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	<title>Passkontrolle Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<description>langsam und achtsam nach Südost-Asien und zurück</description>
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	<title>Passkontrolle Archive - slow travel to asia.ch</title>
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		<title>Einreise in Österreich ohne Quarantäne und Ausreise von Österreich nach Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2020 06:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/15/einreise-in-oesterreich-ohne-quarantaene-und-ausreise-von-oesterreich-nach-deutschland/">Einreise in Österreich ohne Quarantäne und Ausreise von Österreich nach Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
<p>In diesem&#160;Beitrag&#160;berichtet Max über&#160;seine Erlebnisse in Indien&#160;und Südkorea, sowie&#160;über seine Einreise in Österreich ohne Quarantäne und seine&#160;Ausreise von Österreich nach &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/15/einreise-in-oesterreich-ohne-quarantaene-und-ausreise-von-oesterreich-nach-deutschland/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Einreise in Österreich ohne Quarantäne und Ausreise von Österreich nach Deutschland</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p><em>In diesem&nbsp;Beitrag&nbsp;berichtet Max über&nbsp;seine Erlebnisse in <a href="http://slowtraveltoasia.ch/category/indien/">Indien</a>&nbsp;und Südkorea, sowie&nbsp;über seine Einreise in Österreich ohne Quarantäne und seine&nbsp;Ausreise von Österreich nach Deutschland&nbsp;– viel Vergnügen beim Lesen:&nbsp;</em>Mein Name ist Maximilian, oder&nbsp;einfach&nbsp;Max. Im Oktober 2019 habe ich meine Weltreise gestartet mit dem Ziel Überland von Georgien nach Vietnam zu reisen und dann noch einige Länder in Südamerika zu entdecken.&nbsp;Wirklich eingeholt hat mich die Coronapandemie Anfang März in Indien.&nbsp;Eventuell war ich in Pakistan bereits daran erkrankt, es könnte sich aber auch um eine normale Grippe gehandelt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein letztes Fest vor dem Lockdown</strong></h4>



<p>In Indien angekommen, hat mich Heike, eine gute Freundin aus Deutschland, besucht und wir sind zusammen durch Kerala gereist. Am Anfang war Corona noch kein grosses Thema. Die Krankheit schien fern und vielleicht hätte das Virus ja wirklich Probleme in der Hitze Indiens. Außerdem stand in wenigen Tagen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Holi" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Holi</a> bevor. Für viele Backpacker und Inder hiess es, noch einmal zu feiern. Wer weiß, für wie lange es danach keine grossen Feste mehr geben würde.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ab nach Hampi für Holi</h4>



<p>Wir haben uns dann auf nach Hampi in Karnataka gemacht. Ein unglaublicher Ort. Die Landschaft ist geprägt von grossen Felsen und durchs das Tal schlängelt sich ein Fluss, an dessen Ufer sich ein kleines Dorf, Tempel und viele weit verstreute Ruinen befinden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-1024x769.jpg" alt="Ein kleiner Teil Hampis" class="wp-image-14991" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-1024x769.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-768x576.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-1536x1153.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-623x468.jpg 623w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis-205x155.jpg 205w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Indien-Hampis.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein kleiner Teil Hampis, die Stadt in welcher wir das indische Frühlingsfest gefeiert haben.</figcaption></figure>



<p>Holi ist ein indisches Frühlingsfest, in dem der Sieg des Guten über das Böse gefeiert wird. Das Fest besteht aus zwei Teilen. Der indischen Legende folgend, wird am Vorabend des Farbenfestes eine Strohpuppe der bösen Holika verbrannt. Und am nächsten morgen fliegen, begleitet von schnellen Trommelrhythmen und ausgelassenem Tanz, Farben und Wasser umher. Niemand bleibt verschont und am Ende wird sich im Fluss gewaschen.</p>



<p><strong>Warst du schon mal am Holi mit dabei? Schreibe gerne unten einen Kommentar.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Stimmungswechsel in Kerala</strong></h4>



<p>Wenige Tage nach dem Fest stand Heikes Rückflug nach an. Wir zurück nach Kochi, von wo aus sie nach Delhi und dann Frankfurt fliegen wollte. Leider wurde daraus vorerst nichts. Über mehrere Tage hinweg wurden ihre Flüge immer wieder gecancelt und verschoben, bis sie es dann nach Delhi und etwas später mit Air France nach Paris geschafft hat. Gleichzeitig kippte die Stimmung in der Stadt. Als Ausländer in Indien manchmal angestarrt zu werden, ist normal, aber die Blicke wurden nervöser. Auf der Straße gab es viele Leute, die einen mieden und mancher rief sogar “Corona” hinterher. Manche Regionen waren für Ausländer komplett dicht und viele Hostels machten zu. Es gab immer noch viele freundliche und hilfsbereite Leute, doch ein Lockdown und weitgehende Einschränkungen waren abzusehen. Unsicher, wie lange ich in einem solchen Fall in Indien festsitzen würde, entschloss ich mich das Land zu verlassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="769" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-1024x769.jpg" alt="Porträt von Max (mit etwas Farbe von Holi in den Haaren)" class="wp-image-14993" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-1024x769.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-768x576.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-1536x1153.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-623x468.jpg 623w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore-205x155.jpg 205w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Zug_Hampi_Bangalore.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Max beim Zugfahren von Hampi zurück nach Bangalore mit noch etwas Farbe von Holi in den Haaren.
</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein kleiner Umweg</strong> nach Südkorea</h4>



<p>Doch nicht zurück nach Deutschland, sondern nach Südkorea! Einem der&nbsp;einzigen&nbsp;Länder, deren Grenzen zu dem Zeitpunkt noch offen waren.&nbsp;Wenige Tage später wurde in Indien der Lockdown verkündet und die auswärtigen Ämter haben angefangen gestrandete Reisende zurück nach Hause zu holen. Südkorea hatte ich als Reiseland vorher nie auf dem Schirm. An die Ordnung in Südkorea musste ich mich nach dem liebgewonenen Chaos Indiens erst wieder gewöhnen. Doch ich fand schnell Anschluss. Couchsurfing war immer noch aktiv und Koreaner sind tolle Gastgeber. Südkorea hatte die Coronapandemie bereits im März gut unter Kontrolle. Ausbrüche wurden verfolgt und effektiv, wenn auch ohne Respekt vor individuellem Datenschutz, eingedämmt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-1024x768.jpg" alt="Südkorea, in den Gipfeln um Seoul vor der Einreise nach Österreich" class="wp-image-14992" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-1024x768.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-300x225.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-768x576.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-1536x1152.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-624x468.jpg 624w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea-205x155.jpg 205w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-06-09_Gastbeitraege/Wandern_Suedkorea.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Beim Wandern in Südkorea, in den Gipfeln um Seoul vor der Einreise nach Österreich</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Letztendlich doch zurück</strong> –&nbsp;<strong>Einreise in Österreich ohne Quarantäne</strong></h4>



<p>In zwei Monaten hatte ich Südkorea&nbsp;ganz gut kennengelernt und es gab keine wirklich sinnvolle Zeitbeschäftigung mehr für mich. Glücklicherweise konnte ich mich an der Universität Graz, wo auch meine Freundin studiert, nachträglich einschreiben. Mitte Mai bin ich dann doch zurück geflogen.&nbsp;Die Einreise nach Österreich verlief trotz Corona ziemlich unkompliziert ohne Quarantäne.&nbsp;(Aktuelle Informationen zur Einreise nach Österreich findest du auf der <a href="https://www.oesterreich.gv.at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/reisen_und_ferien.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Seite</a> der österreichischen Regierung.)&nbsp;Ich musste nur einen aktuellen PCR-Test mit negativem Ergebnis vorweisen. Dann war ich frei.&nbsp;In Deutschland hätte ich trotz negativen Befunds in Quarantäne gemusst.&nbsp;Daher hatte ich mich für die Einreise in Österreich (ohne Quarantäne) und für eine spätere Ausreise von Österreich nach Deutschland entschieden. Ich war froh wieder Zeit mit meiner Freundin verbringen und studieren zu können.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausreise von Österreich nach Deutschland</h4>



<p>Die Ausreise von Österreich nach Deutschland war&nbsp;bereits im&nbsp;Juni&nbsp;wieder möglich. So konnte ich im Sommer einige Freunde besuchen in Deutschland. Und trotzdem immer wieder zu meiner Freundin in Österreich reisen. Eine Übersicht zu den Regeln beim Grenzübertritt&nbsp;innerhalb von Europa findet man übrigens <a href="https://reopen.europa.eu/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. Im Herbst beginne ich dann das eigentliche Masterstudium&nbsp;Physik&nbsp;in Heidelberg. Doch die Liste der Länder, die es noch zu entdecken gilt, ist lang. 🙂</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dominique über seine Bekanntschaft mit dem Gastautor: Maximilian</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-06_Zahedan/IMG_4384.jpg" alt="Baluchistan Anzug" class="wp-image-9584" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-06_Zahedan/IMG_4384.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-06_Zahedan/IMG_4384-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-06_Zahedan/IMG_4384-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-06_Zahedan/IMG_4384-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Max und ich in Zahedan in einem Kleidergeschäft auf dem Basar beim Kauf unserer Baluchi Anzüge.</figcaption></figure>



<pre class="wp-block-preformatted">Max hab ich das erste Mal in Bandarabas im Iran getroffen. Lustigerweise wusste ich bereits von meinem Couchsurfing Host in Zahedan, dass ich ihn wahrscheinlich auf dem Bus nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/06/24-stunden-in-zahedan/">Zahedan</a> treffen würde. Max sei aus Deutschland und er würde auch bei ihm übernachten. Und so kam es, dass wir uns in Bandarabas am Ticket Schalter des Busterminals trafen. Ab dann reisten wir zusammen bis Quetta in <a href="http://slowtraveltoasia.ch/category/Pakistan/">Pakistan</a>. Dort trennten sich unsere Wege wieder. Er fuhr mit dem Zug nach Karachi, ich nach Lahore. Wär hätte damals gedacht, dass er später statt nach Vietnam nach Südkorea reisen würde.</pre>



<h4 class="wp-block-heading">Danksagung</h4>



<p>Das Titelbild stammt von Premium Collection/stock.adobe.com. Ausser das letzte Bild in Zahedan stammen die alle übrigen Bilder von Max. Herzlichen Dank an Maximilian für das Verfassen des Berichts!</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/06/15/einreise-in-oesterreich-ohne-quarantaene-und-ausreise-von-oesterreich-nach-deutschland/">Einreise in Österreich ohne Quarantäne und Ausreise von Österreich nach Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/11/der-persische-kalender-iran-zeitrechnung-die-groesste-zeitverschiebung-meiner-reise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 23:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
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<p>Iran hat eine andere Zeitrechnung: der Persische Kalender. Dieser begegnete mir an der Grenze von Armenien nach Iran. In diesem &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/11/der-persische-kalender-iran-zeitrechnung-die-groesste-zeitverschiebung-meiner-reise/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/11/der-persische-kalender-iran-zeitrechnung-die-groesste-zeitverschiebung-meiner-reise/">Der Persische Kalender, die Zeitrechnung im Iran</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Iran hat eine andere Zeitrechnung: <strong>der Persische Kalender. Dieser begegnete mir an der Grenze von Armenien nach Iran. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie ich in den Iran eingereist bin, was mit meinem Pass und meinem E-Visum geschah und wie ich trotz später Stunde doch noch nach Täbris gekommen bin.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Zögern bei der Einreise im Niemandsland</h4>



<p>Ich erwägte kurz, wie geplant bis nach Mitternacht mit der Einreise zu warten. Damit ich einen Tag länger im Iran bleiben könnte. Das Sicherheitspersonal der iranischen Grenzwache bat mich jedoch weiter zu gehen. Und keiner der Grenzwächter wollte mir die iranische Uhrzeit verraten. Ich ging weiter und reiste gezwungenermassen ungeplant einen Tag früher in den Iran ein. Am Eingang der Passagier Halle wurde ich nach dem Pass und Visum gefragt. Die Grenzpolizisten am Schalter verrieten mir freundlicherweise nun die <a href="https://www.time.ir">iranische Uhrzeit</a>. Dann stempelten sie mein E-Visum, nicht jedoch meinen Pass! Gemäss der Zeitrechnung im Iran ist gerade das Jahr 1398. Der persische Kalender zeigte gerade das Datum 19. <em>Āsar</em> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iranischer_Kalender">1398</a>. So führte die Zeitrechnung im Iran, bzw. der persische Kalender zur grössten je erlebten Zeitverschiebung auf meiner bisherigen Reise. Auf einen Schlag war ich nun 621 Jahre in der Zeit &#8222;zurück&#8220; gereist. Ob ich es noch nach Täbris schaffen würde?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Willkommen im Iran bzw. in der Provinz Südaserbaidschan</h4>



<p>Nach einer Gepäckkontrolle des Zolls war ich definitiv im Iran angekommen. Das Grenzgebäude war hauptsächlich eine Halle mit Wartesaalbestuhlung. Um diese Halle waren Büros, Kiosks, das Zollbüro, Toiletten, eine VIP-Lounge und je ein Gebetssaal für Männer und Frauen angeordnet. Ob ich wohl im Männer Gebetssaal übernachten könnte? Ich traute mich nicht. Ich meinte, es wäre nun zu spät um nach Täbris zu trampen. Nachdem ich die aufdringlichen geldwechselnden Männer und Taxifahrer los war, machte ich es mir im Wartesaal gemütlich. Derweil zogen unablässig Menschen mit Säcken, Kisten und grossen Taschen an mir vorbei. Es waren die armenischen Einkaufstouristen, die ihre Waren über die Grenze nach Armenien brachten. Aufgrund der andauernden Sanktionen gegen den Iran ist die Landeswährung, der Rial, regelrecht abgestürzt. Der Einkaufstourismus ist seither noch lukrativer geworden als zuvor.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spät nachts doch noch nach Täbris mit dem Bus</h4>



<p>Zwei Stunden später sah ich zwei Europäer im Wartesaal. Sie seien mit dem Direktbus von Jerewan nach Teheran unterwegs. Der Bus sei halb leer. Sie stellten mich einem iranischen Passagier vor, welcher gut Englisch sprach. Er könne den Fahrer fragen, ob ich auch ein Stück mitfahren könne. Eine knappe Stunde später war der Bus bereit. Es waren drei Stunden Fahrt bis Täbris. Gegen zwei Uhr morgens erreichten wir Täbris.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu Gast bei der Familie eines Freundes</h4>



<p>Ein guter Freund meiner Schwester kommt ursprünglich aus Täbris. Er und ein weiterer Bruder leben in der Schweiz. Der Rest der Familie wohnt in Täbris. So kam es, dass ich bei ihnen in Täbris herzlich willkommen war. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653.jpg" alt="Kühlschrank" class="wp-image-9682" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-12_Tabris/IMG_2653-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Abschiedfoto mit der Mutter der Gastfamilie vor dem riesigen Kühlschrank.</figcaption></figure>



<p>Trotz früher Morgenstunde wollte mich die Familie abholen kommen. Der Busbegleiter machte mit ihnen einen Treffpunkt an einer Tankstelle bei einer Autobahnausfahrt aus. Dort wurde ich von der Obhut des Buspersonals an die Familie übergeben. Der älteste Bruder und die Schwester meines Freundes holten mich ab. Als wir gegen drei Uhr in der Wohnung ankamen, fragten sie mich im Auftrag ihrer Mutter in vollem Ernst, ob ich gerne Abendessen möchte. Ich lehnte dankend ab. Bald schlief ich im Gästezimmer, welches eigentlich das Zimmer der Mutter war, müde ein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schwimmen gehen im Iran</h4>



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<p>Der älteste Bruder meines Freundes&nbsp;nahm mich mit in die Stadt. Zuerst musste er in seiner Bank Zahlungen aufgeben. Dann besuchten wir zusammen eine Moschee, das historische Museum von&nbsp;Täbris und einen Friseur.&nbsp;Währenddessen hatte seine Mutter zuhause fleissig Köstliches gekocht. Am Abend wollten wir ins Hallenbad. Bis wir ein Hallenbad fanden, welches  Männertag hatte, dauerte es eine Weile. Die grossen Bäder hatten gerade Frauentag. Das heute für Männer geöffnete Bad hatte dafür nebst einem kleinen Schwimmbecken auch ein&nbsp;Jacuzzi&nbsp;und eine Sauna. Bevor wir nach&nbsp;Hause fuhren,&nbsp;verpflegte uns der&nbsp;Bademeister&nbsp;mit&nbsp;Fruchtsaft und&nbsp;mit Sirup getränkten Süssigkeiten. Diese heissen auf Türkisch Geyganakh, bzw. Khagine (خاگینه) auf Farsi. In der Provinz Südaserbeitschan wird vor allem Aserbaidschan-Türkisch, bzw. die südaserbaidschanische Ausprägung davon, gesprochen. Am nächsten Tag zeigte mir die Familie den Basar von Täbris und das Dorf <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/12/12/vom-bazar-in-taebris-nach-kandovan/">Kandovan</a>.</p>
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		<title>Zug (train) von Tiflis nach Jerewan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 09:20:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armenien]]></category>
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<div class="ttr_start"></div>
<p><strong>In diesem Artikel erfährst du wie du einen Zug (train) von Jerewan nach Tiflis oder von Tiflis nach Jerewan buchen kannst. Zudem verraten wir dir wie oft die Nachtzüge zwischen den beiden Hauptstädten im Kaukasus verkehren und was dich an der Grenze erwartet.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Buchen einer Nachtzug Verbindung zwischen Jerewan und Tiflis</h4>



<p>Für unsere Fahrten innerhalb von Georgien haben wir unsere Bahntickets immer im online <a href="https://tickets.railway.ge/Home/Index" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Portal</a> der Georgischen Eisenbahn gekauft. Man muss sich dort mit einem Benutzernamen ein Konto einrichten und eine E-Mail Adresse angeben. Dann kann man die Tickets mit der Kreditkarte bezahlen. So haben wir unsere Tickets von Batumi nach Tiflis gebucht. Leider steht dieser Dienst nicht für internationale Zugfahrten zur Verfügung. Die Destination Jerewan ist nicht wählbar. Daher haben wir unsere Tickets direkt am Bahnschalter in Tiflis gekauft. Wer in der Hauptsaison auf Nummer sicher gehen will kann mit einer <a href="https://georgiaintrend.com/book-train-ticket-in-georgia/tbilisi-yerevan-train-ticket-reservation/" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Agentur</a> buchen, wahrscheinlich werden dann aber  zusätzlich Gebühren verrechnet. Dort haben wir auch erfahren, dass die Nachtzug Verbindung nur alle 2 Tage angeboten wird. Scheinbar fährt derselbe Zug die eine Nacht hin und die nächste Nacht her.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Katarinas erste Fahrt in einem Nachtzug</h4>



<p>Es war Katarinas erste Fahrt mit einem Nachtzug. Entsprechend aufgeregt war sie. Wo kann man sein Gepäck sicher verstauen? Kann man die Kabine von innen Schliessen? Was wird an der Grenze geschehen?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Atmosphäre an Board</h4>



<p>Der Zug war nicht sehr belegt. Es war allerdings November. Die Hauptsaison ist zwischen April und Oktober. Wir hatten ein ganzes Abteil für vier Personen für uns zwei allein. Für das Gepäck fanden wir genügend Platz unter dem unteren Bett. Die Wagons sind etwas in die Jahre gekommen. Daher haben sie einen gewissen nostalgischen Charm. Sie stammen möglicherweise noch aus der Zeit der Sowjetunion. Wie ich es mir von meinen Zugfahrten in Russland und Kasachstan gewohnt war, erhielten wir auch in diesem Zug kostenlos schwarzen Tee. Die Kontrolleurin unseres Wagons servierte uns diesen sogar in die Kabine. Was ich als sehr hilfsbereit empfand. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Grenzübertritt ohne Aussteigen möglich</h4>



<p>Die Passkontrollen im Zug (train) zwischen Tiflis und Jerewan wurden vor Mitternacht durchgeführt. Die Grenzbeamten kommen in den Zug, so dass an Grenze kein Aussteigen nötig ist. Im Vergleich zum <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/nachtzug-von-nanning-cn-nach-hanoi-vn/">Nachtzug von China nach Vietnam</a> war dies geradezu sehr bequem. Nach der Passkontrolle an der Grenze kann man zur Nachtruhe über gehen. Die Abteil Türe kann von innen verriegelt werden. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ankunft im schlafenden Jerewan</h4>



<p>Am Morgen weckte uns das Nachtzug Personal Bald danach erreichten wir Jerewan. Es war 7 Uhr und noch dunkel und der Bahnhof menschenleer. Am Geldautomaten in der Bahnhofshalle wurde ich beim Abheben einiger hundert Euros gleich Millionär. Mit der Metro fuhren wir anschliessend ins Stadtzentrum. Dort war um diese Zeit jedoch alles noch geschlossen. Es war nicht einmal ein Café geöffnet! Das Wetter war kalt und wir waren noch nicht sicher wo wir übernachten würden. An einer Bushaltestelle haben wir mit einem Herrn gesprochen. Dieser sagte uns, dass Shops und Café in Eriwan bzw. Jerewan erst zwischen 10 und 11 Uhr öffnen würden. Wir nahmen also den nächsten Bus, um an der Wärme zu sitzen. Mit dem pinken Bus Nummer 35 fuhren wir bis an die Endstation etwas südlich der Stadt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2232.jpg" alt="Bus 35, an der Endstation südlich von Jerewan." class="wp-image-9194" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2232.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2232-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2232-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2019-12-09_Yerevan/IMG_2232-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>An der Endstation des Bus 35, am Stadtrand südlich von Jerewan.</figcaption></figure>
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		<title>Durch den Regen nach Tiflis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 15:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
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<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Durch den Regen nach Tiflis</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und alles Gute“ durch den Regen. Nicht lange später kam ein Auto angefahren. Die beiden Männer hinter den angelaufenen Scheiben nahmen mich mit nach Zagatala. Dort zeigten sie mir, wo die Marshrutka Richtung Georgien fährt. Am Bushäuschen fragte ich erneut nach. Schliesslich kam eine Marshrutka. Sie fuhr jedoch nur bis Balakon. Um nach Georgien bzw. Tiflis zu fahren, müsse man nun umsteigen. Am Parkplatz standen zwei Marshrutkas mit georgischem Kennzeichen. Im wartenden Bus sassen bereits zwei Passagiere. Es dauerte eine Weile bis ich herausfand, dass der Bus erst in gut einer Stunde fahren würde. Somit hatte ich nun noch Zeit hier im Restaurant einige aserbaidschanische Manat zu verprassen. Als der Bus schliesslich losfuhr, ging es nicht lange und wir erreichten die Grenze.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Über die Brücke nach Georgien gehen</h4>



<p>Da man mir versicherte, dass der Bus über die Grenze fährt, liess ich mein Gepäck im Bus. Zusammen mit anderen Passagieren, spazierte ich über die Grenze. Allerdings verlor ich bald die Übersicht, wer sonst noch im Bus gewesen war. Ausreise und Einreise waren bald erledigt. Dazwischen lag nur eine kleine Brücke, die über einen Bergbach führte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg" alt="" class="wp-image-7665" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Blick zurück nach Aserbaidschan von der Brücke über dem Grenzbach Matsimistsqali.</figcaption></figure>



<p>Auf der georgischen Seite konnte ich nach der Einreise auch unkompliziert meine letzen aserbaidschanischen Manat in georgische Lari tauschen. Nun wartete ich auf den Bus. Als er schliesslich erschien, wurde ich herbeigerufen. Ich musste kurz mit dem Zöllner sprechen. Er wollte wissen, ob der Rucksack im Bus meiner sei. Als ich ihm dies versicherte, liess er den Fahrer und uns Passagiere einsteigen und weiterfahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Umsteigen in Lagodekhi</h4>



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<p>Der Bus fuhr jedoch anscheinend doch nicht nach Tiflis. Denn bereits im ersten Ort nach der Grenze, in Lagodekhi, wurde ich gebeten auszusteigen. Nun musste ich an einem Schalter ein Ticket nach Tiflis (10 Lari) kaufen. Damit durfte ich in die bereitstehende Marshrutka einsteigen. Diese fuhr kurz darauf in Richtung Tiflis los. Unterwegs hielten wir bei einer Ansammlung von Marktständen. Dort wurden lokale Spezialitäten wie <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/">Churchkhela</a> (ჩურჩხელა) und <a href="https://youtu.be/T07LCm9tjgM">Lavashana</a> verkauft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg" alt="Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern Churchkhela." class="wp-image-7667" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Churchkhela</a>.</figcaption></figure>



<p>Später sprach ich mit meinem Sitznachbarn. Er brachte mir einige Georgische Worte und Speisen (Lakman, Shashlik, Samsa) bei. Als wir Tiflis erreichten, begleitete er mich zur Metrostation und spendierte mir die Fahrt mit seiner Metrokarte. Von der Metrostation war es nicht weit zum Hostel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg" alt="erste Bekanntschaft in Tiflis" class="wp-image-7672" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Selfie in der Metro von Tiflis mit dem netten Georgier, der mir die Ankunft in Tiflis erleichterte.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Abendspaziergang mit Couchsurfing Kontakt</h4>



<p>Auf meine öffentliche Couchsurfing Anfrage haben sich Tekla und Elina gemeldet. Mit Tekla traf ich mich nach meiner Ankunft auf einen Stadtspaziergang. Wir spazierten am Sankt Gregor beim Freiheitsplatz vorbei. Dann runter in die Altstadt zum Theater und anschliessend zur Mutter von Georgien. Zum Abschluss fuhren wir mit dem Bus in den Park beim TV-Sendeturm. Am nächsten Tag trafen wir uns nachmittags nochmal für einen Spaziergang in einen der Parks von Tiflis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg" alt="Tekla und Dominique in Tiflis" class="wp-image-7674" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit meiner Couchsurfing Stadtführerin Tekla Abends auf der Fussgängerbrücke über dem Fluss Mtkvari.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ankunft meiner Reisebegleitung Katarina</h4>



<p>Am Abend spät, bzw. morgens früh kam Katarina in Tiflis an. Ich holte sie mit dem öffentlichen Bus ab. Für die nächsten drei Wochen würden wir zusammen durch Georgien und Armenien reisen. Nach dem Ausschlafen trafen wir den Couchsurfing Kontakt <a href="https://www.couchsurfing.com/people/elina-ke">Elina</a> zum Lunch im <a href="https://www.instagram.com/mamaterraveggie/?hl=en">Mama Terra</a>. Elina sprach sehr gut English und auch etwas Deutsch. Es war spannend mit ihr zu sprechen. Sie erzählte von einem Yoga Retreat, welches sie demnächst als <a href="http://www.tbilisiyogacave.com/teachers">Yoga-Instruktorin</a> leiten würde. Später erzählte sie uns, warum sie sich von ihrem Mann scheiden liess und wie die Gesellschaft in Georgien darauf reagiert. Solche Geschichten zu hören erleichtern das Eintauchen in die lokale Mentalität und Kultur sehr.</p>
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		<title>Schifffahrt von Kuryk nach Alat</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 11:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
<div class="ttr_start"></div>
<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, eine Moschee und eine orthodoxe Kirche. Denn wir machten uns direkt auf den Weg zum Schalter der Fährgesellschaft. Dort wollten wir ein Ticket  für die Schifffahrt von Kuryk nach Alat kaufen. Doch dann bemerkten wir, dass heute Samstag war. Gemäss der Beschreibung auf <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Caravanistan (öffnet in neuem Tab)" href="https://caravanistan.com/transport/caspian-sea-ferry/#buying-a-ticket" target="_blank">Caravanistan</a> ist der Schalter nur wochentags geöffnet. </p>



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<h1 class="wp-block-heading" id="buchtipps-fur-weitere-schiffreisen">Buchtipps für weitere Schiffreisen</h1>



<p>Im Buch <a href="https://www.amazon.de/gp/product/384640781X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=384640781X&amp;linkCode=as2&amp;tag=slowtraveltoa-21&amp;linkId=8763ae0c0cad2d905746559061a9bd9d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abenteuer Schiffsreisen: Den Wind um die Nase auf Frachtern, Fähren und Containerschiffen. Alles außer Kreuzfahrt.</a> beschreibe ich die Überfahrt von Kuryk nach Alat ausführlich. Zudem findest du in diesem Buch vom Polyglott Verlag noch viele weitere Schiffsreisen. </p>



<h1 class="wp-block-heading" id="erlebnisbericht-meine-uberfahrt-von-kuryk-nach-alat">Erlebnisbericht: meine Überfahrt von Kuryk nach Alat</h1>



<h2 class="wp-block-heading" id="suche-nach-ticket-und-fahre">Suche nach Ticket und Fähre</h2>



<p>Wir suchten deshalb ein luxuriöses Hotel auf. Dort hofften wir auf Internet und hilfsbereites Receptionspersonal. Tatsächlich riefen sie für uns ohne Umstände die Nummer einer Auskunftsperson an. Als sie auflegte, erklärte uns die Receptionistin, wir könnten das Ticket online bei der <a href="https://www.asco.az/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Azerbaijan Caspian Shipping Company</a>&nbsp;erwerben. Auf <a href="https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:50.0/centery:42.0/zoom:7">marinetraffic.com</a> sahen wir, dass aktuell zwei Schiffe im Hafen waren, die Passagiere mitnehmen. Somit buchten wir gleich in der Hotellobby unser E-Ticket für die Überfahrt, allerdings ohne zu wissen, wann das nächste Schiff den Hafen verlassen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="transfer-zum-hafen-von-kuryk">Transfer zum Hafen von Kuryk</h2>



<p> Am Busbahnhof von Aktau erfuhren wir, dass keine Marschutkas nach Kuryk fahren. Wir mussten ein Taxi suchen. Ein Fahrer nahm uns für 4000 Tenge mit an den Hafen. Mit im Taxi war ein Hafenmitarbeiter. Unterwegs machten wir Halt um Bier und Snacks zu kaufen. Dies war uns von anderen Reisenden empfohlen worden. Gegen 13 Uhr erreichten wir den Hafen. Dort warteten wir zwei Stunden im leeren Empfangsbereich ausserhalb des Hafenzauns. Dann holte uns ein Hafenmitarbeiter ab und brachte uns zum Servicezentrum in der Mitte des Hafengeländes. Dort wurde unser Onlineticket zusammen mit einer Passkopie ausdruckt und abgelegt. Dann wurden wir ohne weitere Informationen zur voraussichtlichen Abfahrtszeit in den Wartebereich geschickt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="warten-essen-warten-einkaufen">Warten, essen, warten, einkaufen</h2>



<p>Auf dem Hafenareal gibt es ein Hotel, eine Cafeteria, einen Bankomat und Wifi. In der Cafeteria assen wir späten Lunch und sehr spätes Abendessen. Ein Security zeigte uns einen ungenutzten Wartebereich. Dort legten wir uns schlafen.&nbsp;Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war immer noch nicht klar wann das Schiff ablegen würde. Wir frühstückten erst mal in der Cafeteria. Am Nachmittag wurden wir zur Gepäckkontrolle gerufen. Danach hiess es, wir sollten auf den Hafenshuttle warten. Möglicherweise ging es bald los. Ich beschloss, meine letzen Tenge loszuwerden. In der Cafeteria kaufte ich Schokolade. Beinahe um ein Kilogramm Schokolade schwerer,  mit einigen Litern Reservewasser und dem grossen Vorrat an Bier, waren wir bereit für die lange (möglicherweise bis 10 Tage) dauernde Schifffahrt über das Kaspische Meer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-hafenshuttle-vom-zentrum-zum-dock">Das Hafenshuttle vom Zentrum zum Dock</h2>



<p>Eine Viertelstunde später fuhr ein moderner Minibus mit verdunkelten Scheiben vor. Der Fahrer war der unfreundlichste Kasache, den wir seit unserer Ankunft in Mangistau angetroffen hatten. Harsch deutete er uns beim Einsteigen, wie und wo wir unser Gepäck zu platzieren hätten. Ohne sein Gesicht zu verziehen, setzte er sich dann hinter das Steuer des Minibus und raste mit beinahe Überschallgeschwindigkeit zum Dock. Kaum war die Schiebetüre hinter uns zu,&nbsp;düste er wieder&nbsp;Richtung Servicezentrum davon.&nbsp;Es war nun 14:30, also etwa 24 Stunden nach unserer Ankunft am Hafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ubers-dock-ins-schiff">Übers Dock ins Schiff</h2>



<p>Jetzt&nbsp;standen wir&nbsp;endlich&nbsp;vor dem Schiff am Dock. Zwei in Asphalt gelegte Schienen führten&nbsp;direkt in den dunklen, noch leeren  Laderaum des Schiffs.&nbsp;Einige Männer empfingen uns am Eingang des Laderaums und baten uns hier zu warten. Einen Funkspruch später, deutete einer von ihnen auf die Treppen hinter einer Seitentüre in der Stahlwand des Laderaums. Drei Stockwerke höher erreichten wir das eine Aussendeck. In der hinteren Hälfte waren wohl die Kojen der Belegschaft. Wir hörten Stimmen und laufende Fernseher. In der Mitte des Decks waren eine Küche, ein Esssaal und ein Aufenthaltsraum. Dort setzten wir uns hin und warteten&nbsp;abermals.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kabine-beziehen">Kabine beziehen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg" alt="Kojenfenster auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7506" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf das Abendrot nach Sonnnenuntergang durch das Fenster der Kabine.</figcaption></figure>



<p>Eine rundliche Frau war gerade daran den Boden zu putzen. Es schien aber eher als würde sie den Dreck gleichmässig auf dem Linoleum verteilen. Nun holte sie aus der Putz- und Wäschekammer neben dem Aufenthaltsraum unsere Bettbezüge. Sie brachte uns zu einer Koje. Es war eine Viererkoje. Doch die oberen zwei Betten waren nach oben gelappt und an der Wand arretiert. Wir erhielten wohl den Luxus einer Zweierkoje. Sie verfügte über etwas Stauraum beim Eingang, ein Waschbecken und vier schmale Schränke. Duschen und Toiletten waren beim Aufenthaltsraum. Wir schauten uns auf dem Deck um. An Land vor dem Dock sahen wir einen Güterzug stehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="passkontrolle-an-board">Passkontrolle an Board</h2>



<p>Wir wurden zur Passkontrolle gerufen. Zwei kasachische Grenzbeamtinnen hatten sich im oberen Deck mit ihren mobilen&nbsp;Computern&nbsp;für die&nbsp;Passkontrolle&nbsp;eingerichtet. Sie sichteten unsere Pässe und verglichen die Gesichtsdaten mit dem Bild der Kamera der Computer. Dann stempelten sie uns aus Kasachstan aus. Den Pass legten sie auf einen kleinen Stapel zu den anderen Pässen. Sie erklärten uns, dass die Pässe bei der Crew bleiben würden. Wir würden diese erst kurz vor Ankunft im Hafen von Malat wieder erhalten. So hat die Crew ein Druckmittel gegen unliebsame Passagiere.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="doch-keine-baldige-ankunft">Doch keine baldige Ankunft</h2>



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<p>Am nächsten Morgen öffneten wir die Kartenapp. Die GPS Nadel machte einen riesigen Sprung. Wir waren praktisch schon auf der anderen Seite des Kaspischen Meeres und vor der Küste Aserbaidschans. Wahrscheinlich würden wir spätestens heute Abend bereits ankommen. Etwas voreilig zog ich das Bettlaken ab und packte meine Sachen. Dann ertönte ein lautes Krachen. Es waren wohl die Anker, denn bald standen wir still. Mein tschechischer Mitreisender war erleichtert. Sein Visa war nämlich erst ab dem nächsten Tag gültig. Der Tag verflog schnell.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="besichtigung-des-guterzugs-im-laderaum">Besichtigung des  Güterzugs im Laderaum</h2>



<p>Am Nachmittag gingen wir mit zwei anderen Passagieren in den Laderaum. Die beiden Güterzug-Begleiter waren mit etwa einem Dutzend leeren Kühlcontainern auf der Rückreise nach Aserbaidschan.&nbsp;Als sie ihre Reise antraten, waren die Container gefüllt mit Truthanschenkeln. Diese brachten sie nach Kasachstan und Usbekistan. Nun&nbsp;zeigten&nbsp;sie&nbsp;uns ihr mobiles Zuhause auf Schienen.&nbsp;Hier lebten sie während ihrer Reise. Der erste Raum des Spezialwagons war ein Maschinenraum. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg" alt="Maschinenwagen eines Frachtzuges auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7511" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die beiden Güterzug-Begleiter im Maschinenraum Ihres Fracht-Begleitwagon.</figcaption></figure>



<p>Hier standen zwei grosse Generatoren zur Stromproduktion für die Kühlaggregate der Container.&nbsp;Sie standen still. Vom Maschinenraum des Wagons, gingen&nbsp;wir&nbsp;durch eine Türe in den zweiten Raum. Entlang eines schmalen Gangs, waren hier in kleinen Abteilen Toilette, Küche und Dusche installiert. Am Ende des Wagons war der Schlafraum der beiden Männer. Er glich unserer Schiffskoje, war aber leicht geräumiger.&nbsp;Ausser den Kühlcontainerwagons des Güterzugs standen noch zwei Lastwagen und ein Auto im Laderaum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-passagiere-an-board">Die Passagiere an Board</h2>



<p>Nebst den beiden Güterzug-Begleiter aus Aserbaidschan waren zwei Lastwagenfahrer an Board. Der eine war Georgier, der andere Ukrainer. Das Auto gehörte einem Paar aus Kasachstan. Wir waren die einzigen Passagiere ohne Fracht bzw. Fahrzeug im Laderaum. Mit nur acht Passagieren war es sehr ruhig an Baord. Andere Reisende hatten uns vor grossen Saufgelagen und handsärmliger Stimmung an Board erzählt. Unsere Mitreisenden waren sehr anständig und ruhig. Die zwei Aserbaidschaner luden uns im Aufenthaltsraum herzlich ein mit ihnen Tee zu trinken. Das Paar und die Lastwagenfahrer suchten etwas weniger Gemeinschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="immer-noch-vor-anker">Immer noch vor Anker</h2>



<p>Erneut hörten wir am späten Nachmittag das Rasseln der Ankerketten. Entgegen meiner Hoffnung wurden diese jedoch nicht hochgezogen. Wahrscheinlich war etwas mehr Kette runtergelassen worden. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem Deck. Der eine Güterzugbegleiter erklärte uns, dass wir wohl wegen den Windverhältnissen vor Anker wären. Die Hafeneinfahrt sei nur bei Windstille möglich. Das Schiff drehte sich im Wasser um seinen Anker wie ein Segel im Wind.&nbsp;Der Kaptain rief zum Abendessen.&nbsp;Am späten Abend standen wir immer noch. Wir stellten uns auf eine weitere Nacht an Board ein und legten uns in der Koje schlafen. Die Nachtruhe war jedoch kürzer als erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kurze-nacht-aufgrund-fruher-tagwache">Kurze Nacht aufgrund früher Tagwache</h2>



<p>Es war ein harter Start in den Tag. Nach nur drei Stunden Schlaf wurden wir&nbsp;durch ein Poltern an der Kojentüre geweckt.&nbsp;Später hörten wir die Ankerketten. Wir sollten unsere Bettlaken bitte der Crew übergeben und uns im Aufenthaltsraum für die Ankunft bereit machen, deutete uns einer der Passagiere.</p>



<p>23:30 Rückzug in Koje<br>02:30 plötzliche Tagwache<br>03:45 Passrückgabe im Aufenthaltsraum<br>04:00 Abmarsch auf Frachtdeck<br>04:15 Abmarsch über Dock an Land zu Wartebereich der aserbaidschanischen Zoll- und Grenzkontrolle<br>04:45 Pass- und Visakontrolle&nbsp;&amp;&nbsp;Welcome to Azerbaijan</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ankunft-in-alat">Ankunft in Alat</h2>



<p>Der Hafen von Alat ist mitten im Nirgendwo an der aserbaidschanischen Küste zwischen unzähligen Ölförderpumpen. Im gelben Licht der Hafenscheinwerfer folgen wir einem langen Absperrzaun. An einem Checkpoint wollte ein Mann mit Schlips nochmal unseren Pass kontrollieren. Dann liess er uns auf die andere Seite der Absperrung passieren. Am Ende eines grossen Lastwagenparkplatzes erspähten wir eine Leuchtschrift. Es war inzwischen fünf Uhr. Das Restaurant jedoch war geschlossen und das Wifi verschlüsselt. Vor acht Uhr war hier nicht mit Betrieb zu rechnen. Wir liefen weiter auf der Suche nach einem Bankomaten. Unterwegs begegneten wir der Hafen-Sicherheitspatrouille.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-grune-hafenshuttle">Das grüne Hafenshuttle</h2>



<p>Die zwei Sicherheitskräfte deuteten auf ein Häuschen beim Zaun, der das Hafengelände absichert. Zudem erwähnten sie ein grünes Hafenshuttle, welches uns zum Bankomaten bringen würde.  Beim Häuschen waren weitere uniformierte Sicherheitsleute. Einer bot uns seinen Granatapfel an. Wir setzen uns auf die Bank beim Häuschen. Der grüne Shuttle fahre nicht, sagten sie uns nach einer Weile. Wir könnten einfach zur Hauptstrasse laufen und dort ein Taxi nehmen. Optimistisch machten wir uns auf. Die Morgendämmerung war ein traumhafter Anblick. Die Hauptstrasse jedoch glich einer Autobahn. Taxis waren keine auszumachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg" alt="" class="wp-image-7519" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="mitfahrgelegenheit-an-den-rand-von-baku">Mitfahrgelegenheit an den Rand von Baku</h2>



<p> Autostopp funktionierte aber schnell. Ein älterer quirliger Herr stoppte. Er stieg aus und öffnete die Türe des Laderaums für unser Gepäck. Wir durften uns auf die Rückbank zu einem anderen Herrn setzen. Während der Tscheche in Russisch mit dem netten Fahrer sprach, nickte ich immer wieder ein. Ein Gefühl von Geborgenheit und unendlicher Dankbarkeit erfüllte mich. Ich fühlte mich total sicher und behütet. Als mich der Tscheche mit einem Schubser weckte, waren wir bereits im Einzugsgebiet der öffentlichen Busse von Baku.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="busfahrt-ins-zentrum-von-baku">Busfahrt ins Zentrum von Baku</h2>



<p>Inzwischen war es Tag. Unser Fahrer half uns hier den richtigen Bus (Nr. 195) zu erwischen. Er bezahlte sogar für uns das Busticket. Wir schenkten ihm die letzen zwei Dosen Bier aus Kasachstan. Die Sitzplätze im Bus waren alle besetzt. Wir quetschten uns mit unserem Gepäck im den Gang zwischen die stehenden Pendler. Auf beiden Seiten der Strasse wippten unzählige Ölpumpen vor sich hin. Langsam näherten wir uns dem Stadtzentrum von Baku. Dort stiegen wir aus und fanden bald einen funktionierenden Bankomaten. Das Stadtzentrum machte einen sehr modernen und sauberen Eindruck. Wir suchten ein Café zum Frühstücken. Mein Versuch spontan einen Couchsurfing Platz zu finden, scheiterte vorerst. Ich beschloss mit dem Tschechen in ein <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/">Hostel</a> im Zentrum zu gehen. Dort angekommen war ich so müde, dass ich den Nachmittag mit Schlafen verbrachte.</p>



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		<title>Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 21:20:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>
		<category><![CDATA[Biometrische Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Direktzug]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzübertritt]]></category>
		<category><![CDATA[Hanoi]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtzug]]></category>
		<category><![CDATA[Nanning]]></category>
		<category><![CDATA[öV]]></category>
		<category><![CDATA[Passkontrolle]]></category>
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		<category><![CDATA[Zug]]></category>
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<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/ticket-nach-vietnam-nachtzug-von-nanning-nach-hanoi/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine beliebte Art von China nach Vietnam zu reisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="http://bue.li/reisen/alben/China/mediafiles/l99.jpg" alt="Ticket nach Vietnam"/><figcaption>Das Ticket nach Vietnam ausgestellt in mehreren Sprachen inklusive Deutsch (<a href="http://bue.li/reisen/alben/China/pages/page_99.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht die einzigen Westler mit einem Ticket nach Vietnam</h4>



<p>Mit uns im Abteil waren zwei Jungs. Der eine war ein Amerikaner und der andere ein Chinese, welcher in Amerika studierte. Bevor der Amerikaner wieder nach Hause fliegen würde, wollten die beiden noch kurz nach Hanoi und an die <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/04/28/coto/">Ha long Bucht</a>. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Grenzübertritt in zwei Etappen</h4>



<p>Die Grenzbahnhöfe von China und Vietnam liegen etwas 45 Zugminuten auseinander. Um die Ausreise aus China abzuwickeln wurde um 22:30 angehalten, gegen 23 Uhr waren wieder alle Passagiere an Board. Gegen 23:45 gings weiter Richtung Vietnam. Den vietnamesischen Grenzbahnhof erreichten wir gegen 00:30. Dort mussten wir ebenfalls wieder mit allem Gepäck aussteigen. Da die Vietnamesen nur einen Schalter offen hielten, dauerte die Einreise etwas länger als die Ausreise aus China. Wir machten es uns im Wartesaal bequem, statt ewig Schlange zu stehen. Schneller ging es sowieso nicht. Eine ungeduldige Reisende wurde immer wieder zurück gewiesen und kam schliesslich als Drittletzte vor uns an die Reihe. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Geldwechseln am mitten in der Nacht</h4>



<p>Während dem Warten wechselten wir hier ersten vietnamesischen Bahnhof unsere übrigen RMB in vietnamesische Dong um. Im Vergleich zur chinesischen Währung ist der Dong fast nichts wert. So wird man schnell zum Millionär.</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/ticket-nach-vietnam-nachtzug-von-nanning-nach-hanoi/">Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Zugreise Russland nach China</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2019 13:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Beijing]]></category>
		<category><![CDATA[Biometrische Daten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/">Zugreise Russland nach China</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
<p>Eine Zugreise von Russland nach China ist auf mehreren Strecken möglich. Die eine Strecke führt durch die Mongolei. Die andere &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Zugreise Russland nach China</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p><strong>Eine Zugreise von Russland nach China ist auf mehreren Strecken möglich. Die eine Strecke führt durch die Mongolei. Die andere Strecke führt durch die Mandschurei. Auf der transmandschurischen Eisenbahn Strecke fährt man von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/27/die-sibirische-tramstadt-irkutsk/">Irkutsk</a> nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/02/etwa-22-millionen-menschen-auf-knapp-17000-km²-ankunft-in-beijing/">Beijing</a> via Slyudyanka, Ulan-Ude, Chita 2, Karymskaya, Adrianovka, Mogoytuy, Olovyannaya, Yasnogorsk, Borzya, Zabaykal‘sk, Park Pogr. Dosm (Russland), Gosgranitsa Rossiya (China), Man‘chzhuriya, Khaylar, Boketu, Anansi, Kharbin, Chanchun, Shen‘yan, Tszin‘chzhou, Shan‘kheyguan, Tanshan, Tyan‘tszin.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Die letzten Kilometer in Russland</h4>



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<p>&nbsp;</p>



<p>Unser Zug fuhr am Morgen los. Die Schienen führten erstmal lange dem südlichen Ufer des <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/25/die-eisige-weite-der-baikalsee/">Baikalsees</a> entlang und dann weiter durch russische Städte nördlich der Mongolei bis hin zur russisch-chinesischen Grenze. 3G-Internet-Daten-Empfang mit unserer russischen SIM Karte hatten wir das letze Mal kurz nach der Stadt Chita. Dann nur noch schwach bis gar nicht mehr. Die provinziellen Städte scheinen vom Provider TELE2 doch nicht abgedeckt zu sein. Es blieb somit spannend, wo wir in Beijing schlafen würden. Denn bisher hatte uns noch kein Couchsurfing Host definitiv zugesagt. Die Unsicherheit verflog dann später dank der Hilfe einer russischen Studentin, welche gerade für ein weiteres Semester in die chinesische Stadt Kharbin unterwegs war und uns einen Hotspot einrichtete.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spurwechsel am Grenzbahnhof auf russischer Seite</h4>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-1024x683.jpg" alt="Grenzbahnhof auf russischer Seite. Im Hintergrund das chinesische Grenzgebäude." class="wp-image-3339" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Dieser Bahnhof hat etwas mehr Spuren als üblich. Hier können chinesische und russische Züge halten.</figcaption></figure>



<p>Gegen 13 Uhr am folgenden Tag erreichten wir die russische Grenzstadt. Wir mussten nun den Zug verlassen. Das Gepäck durfte an Board bleiben. So hatten wir drei Stunden Zeit für einen Spaziergang. Kurz nach dem Aussteigen trafen wir eine junge Familie. Es war ein Niederländer und eine Chinesin mit gemeinsamem Baby. Sie machten diese Zugreise von Russland nach China zum dritten Mal. Der junge Vater meinte, wir sollten nicht erstaunt sein, wenn der Zug gleich wegfahren würde. Der lange Halt ist dem Wechsel von Breitspur auf Normalspur geschuldet. Hier werden die Wagenachsen gewechselt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine heruntergekommene menschenleere Grenzstadt</h4>



<p>Auf dem Spaziergang in der Stadt war uns nicht ganz geheuer. Denn die Stadt schien wie ausgestorben. Es war fast kein Mensch auf der Strasse, nur streunende Hunde. Von weitem sahen wir das pompöse chinesische Grenzgebäude. Dieses liess im Gegensatz dazu das russische lächerlich aussehen. Zurück im Bahnhof tauschten wir die letzten paar Rubel gegen ein paar Gramm Salz-Erdnüsse. Als nach drei Stunden der Zug wieder vorfuhr, standen die Wagenräder zwischen dem schmäleren Schienenpaar. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Zoll und Passkontrolle in Russland</h4>



<p>Um 16:30 wurden wir zum Einsteigen gerufen. Eine gute halbe Stunde später erst kamen die Zollbeamten. Sie öffneten nach kurzer Gepäckinspektion vor allem die versteckten dunklen Ecken hinter den Abdeckungen der Lüftungsschächte und leuchteten diese mit suchenden ernsten Blicken gründlich aus. Wer mit dem Zug Drogen schmuggeln will, muss sich etwas Schlaues ausdenken. Zum Schluss kamen die Grenzbeamten vorbei und sammelten freundlich die Pässe ein. Ausgestempelt brachten sie diese nach einer gefühlten Ewigkeit schliesslich zurück und ab dann war das Verlassen des Zuges nicht mehr gestattet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nächtliche Ankunft in China</h4>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-1024x683.jpg" alt="die Skyline der ersten Stadt hinter der Grenze auf der Zugreise von Russland nach China" class="wp-image-3341" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die erste Stadt auf chinesischer Seite verfügt über eine völlig überbeleuchtete Skyline.</figcaption></figure>



<p>Der Zug setzte sich etwa eine Stunde nach dem Einsteigen in Bewegung. Bald stieg ein chinesischer Grenzbeamte in den Zug. Dieser fragte freundlich jeden Passagier woher er kommt und teilte Formulare aus, während er prüfte, ob die Pässe ein chinesisches Visum enthielten. Es wurde dunkel draussen und bald fuhren wir in die erste Stadt auf der chinesischen Seite der Grenze ein. Ein Anblick, welcher an nächtliche Filmszenen aus Las Vegas erinnerte. Die Hochhäuser leuchteten und blinkten wild in allen erdenklichen LED Farben. Am Bahnhof stiegen wieder Zollbeamte ein, diesmal die chinesischen. Ohne Alkohol, Tabak und Bargeld wähnten wir uns auf der sicheren Seite. Grund zur Aufregung boten schliesslich unsere feinen Orangen. Diese durften wir nicht einführen &#8211; höchstens auf der Stelle noch Essen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zoll und Passkontrolle in China</h4>



<p>Kurz darauf galt es mit allem Gepäck den Zug für eine Visite bei der chinesischen Grenzkontrolle zu verlassen. Den Rücken mit unserem Gepäck beladen und in den Händen halb geschälte Orangen und die ausgepackten Kleinigkeiten, marschierten wir zum Eingang. Die Halle der Passkontrolle war hell erleuchtet und mit einer überaus grosszügigen Dosis Kameras ausgestattet. Die Zugpassagiere verteilten sich auf vier Schlangen vor den geöffneten Schaltern. Die Grenzbeamten prüften nebst Visa und Pass mit Hilfe ihren digitalen Gehilfen auch die Biometriedaten: Alle Finger, Iris, Gesicht. Nur Gewicht und Grösse waren ihnen einerlei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einen schnelleren Grenzübertritt?</h4>



<p>Seit der russischen Grenzstadt waren wir alleine im Abteil. Die mandschurischen Grenzgänger in unserem Abteil hatten sich wohl am Nachmittag selber über die Grenze gewagt und wahrscheinlich im nächsten chinesischen Bahnhof den nächsten Schnellzug geschnappt. Wer weiss wie, spart so sicher eine Menge Zeit und Geduld. Im selben Wagen lernten wir noch einen Japaner kennen, welcher mit seiner liebsten Chinesin, welche er in einem Austauschsemester kennengelernt hatte, unterwegs war. Sie erzählten uns, dass es sich lohnt das Ticket nur bis in die russische Grenzstadt zu buchen und dann eine zweite Buchung nach Peking zu machen. Ob dies tatsächlich so ist, konnten wir nicht überprüfen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mandschurei</h4>



<p>Die Zugreise von Russland nach China im russischen Zug, mit russischem Personal und immer weniger Passagieren, mutete etwas seltsam an. In keinem der chinesischen Bahnhöfe schien jemand zuzusteigen. Zwischen den Bahnhöfen bzw. Städten beobachteten wir, dass die Landschaft stärker durch Ackerbau geprägt war, als noch in den Weiten Russlands. Entlang der Geleise sahen wir oft Gräber, Abfallmulden oder improvisierte Obdachlosen-Behausungen. Etwas weiter weg schienen Hochhäuser in jeweils mehrfach identischer Ausführung wie Pilze aus dem Boden zu schiessen. Die Baustellen zeichneten ein kontrastreiches Bild des radikalen und scheinbar kompromisslosen Wandels. Am einen Ende der Baustelle werden alte kleine Häuser abgerissen und gleich daneben die neuen Betontürme langsam von unten mit Fassaden bekleidet. Weiter wird das Landschaftsbild geprägt von vielen neuen Infrastrukturbauten, Kohlekraftwerken und dazwischen Äcker, welche dank den bäuerlichen Ernteresten-Feuer ihren Teil zum ländlichen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Smog" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Smog</a> und der Gesundheit der Atemwege beitragen.</p>
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		<title>Schnellzug Helsinki St.Petersburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2019 11:45:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[1.Klasse]]></category>
		<category><![CDATA[Direktzug]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzübertritt]]></category>
		<category><![CDATA[öV]]></category>
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<p>Die finnische Eisenbahngesellschaft VR bietet seit Dezember 2010 zusammen mit der russischen Staatsbahn RZD eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit einem Schnellzug Helsinki &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/12/schnellzug-helsinki-st-petersburg/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Schnellzug Helsinki St.Petersburg</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Die finnische Eisenbahngesellschaft VR bietet seit Dezember <a href="https://www.mz-web.de/schnellzug-helsinki---st--petersburg-ab-12--dezember-7585872" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2010</a> zusammen mit der russischen Staatsbahn RZD eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit einem Schnellzug Helsinki St.Petersburg an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kürzere Fahrzeit mit Allegro Schnellzug Helsinki St.Petersburg</h4>



<p>Dank dem Hochgeschwindigkeitszug vom Typ «Allegro» wurde die Fahrtzeit um ganze zwei Stunden auf nur noch dreieinhalb Stunden verkürzt. Der Begriff Allegro&nbsp;kennt jeder Musiker, der <a href="https://klavierkrani.ch/piano-lieder-fuer-anfaenger-mit-buchstaben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Noten lesen</a> kann. Denn er kennzeichnet einen Teil der Musik, der schnell und lebhaft zu spielen ist. Somit ist <a href="https://eng.rzd.ru/en/9873/page/103290?id=18019#main-header" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="broken_link">Allegro</a> eine treffende Bezeichnung für den Schnellzug von Alstom. Dieser Hochgeschwindigkeitszug bietet eine zeiteffektive Möglichkeit bequem und schnell zwischen den beiden nördlich liegenden Städten Helsinki und Sankt Petersburg zu reisen. Die Zugkomposition des Schnellzugs nach Sankt Petersburg ist üblicherweise wie im Bild unten dargestellt. In Richtung Sankt Petersburg befindet sich die zweite Klasse an der Zugspitze. Auf dem Weg nach Helsinki fährt sind die Wagennummer 1 mit der 1.Klasse voraus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="964" height="100" src="http://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg_Komposition.png" alt="So sieht die Komposition aus" class="wp-image-14706" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg_Komposition.png 964w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg_Komposition-300x31.png 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg_Komposition-768x80.png 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg_Komposition-832x86.png 832w" sizes="(max-width: 964px) 100vw, 964px" /><figcaption>Die Komposition des Schnellzugs Allegro von Helsinki nach St.Petersburg (<a href="https://eng.rzd.ru/en/9873/page/103290?id=18019#main-header" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="broken_link">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<p>Route des Schnellzugs Helsinki St.Petersburg</p>



<p>Der Hochgeschwindigkeitszug Allegro hält bis zur finnischen Passkontrolle und Zollstation in Vainikkala an fünf Haltestellen. In Russland ist der erste Halt am Bahnhof von Vyborg. Von dort fährt der ohne Halt bis nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/13/willkommen-in-russland-sankt-petersburg/">St. Petersburg</a>.</p>



<p>Bild Route</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="818" height="363" src="http://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg.jpg" alt="Route Schnellzug Helsinki St.Petersburg" class="wp-image-14705" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg.jpg 818w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg-300x133.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/04_SPB/Schnellzug-Helsinki-StPetersburg-768x341.jpg 768w" sizes="(max-width: 818px) 100vw, 818px" /><figcaption>Der Schnellzug Helsinki St.Petersburg fährt auf der oben in orange dargestellten Route (<a href="https://www.russiantrains.com/de/train/allegro-high-speed-train" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Komfort an Board des Allegro</h4>



<p>Der Allegro bietet allen Komfort, den man heute von einem modernen Schnellzug erwartet. Er ist mit 42 Sitzen in der ersten Klasse ausgestattet und hat Platz für 296 Passagiere in der 2.Klasse. Jeder Sitzplatz ist mit Armlehnen, Tischchen und Leselicht ausgestattet. Auch gibt im ganzen Zug Wifi Empfang für kostenlosen Internetzugang. In Wagennummer 3 befindet sich ein Speisewagen. Was im Allegro sonst noch zu deiner Verfügung steht, siehst du im folgenden Video.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="epyt-video-wrapper"><iframe loading="lazy"  id="_ytid_85665"  width="960" height="540"  data-origwidth="960" data-origheight="540" src="https://www.youtube.com/embed/vzc2y57-T5k?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=3&#038;loop=0&#038;modestbranding=1&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;" class="__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload" data-vol="0"  data-epautoplay="1"  title="Exclusive Tour of the High-Speed Allegro Train"  allow="fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen data-no-lazy="1" data-skipgform_ajax_framebjll=""></iframe></div>
</div></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Grenzkontrolle und Geldwechseln an Board</h4>



<p>Im Schnellzug Helsinki St.Petersburg kann man an beim Zugpersonal Bargeld wechseln. Egal in welche Richtung der Zug verkehrt, es kann Rubel und Euro gewechselt werden. Die Zollkontrolle und die Passkontrolle wird im Zug durchgeführt. Anders als auf anderen Internationalen Verbindungen von Russland (z.B. <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/fahrt-von-irkutsk-nach-beijng-mit-der-transmatschurischen-eisenbahn-via-slyudyanka-ulan-ude-chita-2-karymskaya-adrianovka-mogoytuy-olovyannaya-yasnogorsk-borzya-zabaykalsk/">Russland &#8211; China</a>) müssen die Passagiere dafür nicht aussteigen. Allerdings sollte man sich nicht wundern, wenn plötzlich neben einem im Durchgang ein deutscher Schäferhund der Zollbeamten steht. Dieser tut genau so wie die Zollbeamten nur seinen Job. Man wird nach den üblichen zoll-verdächtigen Gegenständen und Güter gefragt. Zudem muss man die Menge Bargeld deklarieren, die man auf sich führt. Wir haben alle Beamten sehr freundlich erlebt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fahrkarten kaufen</h4>



<p>Wir haben uns die Fahrkarten bei der <a href="https://eng.rzd.ru" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="broken_link">russischen Staatsbahn</a> direkt selbst online gekauft. Man bekommt die Billette dann als pdf per E-Mail zugesandt. Klar kann man die Tickets auch in Helsinki am Schalter oder bei verschiedenen Agenturen bestellen. Letztere leben jedoch von Gebühren. Diese machen die Reise unnötig teuerer. Daher empfehle ich diese nicht zu nutzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Danksagung</h4>



<p>Das Titelbild stammt von <a href="http://www.highspeedworld.net/helsinki-stpetersburg.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">High-Speed World</a>. Die Bilder stammen aus den angegebenen Quellen (siehe Bildunterschriften), der eingebettete Rundgang im Allegro wurde von <a href="https://www.russiantrains.com/de/train/allegro-high-speed-train" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RussianTrains</a> veröffentlicht.</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/12/schnellzug-helsinki-st-petersburg/">Schnellzug Helsinki St.Petersburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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