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	<title>Grenzstadt Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<title>Grenzstadt Archive - slow travel to asia.ch</title>
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		<title>Tamu &#8211; Willkommen in Myanmar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2020 12:30:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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<p>Der Shuttle des indischen Grenzpostens hatte uns über die Freundschaftsbrücke von Indien nach Myanmar gebracht. Wir luden unsere Rucksäcke aus &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/03/08/tamu-willkommen-in-myanmar/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Tamu &#8211; Willkommen in Myanmar</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Der Shuttle des indischen Grenzpostens hatte uns über die Freundschaftsbrücke von Indien nach Myanmar gebracht. Wir luden unsere Rucksäcke aus und schon standen wir&nbsp;vor dem&nbsp;kleinen Haus&nbsp;des Grenzpostens von Myanmar in Tamu. Vor dem Gebäude mit zwei Schaltern war eine gedeckte Terrasse. Bei den Stufen zur Terrasse standen zwei Damen. </p>



<p><em>Mengalaba</em>&nbsp;(pronounced as&nbsp;<em>Meng- Gah- Lah- Bar</em>) heisst:  Hello</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fieber Messen im Niemandsland</h4>



<p>Sie hatten beide eine Infrarot-Temperatur-Messpistole in der Hand und trugen blaue Gesichtsmasken. Sie baten uns stehen zu bleiben. Biip, biip tönte es aus der weissen Pistole, nachdem sie gegen meine Stirn gerichtet worden war. Die Temperatur war offenbar akzeptabel. Wir durften auf die Terrasse.</p>



<p><em>Chesube</em>&nbsp;(pronounced as&nbsp;<em>Tseh-Soo- Beh</em>) heisst: Danke!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einreiseformular ausfüllen und kurz warten</h4>



<p>Hier sass ein Mann ohne Uniform an einem kleinen Tisch, vielleicht ein Assistent der Grenzbeamten. Er übergab uns das Einreiseformular. Wir wurden gebeten Platz zu nehmen. Es war wieder&nbsp;Auskunft über den&nbsp;Beruf&nbsp;angesagt. Darauf hatte ich aber keine Lust, daher liess ich diesmal das Feld einfach leer. Zuerst wurde Soodeh an den Schalter gebeten. Wir hofften, dass trotz ihrer kürzlichen Reise in den Iran die Einreise problemlos verlaufen würde. Möglicherweise war es nun von Vorteil, dass die genaue Bedeutung der persischen Zeichen des iranischen Ausreisestempels den Grenzbeamten verborgen blieb. Soodeh’s Reisepass bekam bald den Einreisestempel für Myanmar verpasst. Nun war ich an der Reihe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Den internationalen Impfausweis zeigen</h4>



<p>Die Schweiz war längst unter den Top 10 der Corona-Fallzahl-Länderliste. Ein Arzt stand neben dem Schalter. Er fragte nach meiner Reisetätigkeit: Januar Pakistan, Februar Indien. Ich müsse ihm mein Gesundheitszertifikat zeigen. Etwas überrascht, fiel mir spontan nur mein Impfausweis ein. Diesen trug ich seit Beginn meiner Reise vor 13 Monaten mit mir herum. Jetzt kam er das erste Mal zum Einsatz, abgesehen von der letzten Impfung in den Niederlanden. Ich zückte ihn aus dem Geheimfach meines Rucksacks und wies ihn vor. Zuerst deutete ich auf das Wort «international» und «WHO», dann führte ich den Arzt durch die Liste meiner Impfungen. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Natürlich keine Corona Impfung</h4>



<p>Natürlich war da keine Corona-Impfung dabei. Doch die schiere Menge an anderen Impfungen (aus der Zeit meiner Kenya Reise) genügte scheinbar als Beweis für meine Gesundheit oder machte sonst irgendwie Eindruck. Als ich verneinte in den letzten zwei Wochen Fieber oder Husten gehabt zu haben, erhielt mein Pass den Einreisestempel ebenfalls. 28 Tage dürften wir in Myanmar bleiben, so die sinnvolle Ergänzung neben dem Datum des Stempels. <em>(Nachtrag: Dass wir schliesslich in Myanmar in einen Lockdown geraten würden, ahnten wir noch nicht. Inzwischen ist August und wir sind immer noch in Myanmar.)</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Unmögliche doch geschafft</h4>



<p>Jetzt war es 11:40 nach Myanmar Zeit (+1 Stunde gegenüber Indien). Bis zum Markt von Tamu sind es&nbsp;1,7 km Fussmarsch. Das wäre bis 12 Uhr nicht zu schaffen gewesen. Doch dann würde der letzte Bus von Tamu nach Mandalay abgefahren sein. Wir brauchten ein Taxi nach Tamu Zentrum. Doch das Tucktuck und das Taxi, welche hinter dem Grenzposten standen, wollten uns nicht mitnehmen. Sie seien bereits reserviert –&nbsp;schade!&nbsp;Enttäuscht liefen in Richtung Tamu wir los. Die Strasse war nicht wirklich viel befahren. Nur einige Roller bzw. Motorräder kamen uns entgegen. Die Fahrer lächelten uns freundlich an. Wir waren schon ein beträchtliches Stück&nbsp;unter&nbsp;der brütenden Sonne auf dem heissen Asphalt gewandert, als der Assistent der Grenzbeamten angefahren kam. Da dieser englisch sprach, fragten wir ihn, ob er uns ein Taxi bestellen könne. </p>



<h4 class="wp-block-heading">mit einem Dreirad zum Busticketschalter</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-03-08_Border_Tamu/IMG_6838.jpg" alt="Dreirad Taxi" class="wp-image-13526" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-03-08_Border_Tamu/IMG_6838.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-03-08_Border_Tamu/IMG_6838-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-03-08_Border_Tamu/IMG_6838-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-03-08_Border_Tamu/IMG_6838-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Dieser Herr auf seinem Dreirad Motorrad führte uns zum Bus am Markt von Tamu.</figcaption></figure>



<p>Wir hatten den Satz noch nicht beendet, als ein Mann mit einem Dreirad-Motorrad mit Ladefläche angefahren kam. Wir deuteten ihm anzuhalten. Der Assistent der Grenzbeamten übersetzte für uns, dass wir gerne zum Markt bzw. zum Bus-Stand von Tamu  fahren möchten. Der Mann öffnete die Ladefläche, wir stiegen auf. Er fuhr mit uns direkt zum Markt von Tamu, wo wir um 11:55 ankamen. Wir bedankten uns herzlich und gaben ihm 100 INR. Hier am Busticketstand lernten wir, dass der letzte VIP Bus jeweils um 12:30 Tamu verlasse. Um 12 fahre jedoch kein Bus. Uns kam die Änderung des Fahrplans gegenüber den zweijährigen Informationen eines gelesenen Reiseblogs (LINK) gerade recht. So hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit, um Geld zu wechseln und SIM Karte und Mittagessen zu besorgen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dollar oder Euro Wechseln unmöglich</h4>



<p>Wir reservierten zwei Sitzplätze im Bus und ich machte mich auf die Suche nach einer Geldwechselstube. Mehrere Shops, bieten das Wechseln von indischen Rupien nach Myanmar Kyats an. Meine Dollar oder Euros jedoch wollte hier niemand wechseln. Nach der vierten Rückweisung gab ich es auf und ging zu einem Bankomaten. Hier erhielt ich mit meiner Prepaid-Kreditkarte Myanmar Bargeld zu Tausenden. Ein Euro war damals 1460 Kyats wert. Die Überland- Busfahrt nach Mandalay kostete pro Person 28000 Kyats.</p>
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		<title>vermeintlich früh an der Grenze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 09:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[E-Visum]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzübertritt]]></category>
		<category><![CDATA[Taxi]]></category>
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<p>Die pakistanischen Polizeieskorten für Ausländer würden Taftan jeweils am Morgen gegen acht verlassen, war von Reisenden zu vernehmen. In der &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/07/vermeintlich-frueh-an-der-grenze/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">vermeintlich früh an der Grenze</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Die pakistanischen Polizeieskorten für Ausländer würden Taftan jeweils am Morgen gegen acht verlassen, war von Reisenden zu vernehmen. In der Hoffnung, diese zu erwischen standen wir also heute früh auf. Zuerst bestellten wir in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2020/01/06/24-stunden-in-zahedan/">Zahedan</a> ein Stadttaxi per Uber zum Taxistand an den Stadtrand. Dort verhandelten wir mit den Taxifahrern für die Fahrt an die Grenze zum Mirjaveh Taftan Grenzübergang. Auf dem Weg zur Grenze passierten wir einige Militär-Checkpoints und sahen viele Trauerflaggen zu Ehren des ermordeten iranischen Militäroberhaupts <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani" target="_blank">Soleimani</a>. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414.jpg" alt="Trauerfahne auf dem Weg zum  Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9595" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4414-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eine Fahne mit der Aufschrift &#8222;Hallo, Tochter von Mohamend&#8220; gehisst aufgrund des Attentats an <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani" target="_blank">Soleimani</a>.</figcaption></figure>



<p>Andere Fahnen waren auf Halbmast. Um 7:30 standen wir an der Grenze. Das Ausreiseprozedere dauerte in unserem Fall lange 150 Minuten. Also keine Chance um 8 Uhr in Pakistan einzureisen. Soodeh musste ihre Ausreisesteuer bezahlen. <a rel="noreferrer noopener" href="http://morethan7wonders.de" target="_blank">Max</a> und ich unsere Fingerabdrücke prüfen lassen. Dann trafen wir Hamid. Unter Reisenden ist er bekannt als Hamid der Taxifahrer, aber er arbeitet offenbar auch für die Regierung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420.jpg" alt="Taxis am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9597" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4420-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Viele wartende Taxis am Mirjaveh Taftan Grenzübergang auf der Iranischen Seite.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Interview vor der Ausreise</h4>



<p>Hamid half die vielen Fragen zu übersetzen, welche der Vertreter der präsidialen Agentur hatte. Ich wurde zum Beispiel gefragt, woher ich die Iranerin kenne. Ob ich alleine reise und einiges mehr zu meinem Beruf. Wir hätten uns das Taxi geteilt von Zahedan zur Grenze, gab ich richtig zu Protokoll. Weiter gab ich an alleine zu reisen. Die Berufsbezeichnung Projektleiter im Umweltbereich zog weiteren Frage nach sich. Das Wort Umwelt umschrieb ich verkürzt mit erneuerbarer Energie und Recycling. Die Fragen waren ziemlich wirr und schienen zusammenhanglos. Es blieb mir unklar, warum der Iran sich dafür interessiert. Bestimmt brauchen sie Umweltwissenschafter.</p>



<p><strong>An welchen Grenzen wurdest du schon interviewt? Schreibe gerne unten einen Kommentar.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425.jpg" alt="Hamid im Grenzgebäude am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9598" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4425-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Als alle interviewt waren, wurden unsere Iran Visa mit unseren Pässen eingesammelt. Zurück gegeben wurden uns nur die Pässe ohne einen neuen Stempel. Die ausgestempelten iranischen Visa behielten die Beamten. Als wir nachfragten, durften wir sie jedoch fotografieren. Jetzt konnten wir ausreisen. Wir liefen durch einen Gitterkorridor in iranischen Nationalfarben zum Grenztor.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426.jpg" alt="Fussgänger Grenzkorridor am Mirjaveh Taftan Grenzübergang" class="wp-image-9599" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/2020-01-07_Boarder_Iran_Seite/IMG_4426-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Fussgänger Gitterkorridor in den iranischen Nationalfarben an der Grenze zu Pakistan.</figcaption></figure>
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		<title>Durch den Regen nach Tiflis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 15:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Durch den Regen nach Tiflis</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/11/04/durch-den-regen-nach-tiflis/">Durch den Regen nach Tiflis</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Es regnete in Strömen. Der laut redende Besitzer der Unterkunft bellte von der Haustüre zum Gartentor ein „Gute Reise und alles Gute“ durch den Regen. Nicht lange später kam ein Auto angefahren. Die beiden Männer hinter den angelaufenen Scheiben nahmen mich mit nach Zagatala. Dort zeigten sie mir, wo die Marshrutka Richtung Georgien fährt. Am Bushäuschen fragte ich erneut nach. Schliesslich kam eine Marshrutka. Sie fuhr jedoch nur bis Balakon. Um nach Georgien bzw. Tiflis zu fahren, müsse man nun umsteigen. Am Parkplatz standen zwei Marshrutkas mit georgischem Kennzeichen. Im wartenden Bus sassen bereits zwei Passagiere. Es dauerte eine Weile bis ich herausfand, dass der Bus erst in gut einer Stunde fahren würde. Somit hatte ich nun noch Zeit hier im Restaurant einige aserbaidschanische Manat zu verprassen. Als der Bus schliesslich losfuhr, ging es nicht lange und wir erreichten die Grenze.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Über die Brücke nach Georgien gehen</h4>



<p>Da man mir versicherte, dass der Bus über die Grenze fährt, liess ich mein Gepäck im Bus. Zusammen mit anderen Passagieren, spazierte ich über die Grenze. Allerdings verlor ich bald die Übersicht, wer sonst noch im Bus gewesen war. Ausreise und Einreise waren bald erledigt. Dazwischen lag nur eine kleine Brücke, die über einen Bergbach führte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg" alt="" class="wp-image-7665" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1454-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Blick zurück nach Aserbaidschan von der Brücke über dem Grenzbach Matsimistsqali.</figcaption></figure>



<p>Auf der georgischen Seite konnte ich nach der Einreise auch unkompliziert meine letzen aserbaidschanischen Manat in georgische Lari tauschen. Nun wartete ich auf den Bus. Als er schliesslich erschien, wurde ich herbeigerufen. Ich musste kurz mit dem Zöllner sprechen. Er wollte wissen, ob der Rucksack im Bus meiner sei. Als ich ihm dies versicherte, liess er den Fahrer und uns Passagiere einsteigen und weiterfahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Umsteigen in Lagodekhi</h4>



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<p>Der Bus fuhr jedoch anscheinend doch nicht nach Tiflis. Denn bereits im ersten Ort nach der Grenze, in Lagodekhi, wurde ich gebeten auszusteigen. Nun musste ich an einem Schalter ein Ticket nach Tiflis (10 Lari) kaufen. Damit durfte ich in die bereitstehende Marshrutka einsteigen. Diese fuhr kurz darauf in Richtung Tiflis los. Unterwegs hielten wir bei einer Ansammlung von Marktständen. Dort wurden lokale Spezialitäten wie <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/">Churchkhela</a> (ჩურჩხელა) und <a href="https://youtu.be/T07LCm9tjgM">Lavashana</a> verkauft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg" alt="Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern Churchkhela." class="wp-image-7667" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1457-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Marktstände am Strassenrand verkauften nicht Kerzen sondern <a href="https://slowtraveltoasia.ch/keine-kerzen-sondern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Churchkhela</a>.</figcaption></figure>



<p>Später sprach ich mit meinem Sitznachbarn. Er brachte mir einige Georgische Worte und Speisen (Lakman, Shashlik, Samsa) bei. Als wir Tiflis erreichten, begleitete er mich zur Metrostation und spendierte mir die Fahrt mit seiner Metrokarte. Von der Metrostation war es nicht weit zum Hostel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg" alt="erste Bekanntschaft in Tiflis" class="wp-image-7672" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/177_Anreise_Tbilisi/IMG_1469-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Selfie in der Metro von Tiflis mit dem netten Georgier, der mir die Ankunft in Tiflis erleichterte.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Abendspaziergang mit Couchsurfing Kontakt</h4>



<p>Auf meine öffentliche Couchsurfing Anfrage haben sich Tekla und Elina gemeldet. Mit Tekla traf ich mich nach meiner Ankunft auf einen Stadtspaziergang. Wir spazierten am Sankt Gregor beim Freiheitsplatz vorbei. Dann runter in die Altstadt zum Theater und anschliessend zur Mutter von Georgien. Zum Abschluss fuhren wir mit dem Bus in den Park beim TV-Sendeturm. Am nächsten Tag trafen wir uns nachmittags nochmal für einen Spaziergang in einen der Parks von Tiflis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg" alt="Tekla und Dominique in Tiflis" class="wp-image-7674" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/178_Tbilisi/IMG_1478-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit meiner Couchsurfing Stadtführerin Tekla Abends auf der Fussgängerbrücke über dem Fluss Mtkvari.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ankunft meiner Reisebegleitung Katarina</h4>



<p>Am Abend spät, bzw. morgens früh kam Katarina in Tiflis an. Ich holte sie mit dem öffentlichen Bus ab. Für die nächsten drei Wochen würden wir zusammen durch Georgien und Armenien reisen. Nach dem Ausschlafen trafen wir den Couchsurfing Kontakt <a href="https://www.couchsurfing.com/people/elina-ke">Elina</a> zum Lunch im <a href="https://www.instagram.com/mamaterraveggie/?hl=en">Mama Terra</a>. Elina sprach sehr gut English und auch etwas Deutsch. Es war spannend mit ihr zu sprechen. Sie erzählte von einem Yoga Retreat, welches sie demnächst als <a href="http://www.tbilisiyogacave.com/teachers">Yoga-Instruktorin</a> leiten würde. Später erzählte sie uns, warum sie sich von ihrem Mann scheiden liess und wie die Gesellschaft in Georgien darauf reagiert. Solche Geschichten zu hören erleichtern das Eintauchen in die lokale Mentalität und Kultur sehr.</p>
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		<title>Schifffahrt von Kuryk nach Alat</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 11:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[10 Tage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/15/schifffahrt-von-kuryk-nach-alat/">Schifffahrt von Kuryk nach Alat</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Einige Stationen vor dem Busbahnhof in Aktau stiegen wir aus. Alles was ich von Aktau sah waren die weiten Strassenzüge, eine Moschee und eine orthodoxe Kirche. Denn wir machten uns direkt auf den Weg zum Schalter der Fährgesellschaft. Dort wollten wir ein Ticket  für die Schifffahrt von Kuryk nach Alat kaufen. Doch dann bemerkten wir, dass heute Samstag war. Gemäss der Beschreibung auf <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Caravanistan (öffnet in neuem Tab)" href="https://caravanistan.com/transport/caspian-sea-ferry/#buying-a-ticket" target="_blank">Caravanistan</a> ist der Schalter nur wochentags geöffnet. </p>



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<h1 class="wp-block-heading" id="buchtipps-fur-weitere-schiffreisen">Buchtipps für weitere Schiffreisen</h1>



<p>Im Buch <a href="https://www.amazon.de/gp/product/384640781X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=384640781X&amp;linkCode=as2&amp;tag=slowtraveltoa-21&amp;linkId=8763ae0c0cad2d905746559061a9bd9d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abenteuer Schiffsreisen: Den Wind um die Nase auf Frachtern, Fähren und Containerschiffen. Alles außer Kreuzfahrt.</a> beschreibe ich die Überfahrt von Kuryk nach Alat ausführlich. Zudem findest du in diesem Buch vom Polyglott Verlag noch viele weitere Schiffsreisen. </p>



<h1 class="wp-block-heading" id="erlebnisbericht-meine-uberfahrt-von-kuryk-nach-alat">Erlebnisbericht: meine Überfahrt von Kuryk nach Alat</h1>



<h2 class="wp-block-heading" id="suche-nach-ticket-und-fahre">Suche nach Ticket und Fähre</h2>



<p>Wir suchten deshalb ein luxuriöses Hotel auf. Dort hofften wir auf Internet und hilfsbereites Receptionspersonal. Tatsächlich riefen sie für uns ohne Umstände die Nummer einer Auskunftsperson an. Als sie auflegte, erklärte uns die Receptionistin, wir könnten das Ticket online bei der <a href="https://www.asco.az/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Azerbaijan Caspian Shipping Company</a>&nbsp;erwerben. Auf <a href="https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:50.0/centery:42.0/zoom:7">marinetraffic.com</a> sahen wir, dass aktuell zwei Schiffe im Hafen waren, die Passagiere mitnehmen. Somit buchten wir gleich in der Hotellobby unser E-Ticket für die Überfahrt, allerdings ohne zu wissen, wann das nächste Schiff den Hafen verlassen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="transfer-zum-hafen-von-kuryk">Transfer zum Hafen von Kuryk</h2>



<p> Am Busbahnhof von Aktau erfuhren wir, dass keine Marschutkas nach Kuryk fahren. Wir mussten ein Taxi suchen. Ein Fahrer nahm uns für 4000 Tenge mit an den Hafen. Mit im Taxi war ein Hafenmitarbeiter. Unterwegs machten wir Halt um Bier und Snacks zu kaufen. Dies war uns von anderen Reisenden empfohlen worden. Gegen 13 Uhr erreichten wir den Hafen. Dort warteten wir zwei Stunden im leeren Empfangsbereich ausserhalb des Hafenzauns. Dann holte uns ein Hafenmitarbeiter ab und brachte uns zum Servicezentrum in der Mitte des Hafengeländes. Dort wurde unser Onlineticket zusammen mit einer Passkopie ausdruckt und abgelegt. Dann wurden wir ohne weitere Informationen zur voraussichtlichen Abfahrtszeit in den Wartebereich geschickt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="warten-essen-warten-einkaufen">Warten, essen, warten, einkaufen</h2>



<p>Auf dem Hafenareal gibt es ein Hotel, eine Cafeteria, einen Bankomat und Wifi. In der Cafeteria assen wir späten Lunch und sehr spätes Abendessen. Ein Security zeigte uns einen ungenutzten Wartebereich. Dort legten wir uns schlafen.&nbsp;Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war immer noch nicht klar wann das Schiff ablegen würde. Wir frühstückten erst mal in der Cafeteria. Am Nachmittag wurden wir zur Gepäckkontrolle gerufen. Danach hiess es, wir sollten auf den Hafenshuttle warten. Möglicherweise ging es bald los. Ich beschloss, meine letzen Tenge loszuwerden. In der Cafeteria kaufte ich Schokolade. Beinahe um ein Kilogramm Schokolade schwerer,  mit einigen Litern Reservewasser und dem grossen Vorrat an Bier, waren wir bereit für die lange (möglicherweise bis 10 Tage) dauernde Schifffahrt über das Kaspische Meer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-hafenshuttle-vom-zentrum-zum-dock">Das Hafenshuttle vom Zentrum zum Dock</h2>



<p>Eine Viertelstunde später fuhr ein moderner Minibus mit verdunkelten Scheiben vor. Der Fahrer war der unfreundlichste Kasache, den wir seit unserer Ankunft in Mangistau angetroffen hatten. Harsch deutete er uns beim Einsteigen, wie und wo wir unser Gepäck zu platzieren hätten. Ohne sein Gesicht zu verziehen, setzte er sich dann hinter das Steuer des Minibus und raste mit beinahe Überschallgeschwindigkeit zum Dock. Kaum war die Schiebetüre hinter uns zu,&nbsp;düste er wieder&nbsp;Richtung Servicezentrum davon.&nbsp;Es war nun 14:30, also etwa 24 Stunden nach unserer Ankunft am Hafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ubers-dock-ins-schiff">Übers Dock ins Schiff</h2>



<p>Jetzt&nbsp;standen wir&nbsp;endlich&nbsp;vor dem Schiff am Dock. Zwei in Asphalt gelegte Schienen führten&nbsp;direkt in den dunklen, noch leeren  Laderaum des Schiffs.&nbsp;Einige Männer empfingen uns am Eingang des Laderaums und baten uns hier zu warten. Einen Funkspruch später, deutete einer von ihnen auf die Treppen hinter einer Seitentüre in der Stahlwand des Laderaums. Drei Stockwerke höher erreichten wir das eine Aussendeck. In der hinteren Hälfte waren wohl die Kojen der Belegschaft. Wir hörten Stimmen und laufende Fernseher. In der Mitte des Decks waren eine Küche, ein Esssaal und ein Aufenthaltsraum. Dort setzten wir uns hin und warteten&nbsp;abermals.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kabine-beziehen">Kabine beziehen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg" alt="Kojenfenster auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7506" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0707-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf das Abendrot nach Sonnnenuntergang durch das Fenster der Kabine.</figcaption></figure>



<p>Eine rundliche Frau war gerade daran den Boden zu putzen. Es schien aber eher als würde sie den Dreck gleichmässig auf dem Linoleum verteilen. Nun holte sie aus der Putz- und Wäschekammer neben dem Aufenthaltsraum unsere Bettbezüge. Sie brachte uns zu einer Koje. Es war eine Viererkoje. Doch die oberen zwei Betten waren nach oben gelappt und an der Wand arretiert. Wir erhielten wohl den Luxus einer Zweierkoje. Sie verfügte über etwas Stauraum beim Eingang, ein Waschbecken und vier schmale Schränke. Duschen und Toiletten waren beim Aufenthaltsraum. Wir schauten uns auf dem Deck um. An Land vor dem Dock sahen wir einen Güterzug stehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="passkontrolle-an-board">Passkontrolle an Board</h2>



<p>Wir wurden zur Passkontrolle gerufen. Zwei kasachische Grenzbeamtinnen hatten sich im oberen Deck mit ihren mobilen&nbsp;Computern&nbsp;für die&nbsp;Passkontrolle&nbsp;eingerichtet. Sie sichteten unsere Pässe und verglichen die Gesichtsdaten mit dem Bild der Kamera der Computer. Dann stempelten sie uns aus Kasachstan aus. Den Pass legten sie auf einen kleinen Stapel zu den anderen Pässen. Sie erklärten uns, dass die Pässe bei der Crew bleiben würden. Wir würden diese erst kurz vor Ankunft im Hafen von Malat wieder erhalten. So hat die Crew ein Druckmittel gegen unliebsame Passagiere.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="doch-keine-baldige-ankunft">Doch keine baldige Ankunft</h2>



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<p>Am nächsten Morgen öffneten wir die Kartenapp. Die GPS Nadel machte einen riesigen Sprung. Wir waren praktisch schon auf der anderen Seite des Kaspischen Meeres und vor der Küste Aserbaidschans. Wahrscheinlich würden wir spätestens heute Abend bereits ankommen. Etwas voreilig zog ich das Bettlaken ab und packte meine Sachen. Dann ertönte ein lautes Krachen. Es waren wohl die Anker, denn bald standen wir still. Mein tschechischer Mitreisender war erleichtert. Sein Visa war nämlich erst ab dem nächsten Tag gültig. Der Tag verflog schnell.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="besichtigung-des-guterzugs-im-laderaum">Besichtigung des  Güterzugs im Laderaum</h2>



<p>Am Nachmittag gingen wir mit zwei anderen Passagieren in den Laderaum. Die beiden Güterzug-Begleiter waren mit etwa einem Dutzend leeren Kühlcontainern auf der Rückreise nach Aserbaidschan.&nbsp;Als sie ihre Reise antraten, waren die Container gefüllt mit Truthanschenkeln. Diese brachten sie nach Kasachstan und Usbekistan. Nun&nbsp;zeigten&nbsp;sie&nbsp;uns ihr mobiles Zuhause auf Schienen.&nbsp;Hier lebten sie während ihrer Reise. Der erste Raum des Spezialwagons war ein Maschinenraum. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg" alt="Maschinenwagen eines Frachtzuges auf der Schifffahrt von Kuryk nach Alat" class="wp-image-7511" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0731-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die beiden Güterzug-Begleiter im Maschinenraum Ihres Fracht-Begleitwagon.</figcaption></figure>



<p>Hier standen zwei grosse Generatoren zur Stromproduktion für die Kühlaggregate der Container.&nbsp;Sie standen still. Vom Maschinenraum des Wagons, gingen&nbsp;wir&nbsp;durch eine Türe in den zweiten Raum. Entlang eines schmalen Gangs, waren hier in kleinen Abteilen Toilette, Küche und Dusche installiert. Am Ende des Wagons war der Schlafraum der beiden Männer. Er glich unserer Schiffskoje, war aber leicht geräumiger.&nbsp;Ausser den Kühlcontainerwagons des Güterzugs standen noch zwei Lastwagen und ein Auto im Laderaum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-passagiere-an-board">Die Passagiere an Board</h2>



<p>Nebst den beiden Güterzug-Begleiter aus Aserbaidschan waren zwei Lastwagenfahrer an Board. Der eine war Georgier, der andere Ukrainer. Das Auto gehörte einem Paar aus Kasachstan. Wir waren die einzigen Passagiere ohne Fracht bzw. Fahrzeug im Laderaum. Mit nur acht Passagieren war es sehr ruhig an Baord. Andere Reisende hatten uns vor grossen Saufgelagen und handsärmliger Stimmung an Board erzählt. Unsere Mitreisenden waren sehr anständig und ruhig. Die zwei Aserbaidschaner luden uns im Aufenthaltsraum herzlich ein mit ihnen Tee zu trinken. Das Paar und die Lastwagenfahrer suchten etwas weniger Gemeinschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="immer-noch-vor-anker">Immer noch vor Anker</h2>



<p>Erneut hörten wir am späten Nachmittag das Rasseln der Ankerketten. Entgegen meiner Hoffnung wurden diese jedoch nicht hochgezogen. Wahrscheinlich war etwas mehr Kette runtergelassen worden. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem Deck. Der eine Güterzugbegleiter erklärte uns, dass wir wohl wegen den Windverhältnissen vor Anker wären. Die Hafeneinfahrt sei nur bei Windstille möglich. Das Schiff drehte sich im Wasser um seinen Anker wie ein Segel im Wind.&nbsp;Der Kaptain rief zum Abendessen.&nbsp;Am späten Abend standen wir immer noch. Wir stellten uns auf eine weitere Nacht an Board ein und legten uns in der Koje schlafen. Die Nachtruhe war jedoch kürzer als erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kurze-nacht-aufgrund-fruher-tagwache">Kurze Nacht aufgrund früher Tagwache</h2>



<p>Es war ein harter Start in den Tag. Nach nur drei Stunden Schlaf wurden wir&nbsp;durch ein Poltern an der Kojentüre geweckt.&nbsp;Später hörten wir die Ankerketten. Wir sollten unsere Bettlaken bitte der Crew übergeben und uns im Aufenthaltsraum für die Ankunft bereit machen, deutete uns einer der Passagiere.</p>



<p>23:30 Rückzug in Koje<br>02:30 plötzliche Tagwache<br>03:45 Passrückgabe im Aufenthaltsraum<br>04:00 Abmarsch auf Frachtdeck<br>04:15 Abmarsch über Dock an Land zu Wartebereich der aserbaidschanischen Zoll- und Grenzkontrolle<br>04:45 Pass- und Visakontrolle&nbsp;&amp;&nbsp;Welcome to Azerbaijan</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ankunft-in-alat">Ankunft in Alat</h2>



<p>Der Hafen von Alat ist mitten im Nirgendwo an der aserbaidschanischen Küste zwischen unzähligen Ölförderpumpen. Im gelben Licht der Hafenscheinwerfer folgen wir einem langen Absperrzaun. An einem Checkpoint wollte ein Mann mit Schlips nochmal unseren Pass kontrollieren. Dann liess er uns auf die andere Seite der Absperrung passieren. Am Ende eines grossen Lastwagenparkplatzes erspähten wir eine Leuchtschrift. Es war inzwischen fünf Uhr. Das Restaurant jedoch war geschlossen und das Wifi verschlüsselt. Vor acht Uhr war hier nicht mit Betrieb zu rechnen. Wir liefen weiter auf der Suche nach einem Bankomaten. Unterwegs begegneten wir der Hafen-Sicherheitspatrouille.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-grune-hafenshuttle">Das grüne Hafenshuttle</h2>



<p>Die zwei Sicherheitskräfte deuteten auf ein Häuschen beim Zaun, der das Hafengelände absichert. Zudem erwähnten sie ein grünes Hafenshuttle, welches uns zum Bankomaten bringen würde.  Beim Häuschen waren weitere uniformierte Sicherheitsleute. Einer bot uns seinen Granatapfel an. Wir setzen uns auf die Bank beim Häuschen. Der grüne Shuttle fahre nicht, sagten sie uns nach einer Weile. Wir könnten einfach zur Hauptstrasse laufen und dort ein Taxi nehmen. Optimistisch machten wir uns auf. Die Morgendämmerung war ein traumhafter Anblick. Die Hauptstrasse jedoch glich einer Autobahn. Taxis waren keine auszumachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg" alt="" class="wp-image-7519" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/162_Schifffahrt_Alat/IMG_0789-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="mitfahrgelegenheit-an-den-rand-von-baku">Mitfahrgelegenheit an den Rand von Baku</h2>



<p> Autostopp funktionierte aber schnell. Ein älterer quirliger Herr stoppte. Er stieg aus und öffnete die Türe des Laderaums für unser Gepäck. Wir durften uns auf die Rückbank zu einem anderen Herrn setzen. Während der Tscheche in Russisch mit dem netten Fahrer sprach, nickte ich immer wieder ein. Ein Gefühl von Geborgenheit und unendlicher Dankbarkeit erfüllte mich. Ich fühlte mich total sicher und behütet. Als mich der Tscheche mit einem Schubser weckte, waren wir bereits im Einzugsgebiet der öffentlichen Busse von Baku.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="busfahrt-ins-zentrum-von-baku">Busfahrt ins Zentrum von Baku</h2>



<p>Inzwischen war es Tag. Unser Fahrer half uns hier den richtigen Bus (Nr. 195) zu erwischen. Er bezahlte sogar für uns das Busticket. Wir schenkten ihm die letzen zwei Dosen Bier aus Kasachstan. Die Sitzplätze im Bus waren alle besetzt. Wir quetschten uns mit unserem Gepäck im den Gang zwischen die stehenden Pendler. Auf beiden Seiten der Strasse wippten unzählige Ölpumpen vor sich hin. Langsam näherten wir uns dem Stadtzentrum von Baku. Dort stiegen wir aus und fanden bald einen funktionierenden Bankomaten. Das Stadtzentrum machte einen sehr modernen und sauberen Eindruck. Wir suchten ein Café zum Frühstücken. Mein Versuch spontan einen Couchsurfing Platz zu finden, scheiterte vorerst. Ich beschloss mit dem Tschechen in ein <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/18/die-ersten-tage-baku/">Hostel</a> im Zentrum zu gehen. Dort angekommen war ich so müde, dass ich den Nachmittag mit Schlafen verbrachte.</p>



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		<title>Taxifahrt von Panjakent nach Samarkand</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/25/taxifahrt-von-panjakent-nach-samarkand/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 00:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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<p>In den etwas mehr als drei Wochen Entdeckungsreise durch Tadschikistan habe ich sehr viele gastfreundliche Menschen und hilfsbereite Fahrer angetroffen. Nun verliess &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/25/taxifahrt-von-panjakent-nach-samarkand/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Taxifahrt von Panjakent nach Samarkand</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>In den etwas mehr als drei Wochen Entdeckungsreise durch Tadschikistan habe ich sehr viele gastfreundliche Menschen und hilfsbereite Fahrer angetroffen. Nun verliess ich dieses bergige Land  und fuhr zur Grenze des flachen Usbekistan. Die Taxifahrt von Panjakent nach Samarkand verlief in zwei Etappen. Zuerst mit der tadjikischen Marshrutka (7 Somoni) also einem Sammeltaxi vom Bazar in Panjakent zur Grenze, dahinter fuhr ich mit einem Taxi nach Samarkand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausreise aus Tadschikistan</h4>



<p>Ich war der einzige westliche Tourist im Taxi. Die meisten fahren entweder mit einem privaten Taxi zur Grenze oder direkt von Dushanbe nach Samarkand oder fliegen nach Tashkent. Beim Ausstempeln an der Grenze musste ich ein letztes Mal mein tadschikisches E-Visum zeigen. Dann marschierte ich vorbei an einer langen Kolonne wartender Autos. Diese werden offenbar vom Zoll genau inspiziert.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Dem Präsidenten entgegen marschieren</h4>



<p>Von weitem&nbsp;winkt der tadschikische Präsident „good bye“. Es ist nicht gern gesehen, wenn Touristen Fotos machen von den Präsidenten Postern. Ich habe mich darum bemüht, die Plakate beim Fotografieren&nbsp;in den letzen drei Wochen&nbsp;nicht in meinem Bildausschnitt zu haben. Bei der grossen Anzahl an fassadenhohen Postern war dies eine Herausforderung. Es gibt mindestens drei Dutzend verschiedene Ansichten&nbsp;des winkenden Präsidenten. Am besten hat mir das Poster gefallen auf dem der Präsident über Tulpen schwebend winkt. Als ich den Zoll passiert hatte, wurde auf der anderen Seite des Zollgebäudes gerade ein neues Poster montiert. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-1024x683.jpg" alt="Das Präsidentenposter der Grenze auf meiner Taxifahrt von Panjakent nach Samarkand" class="wp-image-7200" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-1536x1024.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-2048x1365.jpg 2048w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9383-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit Hilfe eines alten Lastwagen mit einer Hebebühne wird ein neues überdimensionales Poster montiert.</figcaption></figure>



<p>Es zeigte den Präsidenten von Tadschikistan mit einem anderen Mann. Ob das vielleicht der&nbsp;usbekische Präsident war? Ich lief weiter zur usbekischen Passkontrolle. Am Zaun nach der usbekischen Passkontrolle stand wieder ein Grenzbeamter. Er prüfte nochmal meinen neuen Stempel im Pass.&nbsp;30 Tage dürfte ich nun ohne Visa im Land bleiben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Fahrt nach Samarkand</h4>



<p>Das Taxi nach Samarkand koste zehn Dollar, meinte der letzte Grenzbemte. Gut möglich, dass man es auch günstiger hinkriegt. Doch ich unterliess es nun jedes Auto abzuklappern und nach einem Sammeltaxi zu fragen. Vielleicht könnte man auf dem Weg von der Grenze nach Samarkand auf eine Marshrutka umsteigen. Doch ich hatte keine Lust zum Verhandeln und setzte mich einfach in den alten Chevrolet des Usbeken, der mir schnell entgegen gekommen war. Wir rasten nun über die flache Strasse in Richtung Samarkand, vorbei an den vielen kleinen Minibussen. Hier wurden diese wohl nicht mehr Tangem genannt. Denn es waren anders als in Tadjikistan keine , sondern Chevrolets. Sein Auto sei ein usbekisches Auto meinte mein Fahrer. Dass es sich um eine amerikanische Marke handle, liess er nicht gelten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Automarkt in Usbekistan</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-1024x683.jpg" alt="Ein schöner alter Lada mit dem Erdgaskleber an der Heckscheibe gesehen auf der Taxifahrt von Panjakent nach Samarkand." class="wp-image-7201" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-1536x1024.jpg 1536w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-2048x1365.jpg 2048w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/133_Anreise_Samarkant/IMG_9385-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein schöner alter Lada mit dem Erdgaskleber an der Heckscheibe.</figcaption></figure>



<p>Nun fiel mir wieder ein, was ich über den Automarkt in Usbekistan gelesen hatte. Die usbekische Regierung hatte vor einigen Jahren mit zwei Autoproduzenten eine Marktzulassung ausgehandelt. Bedingung war, dass sie im Inland produzieren würden. Der auserkorene Autohersteller war <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Uz-DaewooAvto" target="_blank">Daewoo</a> und als dieser 2008 von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/GM_Uzbekistan">Chevrolet</a> übernommen wurde, stieg die Modellpalette in Usbekistan leicht an. Auf anderen &#8211; im Ausland hergestellten &#8211; Autos wird beim Import ein horrender Zoll erhoben. Wer genügend Kleingeld hat, kümmert dies bestimmt nicht. Vereinzelt sah man also einen fetten Offroader oder eine edle schwarze Mercedes Benz Limousine. Der einfache usbekische Bürger hat aber wohl keine grosse Wahl. Also fährt er Daewoo oder Chevrolet. Ausser natürlich, er hat noch eine untötbare sowjetische Karre. Bestimmt gibt es auch Autofahrerinnen. Es sind mir aber keine begegnet.</p>



<p>Der Taxifahrer fuhr mich exakt vor mein Wunschhostel in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/">Samarkand</a>.</p>
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		<title>Chau Doc</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2019 17:01:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vietnam]]></category>
		<category><![CDATA[Bambusboot]]></category>
		<category><![CDATA[Chau Doc]]></category>
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		<category><![CDATA[Mangrovenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Motorrad]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelreservat]]></category>
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<p>Nun waren wir also in einem mückenfreien Hotelzimmer mit Internet in Chau Doc. Hier planten wir eine vernünftige Route für &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/05/27/chau-doc/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Chau Doc</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Nun waren wir also in einem mückenfreien Hotelzimmer mit Internet in Chau Doc. Hier planten wir eine vernünftige Route für zwei Wochen Reisen in Kambodscha mit Zug und Bus. Am Abend lernten wir den Besitzer des Hotels kennen. Dieser buchte für uns einen Ausflug zum Vogelreservat im Mangrovenwald und das <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/05/28/bootsfahrt-von-chau-doc-nach-phnom-penh/">Boot-Ticket nach Phnom Peng</a> am Tag danach.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ausflug zum Vogelreservat</strong></h4>



<p>Am Morgen standen zwei Motorradfahrer vor unserem Hotel in Chau Doc. Wir setzen uns die Helme auf, sassen je hinten drauf und los ging es. Die Fahrt führte über die Dämme zwischen den zum Teil unter Wasser stehenden Feldern, über kleine Brücken zwischen diesen Dämmen und durch kleine Dörfer entlang dieser Dämme. Von weitem sah man immer einen Berg. Auf diesen würden wir später auch noch fahren. Doch zuerst ging es zum Mangrovenwald im Wasser. Am Eingang des Reservats war es ziemlich bevölkert. Vietnamesische Touristengruppen warteten darauf auch ins Reservat geführt zu werden. </p>



 [<a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/05/27/chau-doc/">See image gallery at slowtraveltoasia.ch</a>] 



<p>Vom Eingang aus geht es mit Motorbooten an einen Ort etwas weiter im Reservat. Dort geht es mit kleineren Booten auf eine kleine Runde. Zudem hat es einen Aussichtsturm, von dem man das Reservat überblicken kann. Mit dem grösseren Boot zurück am Eingang, fuhren wir weiter zum Berg. Unterwegs mussten wir wegen einem Regenschauer kurz stoppen. Vorher machten wir noch Halt an einem Tempelberg. Oben auf dem Berg, war einiges los. Einige Gläubige beteten für eine heilige Statue. Es roch nach allen möglichen Räucherstäbchen. Ein Vogelfänger bot seine Spatzen gegen Geld zum Freilassen an. Ein Geschäft mit denen, die glauben, dass dies Glück bringt. Für uns was Spannendes zum Filmen. Nach einem kurzen Stopp auf dem Markt zum Früchte kaufen, ging der abwechslungsreiche letzte Tag in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/vietnam/">Vietnam</a> zu Ende.</p>
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		<title>Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 21:20:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Zugreise]]></category>
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<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/ticket-nach-vietnam-nachtzug-von-nanning-nach-hanoi/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Unser Ticket nach Vietnam wurde uns an unser Hotel in Nanning gesandt. Der Nachtzug von Nanning nach Hanoi ist eine beliebte Art von China nach Vietnam zu reisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="http://bue.li/reisen/alben/China/mediafiles/l99.jpg" alt="Ticket nach Vietnam"/><figcaption>Das Ticket nach Vietnam ausgestellt in mehreren Sprachen inklusive Deutsch (<a href="http://bue.li/reisen/alben/China/pages/page_99.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildquelle</a>).</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht die einzigen Westler mit einem Ticket nach Vietnam</h4>



<p>Mit uns im Abteil waren zwei Jungs. Der eine war ein Amerikaner und der andere ein Chinese, welcher in Amerika studierte. Bevor der Amerikaner wieder nach Hause fliegen würde, wollten die beiden noch kurz nach Hanoi und an die <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/04/28/coto/">Ha long Bucht</a>. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Grenzübertritt in zwei Etappen</h4>



<p>Die Grenzbahnhöfe von China und Vietnam liegen etwas 45 Zugminuten auseinander. Um die Ausreise aus China abzuwickeln wurde um 22:30 angehalten, gegen 23 Uhr waren wieder alle Passagiere an Board. Gegen 23:45 gings weiter Richtung Vietnam. Den vietnamesischen Grenzbahnhof erreichten wir gegen 00:30. Dort mussten wir ebenfalls wieder mit allem Gepäck aussteigen. Da die Vietnamesen nur einen Schalter offen hielten, dauerte die Einreise etwas länger als die Ausreise aus China. Wir machten es uns im Wartesaal bequem, statt ewig Schlange zu stehen. Schneller ging es sowieso nicht. Eine ungeduldige Reisende wurde immer wieder zurück gewiesen und kam schliesslich als Drittletzte vor uns an die Reihe. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Geldwechseln am mitten in der Nacht</h4>



<p>Während dem Warten wechselten wir hier ersten vietnamesischen Bahnhof unsere übrigen RMB in vietnamesische Dong um. Im Vergleich zur chinesischen Währung ist der Dong fast nichts wert. So wird man schnell zum Millionär.</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/28/ticket-nach-vietnam-nachtzug-von-nanning-nach-hanoi/">Ticket nach Vietnam &#8211; Nachtzug von Nanning (CN) nach Hanoi (VN)</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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		<title>Zugreise Russland nach China</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2019 13:00:05 +0000</pubDate>
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<p>Eine Zugreise von Russland nach China ist auf mehreren Strecken möglich. Die eine Strecke führt durch die Mongolei. Die andere &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Zugreise Russland nach China</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/28/zugreise-russland-nach-china/">Zugreise Russland nach China</a> erschien zuerst auf <a href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p><strong>Eine Zugreise von Russland nach China ist auf mehreren Strecken möglich. Die eine Strecke führt durch die Mongolei. Die andere Strecke führt durch die Mandschurei. Auf der transmandschurischen Eisenbahn Strecke fährt man von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/27/die-sibirische-tramstadt-irkutsk/">Irkutsk</a> nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/03/02/etwa-22-millionen-menschen-auf-knapp-17000-km²-ankunft-in-beijing/">Beijing</a> via Slyudyanka, Ulan-Ude, Chita 2, Karymskaya, Adrianovka, Mogoytuy, Olovyannaya, Yasnogorsk, Borzya, Zabaykal‘sk, Park Pogr. Dosm (Russland), Gosgranitsa Rossiya (China), Man‘chzhuriya, Khaylar, Boketu, Anansi, Kharbin, Chanchun, Shen‘yan, Tszin‘chzhou, Shan‘kheyguan, Tanshan, Tyan‘tszin.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Die letzten Kilometer in Russland</h4>



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<p>&nbsp;</p>



<p>Unser Zug fuhr am Morgen los. Die Schienen führten erstmal lange dem südlichen Ufer des <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/02/25/die-eisige-weite-der-baikalsee/">Baikalsees</a> entlang und dann weiter durch russische Städte nördlich der Mongolei bis hin zur russisch-chinesischen Grenze. 3G-Internet-Daten-Empfang mit unserer russischen SIM Karte hatten wir das letze Mal kurz nach der Stadt Chita. Dann nur noch schwach bis gar nicht mehr. Die provinziellen Städte scheinen vom Provider TELE2 doch nicht abgedeckt zu sein. Es blieb somit spannend, wo wir in Beijing schlafen würden. Denn bisher hatte uns noch kein Couchsurfing Host definitiv zugesagt. Die Unsicherheit verflog dann später dank der Hilfe einer russischen Studentin, welche gerade für ein weiteres Semester in die chinesische Stadt Kharbin unterwegs war und uns einen Hotspot einrichtete.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spurwechsel am Grenzbahnhof auf russischer Seite</h4>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-1024x683.jpg" alt="Grenzbahnhof auf russischer Seite. Im Hintergrund das chinesische Grenzgebäude." class="wp-image-3339" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6384-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Dieser Bahnhof hat etwas mehr Spuren als üblich. Hier können chinesische und russische Züge halten.</figcaption></figure>



<p>Gegen 13 Uhr am folgenden Tag erreichten wir die russische Grenzstadt. Wir mussten nun den Zug verlassen. Das Gepäck durfte an Board bleiben. So hatten wir drei Stunden Zeit für einen Spaziergang. Kurz nach dem Aussteigen trafen wir eine junge Familie. Es war ein Niederländer und eine Chinesin mit gemeinsamem Baby. Sie machten diese Zugreise von Russland nach China zum dritten Mal. Der junge Vater meinte, wir sollten nicht erstaunt sein, wenn der Zug gleich wegfahren würde. Der lange Halt ist dem Wechsel von Breitspur auf Normalspur geschuldet. Hier werden die Wagenachsen gewechselt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine heruntergekommene menschenleere Grenzstadt</h4>



<p>Auf dem Spaziergang in der Stadt war uns nicht ganz geheuer. Denn die Stadt schien wie ausgestorben. Es war fast kein Mensch auf der Strasse, nur streunende Hunde. Von weitem sahen wir das pompöse chinesische Grenzgebäude. Dieses liess im Gegensatz dazu das russische lächerlich aussehen. Zurück im Bahnhof tauschten wir die letzten paar Rubel gegen ein paar Gramm Salz-Erdnüsse. Als nach drei Stunden der Zug wieder vorfuhr, standen die Wagenräder zwischen dem schmäleren Schienenpaar. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Zoll und Passkontrolle in Russland</h4>



<p>Um 16:30 wurden wir zum Einsteigen gerufen. Eine gute halbe Stunde später erst kamen die Zollbeamten. Sie öffneten nach kurzer Gepäckinspektion vor allem die versteckten dunklen Ecken hinter den Abdeckungen der Lüftungsschächte und leuchteten diese mit suchenden ernsten Blicken gründlich aus. Wer mit dem Zug Drogen schmuggeln will, muss sich etwas Schlaues ausdenken. Zum Schluss kamen die Grenzbeamten vorbei und sammelten freundlich die Pässe ein. Ausgestempelt brachten sie diese nach einer gefühlten Ewigkeit schliesslich zurück und ab dann war das Verlassen des Zuges nicht mehr gestattet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nächtliche Ankunft in China</h4>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-1024x683.jpg" alt="die Skyline der ersten Stadt hinter der Grenze auf der Zugreise von Russland nach China" class="wp-image-3341" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-1024x683.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/09_Zug_Transmatschuria/IMG_6395-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die erste Stadt auf chinesischer Seite verfügt über eine völlig überbeleuchtete Skyline.</figcaption></figure>



<p>Der Zug setzte sich etwa eine Stunde nach dem Einsteigen in Bewegung. Bald stieg ein chinesischer Grenzbeamte in den Zug. Dieser fragte freundlich jeden Passagier woher er kommt und teilte Formulare aus, während er prüfte, ob die Pässe ein chinesisches Visum enthielten. Es wurde dunkel draussen und bald fuhren wir in die erste Stadt auf der chinesischen Seite der Grenze ein. Ein Anblick, welcher an nächtliche Filmszenen aus Las Vegas erinnerte. Die Hochhäuser leuchteten und blinkten wild in allen erdenklichen LED Farben. Am Bahnhof stiegen wieder Zollbeamte ein, diesmal die chinesischen. Ohne Alkohol, Tabak und Bargeld wähnten wir uns auf der sicheren Seite. Grund zur Aufregung boten schliesslich unsere feinen Orangen. Diese durften wir nicht einführen &#8211; höchstens auf der Stelle noch Essen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zoll und Passkontrolle in China</h4>



<p>Kurz darauf galt es mit allem Gepäck den Zug für eine Visite bei der chinesischen Grenzkontrolle zu verlassen. Den Rücken mit unserem Gepäck beladen und in den Händen halb geschälte Orangen und die ausgepackten Kleinigkeiten, marschierten wir zum Eingang. Die Halle der Passkontrolle war hell erleuchtet und mit einer überaus grosszügigen Dosis Kameras ausgestattet. Die Zugpassagiere verteilten sich auf vier Schlangen vor den geöffneten Schaltern. Die Grenzbeamten prüften nebst Visa und Pass mit Hilfe ihren digitalen Gehilfen auch die Biometriedaten: Alle Finger, Iris, Gesicht. Nur Gewicht und Grösse waren ihnen einerlei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einen schnelleren Grenzübertritt?</h4>



<p>Seit der russischen Grenzstadt waren wir alleine im Abteil. Die mandschurischen Grenzgänger in unserem Abteil hatten sich wohl am Nachmittag selber über die Grenze gewagt und wahrscheinlich im nächsten chinesischen Bahnhof den nächsten Schnellzug geschnappt. Wer weiss wie, spart so sicher eine Menge Zeit und Geduld. Im selben Wagen lernten wir noch einen Japaner kennen, welcher mit seiner liebsten Chinesin, welche er in einem Austauschsemester kennengelernt hatte, unterwegs war. Sie erzählten uns, dass es sich lohnt das Ticket nur bis in die russische Grenzstadt zu buchen und dann eine zweite Buchung nach Peking zu machen. Ob dies tatsächlich so ist, konnten wir nicht überprüfen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mandschurei</h4>



<p>Die Zugreise von Russland nach China im russischen Zug, mit russischem Personal und immer weniger Passagieren, mutete etwas seltsam an. In keinem der chinesischen Bahnhöfe schien jemand zuzusteigen. Zwischen den Bahnhöfen bzw. Städten beobachteten wir, dass die Landschaft stärker durch Ackerbau geprägt war, als noch in den Weiten Russlands. Entlang der Geleise sahen wir oft Gräber, Abfallmulden oder improvisierte Obdachlosen-Behausungen. Etwas weiter weg schienen Hochhäuser in jeweils mehrfach identischer Ausführung wie Pilze aus dem Boden zu schiessen. Die Baustellen zeichneten ein kontrastreiches Bild des radikalen und scheinbar kompromisslosen Wandels. Am einen Ende der Baustelle werden alte kleine Häuser abgerissen und gleich daneben die neuen Betontürme langsam von unten mit Fassaden bekleidet. Weiter wird das Landschaftsbild geprägt von vielen neuen Infrastrukturbauten, Kohlekraftwerken und dazwischen Äcker, welche dank den bäuerlichen Ernteresten-Feuer ihren Teil zum ländlichen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Smog" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Smog</a> und der Gesundheit der Atemwege beitragen.</p>
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