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	<title>Garanohur Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<description>langsam und achtsam nach Südost-Asien und zurück</description>
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		<title>Der See im Wald &#8211; Garanohur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 12:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Diyalli]]></category>
		<category><![CDATA[Garanohur]]></category>
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		<category><![CDATA[Sheki]]></category>
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<p>Kurz bevor die Sonne mein Zelt anlachte, wachte ich auf. Der Morgentau war noch nicht gefroren, aber es war definitiv kühl. Schnell &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/24/der-see-im-wald-garanohur/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Der See im Wald &#8211; Garanohur</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Kurz bevor die Sonne mein Zelt anlachte, wachte ich auf. Der Morgentau war noch nicht gefroren, aber es war definitiv kühl. Schnell zog ich mich an, packte meinen Wanderrucksack und den Rest in meinen grossen Rucksack. Ich beschloss, das Zelt zum Trocknen an der Sonne stehen zu lassen. Am Ende der Dorfstrasse fragte ich eine Frau im Garten nach dem Weg zum See Garanohur. Sie deutete mir, dass ich weiter unten hätte abzweigen sollen. Tatsächlich. Etwas weiter unten ging ein Weg links in Richtung Friedhof. Dieser führte mich stets aufwärts in die richtige Richtung. Bald schon sah ich die beiden Dörfer ganz weit unter mir. Der Weg war steiler und anstrengender als gedacht, war aber gut und schön. Die Herbstlandschaft war malerisch. Irgendwann endete der Wanderweg allerdings ohne dass Garanohur in Sichtweite wäre. </p>



<h4>Zurück zum trockenen Zelt</h4>



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<p>Ich lief eine Stunde quer durch den Wald, bis ich den See fand.&nbsp;Gegen Mittag war ich dort. Ein See total umgeben von Wald hatte ich noch selten gesehen. Ich genoss mein Picknick und war am frühen Nachmittag wieder &nbsp;zurück.&nbsp;Die Sonne hatte mein Zelt getrocknet. Ich brach es ab und wollte gerade los, als erneut&nbsp;ein Mann herbei&nbsp;spazierte.&nbsp;Er hatte einen Kessel dabei und wollte offensichtlich irgendwas sammeln gehen. Auf seine Frage antwortete ich ihm: Nein, ich habe kein Essen mehr. Heute war ich beim Garanohur See. Ich komme aus der Schweiz und gehe nun nach&nbsp;Ismailli.&nbsp;Nun erklärte er mir netterweise, was ich  schon wusste. Auf dem Weg zur Hauptstrasse gebe es ein&nbsp;магазин,&nbsp;also einen Laden. Im nächsten Dorf&nbsp;begegnete ich&nbsp;zwei Touristen aus Azerbeijan,&nbsp;die auch zum See wollten.&nbsp;</p>



<h4>Via Ismailli nach Sheki</h4>



<p>Sie unterschätzten die Wanderung wohl auch etwas. Allerdings erhielten sie gleich eine Mitfahrgelegenheit ins Dorf am Ende der Strasse. Wir verabschiedeten uns. Im gleichen Moment kam ein Lada in die andere Richtung gefahren und ich durfte mitfahren. In der nächsten Kleinstadt Ismailli blieb ich nur einige Minuten. Der Lada-Fahrer lud mich direkt an einem Busstopp in Richtung Sheki ab. Kaum war ich ausgestiegen, fuhr schon eine Marshrutka herbei. Unterwegs erhielt ich den Kontakt eines Aserbaidschaners. Ich könne ihn jederzeit anrufen, falls ich ein Problem habe. Ein Polizist, welcher gerade Feierabend hatte, erklärte mir, dass er nun nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/28/vier-tage-in-sheki/">Sheki</a> fahre und dann nach Baku ins Spital. Die Strasse im Süden muss um einiges besser ausgebaut sein, wenn sich dieser Umweg für ihn lohnt.</p>



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<h4>Ankunft in einem gemütlichen Hostel</h4>



<p>Die iranische Couchsurferin hatte mir ein gemütliches Hostel empfohlen. Dort duftete es wie bei meiner Grosstante. Ein junger Mann hatte das Haus von einer Familie gemietet. Diese war kürzlich nach Baku gezogen. Im Hostel traf ich zwei Franzosen und Wolfgang aus Deutschland. Zusammen gingen wir Abendessen. Der Kellner im Restaurant hatte eine spezielle Gabe. Er kannte&nbsp;Europäischen Pop aus den 80 er Jahren wie ein Musiklexikon.&nbsp;So lernten wir deutsche und französische Pop-Ikonen kennen, von denen wir zuvor noch nie gehört hatten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/172_Sheki/IMG_1338.jpg" alt="" class="wp-image-7639" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/172_Sheki/IMG_1338.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/172_Sheki/IMG_1338-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/172_Sheki/IMG_1338-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/172_Sheki/IMG_1338-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Informationstabelle zu Fahrzeiten von und nach Sheki. Nach Baku sind es mit dem Bus nur fünf Stunden.</figcaption></figure>
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		<title>Per Autostopp nach Diyalli</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/23/per-autostopp-nach-diyalli/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2019 11:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Autostoppen]]></category>
		<category><![CDATA[Campieren]]></category>
		<category><![CDATA[Diyalli]]></category>
		<category><![CDATA[Garanohur]]></category>
		<category><![CDATA[Gastfreundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lavashana]]></category>
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<p>Ich war gerade am Frühstücken, als ich von einem Herrn Besuch bekam. Er zeigte mir wo sein Haus sei. Ich &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/23/per-autostopp-nach-diyalli/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Per Autostopp nach Diyalli</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Ich war gerade am Frühstücken, als ich von einem Herrn Besuch bekam. Er zeigte mir wo sein Haus sei. Ich solle später bitte zum Tee vorbeikommen. Ich packte gemütlich meine Sachen und genoss noch etwas den Ausblick und die Morgensonne. Etwa zwei Stunden später war ich bereit um nach Diyalli aufzubrechen. Doch da war noch diese Einladung des Herrn, so stand ich bald am Tor seines Hauses und klopfte an. Vorsichtig ging ich hinein. Im Hof stand eine Frau mit ihrer Tochter. Offenbar war ihr Mann nicht zuhause. Ich erzählte etwas von Zelt und Tee.  Er hatte ihr wohl auch nicht erzählt, dass er mich eingeladen hatte. Die Frau näherte sich mir nun. Sie redete auf mich ein und gab mir zu verstehen, dass sie nicht Freude an meinem Besuch habe. Gestikulierend öffnete sie die Türe im Tor, durch welches ich erschienen war. Es schien als würde sie mich hinaus bitten. </p>



<h4>Doch nicht eingeladen</h4>



<p>Als ich wieder vor dem Tor stand, schnellte sie die Türe hinter mir zu. Ich atmete einmal durch und schaute auf die Uhr. Wenn ich es noch zum nächsten Ort schaffen wollte, sollte ich wohl losgehen. Ich war fasziniert von den kreativ aus Metall gefertigten Verzierungen an den meisten Toren. Auf dem Weg zur Hauptstrasse kam ich noch an zum Verkauf stehenden Bauparzellen und einem sehr unnatürlichen Wald vorbei.</p>



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<h4>Doch nicht mit dem Bus weiter</h4>



<p>An der Hauptstrasse war ein grosses Gasthaus. Davor waren einige Autos geparkt. Es kam auch gerade eine Marshrutka angefahren. Der Fahrer wollte mein Gepäck hinten einladen. Die hinterste Sitzreihe war wie hier üblich ganz zuhinterst montiert. Es war bereits etwas Gepäck geladen. Mein Rucksack passte beim ersten Versuch nicht hinein. Er gab ihn mir  zurück und schloss die Hecktüre. Mit einem „Sorry“ verabschiedete er sich. Das war das erste Mal, dass mich ein Fahrer wegen meines Gepäcks nicht mitnehmen wollte. Ich lief entlang des Parkplatzes in Fahrtrichtung. Am Ende stand ein grosser, schwarzer, fensterloser Mercedes Sprinter. </p>



<h4>Mit einem Handwerker nach Diyalli</h4>



<p>Der Fahrer war gerade daran einzusteigen und winkte mich herbei. Nun durfte ich mich zu ihm auf die Beifahrerbank setzen. Er sprach nicht wirklich Englisch. Ich versuchte meine russischen Brocken anzuwenden. Nach einer Weile bot er mir einen Apfel an. Ich erzählte ihm, wo ich durchgereist war. Nun sprach er mich auf Armenien an. Um es mir mit ihm nicht zu verscherzen, verschwieg ich ihm meinen Plan via Georgien nach Armenien zu fahren. Ich sagte ihm nur, dass ich nicht in Armenien gewesen sei. Er war nicht der erste Aserbaidschaner, welcher mir empfahl nicht nach Armenien zu gehen. Denn das Land sei schlecht. Diese Meinung ist in Aserbaidschan aufgrund des Konflikts mit Armenien um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt">Bergkarabach</a> sehr verbreitet. Es scheint als würden noch heute die meisten Aserbaidschaner Armenien hassen. Es geht aber auch anders. Diese <a href="https://youtu.be/aW-nT9QkhHM">Reportage</a> aus Georgien zeigt ein Dorf, in welchem Familien aus Aserbaidschan, Armenien und Syrien friedlich miteinander leben.</p>



<h4>Durch Wälder und über Pässe</h4>



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<p>Die Fahrt war hügliger als erwartet. Oft führte die Strasse durch bewaldete Landschaft. Im Wald sah man häufig  gedeckte Picknickplätze, Spielplätze und kleine Kneipen. Diese Orte sind wohl in den wärmeren Jahreszeiten ein beliebtes Ausflugsziel. Am Weg waren auch viele Bazars zu sehen. Sie verkauften insbesondere ganz viele verschiedene Arten von Lavashana. Mein Ziel war ein Bergsee oberhalb des Dorfes Diyalli und Ismailli. Es schien aber auf der Karte, dass der See von Diyalli aus besser zu erreichen sein müsste. Deshalb liess ich mich von meinem netten Fahrer an der Abzweigung zum Dorf Diyalli absetzen.</p>



<h4>Am Ortseingang</h4>



<p>Das eigentliche Dorf&nbsp;Diyalli&nbsp;war noch etwa 3 km entfernt. Ich versuchte mein Glück erneut mit Autostopp, hatte aber auf diesem Wegstück kein Glück. Unterwegs traf ich immer wieder Männer an, die mich fragten, wohin ich denn um Himmels willen hin wolle. Sobald ich ihnen den Namen des Sees offenbarte, konnte ich grosses Erstaunen in ihren Augen ausmachen. Sie gestikulierten wie weit weg dies noch sei. Es schien, als würde es noch über mindestens 5 Berge gehen, bis ich beim See ankommen würde. Zudem habe es Bären. Alleine dort hin zu gehen sei viel zu gefährlich. Ich liess mich vorerst nicht beirren. Ob die Männer wirklich schon mal dorthin gelaufen waren? Einige sahen nicht gerade aus, als wären sie kürzlich mal einen Tag gewandert.</p>



<h4>Besuch von zwei Hirten</h4>



<p>Als ich im Dorf ankam, war es allerdings schon gegen 15 Uhr. Ich beschloss, mir die kleinen Tante-Emma Läden anzuschauen. Nebst vielem Schleckzeug fand ich schliesslich auch etwas zum Kochen und Frühstücken. Ich lief weiter bis ins Dorf namens Sadiyan. Dort machte ich es mir auf einer versteckten Weide hinter einigen Hecken gemütlich. Ich beschloss erst am nächsten Tag zum See zu wandern. In der Dämmerung kamen zwei Hirten zu Besuch. Einer wollte mich mitnehmen. Da ich aber schon am Kochen war, beschloss ich zu bleiben. So war ich auch frei, um am nächsten Morgen früh zum <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/24/der-see-im-wald-garanohur/">Garanohur</a> los zu gehen.</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/23/per-autostopp-nach-diyalli/">Per Autostopp nach Diyalli</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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