekischen Sehenswürdigkeiten.</p>
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		<title>Shangri-La &#8211; Die Stadt mit der grössten Outdoor Gebetsmühle</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/07/13/die-stadt-mit-der-groessten-outdoor-gebetsmuehle-shangri-la/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2019 07:37:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Gebetsmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
		<category><![CDATA[Shangri-La]]></category>
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<p>Wir fanden unser angepeiltes Gästehaus im Zentrum der Altstadt von Shangri-La schnell. Es lag in Sichtweite der grossen Outdoor Gebetsmühle. &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/07/13/die-stadt-mit-der-groessten-outdoor-gebetsmuehle-shangri-la/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Shangri-La &#8211; Die Stadt mit der grössten Outdoor Gebetsmühle</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Wir fanden unser angepeiltes Gästehaus im Zentrum der Altstadt von Shangri-La schnell. Es lag in Sichtweite der grossen Outdoor Gebetsmühle. Listigerweise bezeichnet das Gästehaus sich als Resortel, ein Wortspiel aus Resort und Hotel zugleich.</p>



<p><strong>Tücken eines günstigen Gästehaus mit der Bezeichnung Resortel</strong></p>



<p>Es ist jedoch klar ein Gästehaus ohne Restaurant und nichts mehr. Am Morgen bemerkten wir, dass im Bad Duschschlauch und Duschkopf fehlten. Ob diese wohl jemand mitgenommen hatte? Eher unwahrscheinlich. So waren wir etwas herausgefordert beim Duschen. Das zweite Problem war dann, dass der Abfluss scheinbar dicht hielt. Nachdem wir beides der Eigentümerin gemeldet hatten, fanden wir am Abend doch noch ein trockenes Badezimmer mit den üblichen Armaturen vor.</p>



<p><strong>Was würdest du unter dem Titel &#8220;Resortel&#8221; erwarten? Schreibe gerne unten einen Kommentar.</strong></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/20190712_101651-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4329" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/20190712_101651-1024x768.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/20190712_101651-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/20190712_101651-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Tor zum Innenhof des Gästehaus bzw. 3 are 3 <em>Resortel</em></figcaption></figure>



<h4><strong>Die kleinen Gassen der Altstadt</strong></h4>



<p>Die Altstadt war immer das Schönste in den Orten, die wir bisher besuchten. In der Altstadt von Shangri-La gibt es ganz viele kleine Gassen mit Restaurants und Souvenirshops. Es ist auch sehr touristisch, jedoch nicht so extrem wie <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/07/10/die-stadt-mit-der-kleinen-touristenaltstadt-lijiang/">Lijiang</a>. Unser Highlight war das abendliche Tanzen auf dem Dorfplatz. Alle, egal ob fremd, einheimisch, alt oder jung, tanzen traditionelle tibetische Tänze im Kreis. Die tibetische Musik animiert sehr zum Mittanzen. Es hat uns viel Freude bereitet.</p>



<h4>Ein Ausflug in die Umgebung</h4>



<p>Mit einem gemieteten Elektro-Scooter ausgerüstet, machten wir uns auf zum Napa See. Der vermeintliche See, war jedoch gerade keiner. Denn dieser Jahreszeitensee wird nur bei viel Regen zu einem solchen. Wir trafen eine grüne Sumpflandschaft mit Yaks an, die gemütlich grasten. Wir fuhren weiter von Weiler zu Weiler. Dies war nicht immer ganz einfach, weil die Feldwege teilweise mehr aus Schlaglöcher als aus Belag bestanden. Eine Herausforderung, die uns jedoch Spass machte, weil es lustig war durch die, mit Wasser gefüllten Schlaglöcher zu fahren. In einem Weiler sahen wir Frauen im Garten, andere im Fluss Wäsche waschen oder am Spazieren mit Babies.</p>



<h4>Zurück entlang dem Napahai Naturschutzgebiet</h4>



<p>Unser Rückweg nach Shangri-La sollte durch das nahe Naturschutzgebiet führen. Dies war jedoch nicht erlaubt, ohne ein Eintrittsticket zu kaufen. Am Eingang wurden überteuerte Reitrundgänge auf kleinen Pferden angeboten. Wir verzichteten und erkundeten das Gelände zu Fuss, ein  Naturreservat mit grosser Sumpflandschaft umgeben von Bergen. Für die Touristen, die ihre Schuhe nicht dreckig machen wollen, gibt es einen Holzsteg. Dieser führt jedoch nicht sehr weit. Als wir zurück kamen, sahen wir am Ende des Stegs einige chinesische Touristen in weissen Turnschuhen, welche uns, aus dem Dreck watenden, Wanderer ungläubig anschauten. Nun gingen wir durch den Ausgang des Souvenirshops zurück zu unseren Elektroscooter und fuhren nun entlang des Naturschutzgeländes in Richtung Altstadt. Am Abend schlenderten wir nochmal durch die Stadt und besuchten eine Galerie eines (Lebens-)künsters.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/IMG_4695-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4332" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/IMG_4695-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/IMG_4695-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/62_Shangri-La/IMG_4695-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Galerie des Künstlers ist ein Ort zum Verweilen. Hier kann man seine bewegte Lebensgeschichte lesen.</figcaption></figure>



<h4>Unser Versuch nach Xiang Sheng zu Trampen</h4>



<p>Zuerst fuhren wir mit dem Bus aus der Stadt, weil wir dachten, dort sei es einfacher die richtigen Autos zu finden, um zu Trampen. Wir standen abwechslungsweise auf der Strasse mit dem Daumen nach oben und dem Schild in der anderen Hand. Bald hielt ein Auto an. Es war eine Frau am Lenkrad. Tama setzte sich neben sie auf den Vordersitz. Dort war am Boden ein totes Huhn und ein Papierbecher voller Blut. Im ersten Moment ekelte sie dieser Anblick sehr. Die Freude, so schnell eine Mitfahrgelegenheit gefunden zu haben, überwog jedoch. Irgendwie hatten wir aber das Gefühl, dass dies jetzt zu einfach gewesen sei. Auf dem Navigationsapp stellte Tama fest, dass wir nicht genau in die gewünschte Richtung fuhren. Nun versuchten wir ihr mit Google-Translator  klar zu machen, dass wir zur Stadt Xiangsheng fahren möchten. Nun hielt sie das Auto an und meinte, wir sollten hier aussteigen, sie fahre nicht bis dorthin.</p>



<h4>Zurück zum Start</h4>



<p>Doof, nun waren wir ab von der richtigen Strasse. Auf unserer offline Karte Maps.me suchten wir den schnellsten Weg zur Strasse nach Xiang Sheng. Dabei stellten wir fest, dass es eine <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/07/13/eine-graue-transitstadt-xiang-sheng/">Xiang Sheng</a>-Strasse gibt. Die Frau wollte uns wohl zu dieser Strasse bringen, ein Missverständnis also. Das ärgerte uns etwas, aber gehört zum Tramping Abenteuer wohl einfach dazu. Nun mussten wir also etwa 20 Minuten mit unserem Gepäck an die Strassenkreuzung zurück laufen. Dort versuchten wir erneut unser Glück. Bald hielt ein Fahrer an, welcher in der entgegengesetzten Richtung fuhr und anbot, uns für den Preis von 200 RMB mitzunehmen. (Später lernten wir, dass dies mehr als der Preis des Bustickets war.) Wir lehnten ab, denn zu zahlen fürs Autostoppen war nicht die Idee. Sonst hätten wir ja den Bus nehmen können. Etwa eine Stunde später kamen verschiedene Leute zu uns. Sie versuchten uns klar zu machen, dass die Autos nach Xiang Sheng nicht über diese Strasse fahren würden, weil diese zu gebirgig sei. Es gebe eine schnellere Autostrasse. Wir hatten Glück, dass einer der Passanten uns dann an die offenbar richtige Strassenkreuzung fahren wollte. Nun standen wir hoffentlich an der richtigen Strasse und wir versuchten unser Glück zum dritten Mal. Nach weiteren zwei Stunden jedoch wurde uns klar: „Heute nimmt uns niemand mit.“ Wir brachen unsere Aktion ab.</p>



<h4>Eine weitere Nacht in Shangri-La</h4>



<p>Zurück in der Altstadt, wählten wir ein anderes Hostel aus. Dieses entsprach ebenfalls unserem Budget. Es war ein sehr grosses und doch gemütliches Hostel. Deswegen überlegten wir kurz noch länger zu bleiben. Dann entschieden wir jedoch zum Busbahnhof zu gehen und ein Ticket für den nächsten Tag nach Xiang Sheng zu kaufen. Am Schalter konnten wir leider nicht klären, ob der Bus durch die autonome Region des Tibets fährt. Die Dame am Ticketschalter konnte uns dazu keine Auskunft geben und meinte, wir sollten dann den Fahrer fragen. Wir riskierten es und kauften die Tickets . Nun hatten wir Hunger, denn wir hatten das Mittagessen ausgelassen.</p>



 [<a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/07/13/die-stadt-mit-der-groessten-outdoor-gebetsmuehle-shangri-la/">See image gallery at slowtraveltoasia.ch</a>] 



<p>Rückblickend war unser Tramping Versuch doch ein schönes Erlebnis. Wir erlebten die Hilfsbereitschaft vieler chinesischer Passanten. Einer beschenkte uns sogar mit zwei Flaschen Wasser. Dieser riet uns, wir sollten besser zum Busbahnhof gehen. Es würde hier um diese Zeit wohl niemand mehr so weit fahren. Beim Abendessen stellten wir gegenseitig fest, dass wir uns einen Sonnenbrand geholt hatten, obwohl es Wolken hatte und wir einen Hut getragen hatten. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir so lange draussen stehen würden. Aber wir hätten wissen sollen, dass in den Bergen die Sonnenkraft ja bekanntlich viel stärker ist.</p>



<h4>Essen beim Italiener in Shangri-La</h4>



<p>Wir hatten in Shangri-La oft köstlich tibetisch gegessen. Doch nach dem langen Warten am Strassenrand hatte Tama Lust auf Pasta. Wir fanden das Restaurant Helens Pizza. Obwohl es zuerst nicht den Anschein machte, war es eine gute Entdeckung. Das Restaurant war leer. Die Pasta aber war sehr lecker. Kein Wunder, denn der Besitzer war ein Italiener, welcher mit einer Chinesin verheiratet ist. Da wir die einzigen Gäste waren an diesem Abend, kamen wir mit ihm leicht ins Gespräch. Er war früher auch viel als Tramper unterwegs. Er teilte mit uns seine Geschichten und gab uns ein paar Tipps mit auf den Weg. Dies war nach diesem anstrengenden Tag ein schöner Ausklang. Bevor wir uns im Hostel ins Bett legten, kauften wir noch etwas Proviant für die offenbar lange Busfahrt am nächsten Tag.</p>
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