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	<title>Samarkand Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<title>Samarkand Archive - slow travel to asia.ch</title>
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		<title>Zugfahrt von Samarkand nach Bukhara</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2019 16:51:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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<p>Am Morgen lernte ich beim Frühstück im Hostel einen Mann aus der Slowakei kennen. Ich teilte mit ihm das Taxi zum Bahnhof. &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/28/zugfahrt-von-samarkand-nach-bukhara/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Zugfahrt von Samarkand nach Bukhara</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Am Morgen lernte ich beim Frühstück im Hostel einen Mann aus der Slowakei kennen. Ich teilte mit ihm das Taxi zum Bahnhof. Denn er wollte mit dem gleichen Direktzug von <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/28/noch-mehr-gebaeude-zweiter-tag-in-samarkand/">Samarkand</a> nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/29/bukhara/">Bukhara</a> fahren. Von dort fliegt er dann weiter. Er arbeitet bereits seit 15 Jahren in Irland bei der Cargo-Abteilung einer Fluggesellschaft. Er erzählte mir von den miserablen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor. Im Monat verdient er etwa 1600 Euro und hat gemäss Vertrag eine 40 Stundenwoche. Praktisch arbeitet er aber meist gleich sieben Tage am Stück. Dann geht er wieder eine Weile auf Flugreise. Da er überall kostenlos hinfliegen darf, ist er immer wieder mal kurz hier oder dort. Gerade war er von Tadschikistan nach Usbekistan gekommen. In einigen Wochen werde er nach Vietnam gehen. Ein für mich unglaublicher Lebensstil. </p>



<h4>Bekanntschaft im Zug</h4>



<p>Im Zug hinter mir sass eine Touristin aus der Schweiz.&nbsp;Karin war aus Stäfa am Zürichsee.&nbsp;Seit Kirgistan hatte ich keine Schweizer mehr angetroffen. Ich freute mich wieder mal etwas Schweizer Mundart zu sprechen. Nach einer Weile tauschte ich&nbsp;mit einer Usbekin&nbsp;den&nbsp;Platz. So konnte ich mich mit Karin unterhalten ohne den Nacken zu verdrehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/147_Zugfahrt_Bukhara/IMG_9733.jpg" alt="Suppe und Salat im Restaurant-Wagon im Direktzug Samarkand Bukhara" class="wp-image-7294" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/147_Zugfahrt_Bukhara/IMG_9733.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/147_Zugfahrt_Bukhara/IMG_9733-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/147_Zugfahrt_Bukhara/IMG_9733-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/147_Zugfahrt_Bukhara/IMG_9733-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zwischendurch genoss ich eine feine Suppe mit Salat im Restaurant-Wagon.</figcaption></figure>



<h4>Der Trick mit den Hostels</h4>



<p>In&nbsp;Bukhara&nbsp;kaufte ich direkt das Ticket nach&nbsp;Khiva&nbsp;für den übernächsten Tag. Dann&nbsp;teilte ich wie abgemacht mit dem Slowaken&nbsp;nochmal&nbsp;das Taxi zu seinem Hostel. Dieser hatte inzwischen mit zwei slowakischen Touristen&nbsp;Bekanntschaft geschlossen. Somit war&nbsp;unser&nbsp;Taxi voll.&nbsp;Unterwegs&nbsp;erzählte er&nbsp;von seinem Hostel Buchungstrick. Dank dem Treueprogram von Booking&nbsp;könne man mit&nbsp;zehn&nbsp;Übernachtungen pro Jahr&nbsp;Geld verdienen. Offenbar nutzt er&nbsp;bei Buchungen jeweils&nbsp;Empfehlungslinks&nbsp;für&nbsp;Booking. Dies&nbsp;wird mit einer Gutschrift&nbsp;von 15$ pro Buchung&nbsp;belohnt. Solange das Hostel also günstiger als 15$ ist, verdient er beim Übernachten.&nbsp;Dieses Spielchen kann man pro Jahr 10 Mal wiederholen.&nbsp;Scheinbar&nbsp;gibt&nbsp;es&nbsp;sogar <a href="https://www.sharereferrals.com/v/createRequest/789">Plattformen</a> um&nbsp;solche Empfehlungslinks zu tauschen.</p>



<h4>Zum nächsten Hostel vermittelt werden</h4>



<p>Ich hoffte, dass in seinem Hostel noch ein Bett für mich frei sein würde. Darum ging ich mit ihm mit. Sein sehr günstiges Hostel war, entgegen der Beschreibung auf Booking, dem Taxifahrer und seinem Kollegen&nbsp;jedoch&nbsp;nicht bekannt. Der&nbsp;slowakische Ire&nbsp;musste also in einem Hotel nachfragen. Die Rezeptionisten riefen das gebuchte Hostel an. Dessen Besitzer kam uns schliesslich abholen. Leider war sein Hostel&nbsp;aber&nbsp;schon ausgebucht.&nbsp;Der Rezeptionist&nbsp;vermittelte mich an ein&nbsp;Hostel&nbsp;in der Nähe, welches nur auf Google Maps, nicht aber auf Booking zu finden war.&nbsp;Dort war ich einer von zwei Gästen.&nbsp;Die Besitzerfamilie war sehr freundlich. Ich blieb zwei Nächte. </p>
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		<title>Noch mehr Gebäude &#8211; zweiter Tag in Samarkand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2019 12:34:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Samarkand]]></category>
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<p>An meinem zweiten Gebäudebesichtungstag in Samarkand standen weitere Moscheen und Mausoleen auf dem Programm. Als erstes lief ich zur Bibi Khanym Moschee (25‘000uzs), welche in &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/28/noch-mehr-gebaeude-zweiter-tag-in-samarkand/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Noch mehr Gebäude &#8211; zweiter Tag in Samarkand</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>An meinem zweiten Gebäudebesichtungstag in Samarkand standen weitere Moscheen und Mausoleen auf dem Programm. Als erstes lief ich zur Bibi Khanym Moschee (25‘000uzs), welche in nur fünf Minuten Distanz von meinem neuen Hostel stand. </p>



<h4><strong>Die grösste Moschee &#8211; Bibi Khanym</strong></h4>



<p>Bibi Khanym sei die Frau des Königs Timur gewesen, erzählte ein Reisegruppenführer seiner Gruppe in spanischer Sprache. Man habe fünf Jahre an dieser Moschee hier in Samarkand gebaut. Sie hat drei Teile: Eingangsbereich, Bereich in der Mitte mit je einer Kuppel an der Seite und der Hauptbau mit der grossen Kuppel. </p>



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<p>Zu beiden Seiten waren grosse Galerien errichtet. Von diesen sieht man heute nur noch die Säulenstümpfe. In der Mitte des Innenhofes stand ein&nbsp;grosser&nbsp;Koranhalter aus Stein.&nbsp;Er soll das grösste je existierende Exemplar des Korans gehalten haben. Die Seiten darin seien aus Ziegenfell gewesen.&nbsp;Unter der grossen Kuppel stand etwas Baumaterial bereit. Wahrscheinlich wird auch dieser Teil bald total restauriert.</p>



<h4>Vom Bibi Khanym Mausoleum zum Basar</h4>



<p>Gegenüber der Moschee war das&nbsp;Bibi&nbsp;Khanym&nbsp;Mausoleum (20‘0000 uzs). Hier soll die Bibi Khanym neben ihrer Mutter und drei Nichten liegen.&nbsp;Eine Überwachungskamera leistet Totenwache.&nbsp;</p>



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<p>Vor dem Bau traf ich zwei deutsche Touristen. Sie waren von Bukhara enttäuscht und von Khiva fasziniert. Ich zeigte ihnen die Bilder, die ich im Mausoleum gemacht hatte. Darauf hin sparten sie sich den Eintritt. Auf dem nahe gelegenen Bazar von Samarkand kaufte ich mir Salat und Brot. </p>



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<p>Nach dem Essen im Park bei den Parkgärtner unter dem einzigen grösseren Baum, spazierte ich weiter zur&nbsp;Hazrati&nbsp;Hizr&nbsp;Moschee (15‘000 uzs).&nbsp;Diese war&nbsp;ziemlich&nbsp;unspektakulär.</p>



<h4>Beim Imam des Islam Karimov Mausoleum</h4>



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<p>Oberhalb der Moschee war das&nbsp;Islam Karimov Mausoleum.&nbsp;Dieses durfte man nicht fotografieren. Ich setzte mich in das Marmorhäuschen mit den gediegenen Sofas zum Imam. Als ich nach dem dritten Gebet immer noch da sass, kamen wir ins Gespräch. Er zählte die Heiligen Bücher auf und fragte mich an welches ich glauben würde. Dann musste er wieder ein Stück Koran vorsingen und das Gebet für den verstorbenen Präsidenten sprechen.&nbsp;Beim Ausgang des Mausoleums waren die Blumenkisten mit Basilikum bepflanzt.</p>



<h4>Im Shah i Zinda Komplex</h4>



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<p>Entlang der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Islam Karimov</a> Strasse kommt man zum Makhsumbobo Mausoleum (0$). Dies ist das kleinste Mausoleum, welches ich in Samarkand sah. Der nette Wächter erzählte mir, was es in der Nähe sonst noch zu besichtigen gibt. Es waren die zwei letzen Nadeln auf meiner Stadtkarte. Ich ging durch den Shah i Zinda Friedhof (0$) zum shah i zinda (15‘000 uzs). In dieser Gasse waren mehr als ein Dutzend kleine Mausoleen beieinander. Es waren Khaja ahmad, Tuman oko, Kutlug oko, Shrine Complex of Qutham b. Abbas, Amir Burunduk, Usto ali Nesefi, Shodi Mulk Oko, Shirin Beka Oka, Amirzade, Ulugh Ulzhaoyim und einige Unbenannte aus mehreren Jahrhunderten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/145_Samarkand_Shah_i_Zinda/IMG_9653.jpg" alt="analoge deutsche Rolleifex Kamera eines Tschechien Toursiten in Samarkand" class="wp-image-7274" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/145_Samarkand_Shah_i_Zinda/IMG_9653.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/145_Samarkand_Shah_i_Zinda/IMG_9653-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/145_Samarkand_Shah_i_Zinda/IMG_9653-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/145_Samarkand_Shah_i_Zinda/IMG_9653-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die analoge deutsche Rolleifex Kamera eines Tschechien Toursiten.</figcaption></figure>



<p>Aus dem Touristenstrom mit Spiegelreflex- oder Kompaktkamera stach ein Tourist aus Tschechien mit seiner alten deutschen Kompaktkamera besonders heraus. Um ein Bild aufzunehmen brauchte er zwingend ein Stativ. Er wählte dann den Bereich aus. Mit einem externen Lichtmesser stand er in den Aufnahmebereich. Den Messwert stellte er bei der Kamera ein und drückte nach dem Fokussieren schliesslich ab.</p>



<h4>Durch den jüdischen Friedhof zum Afrosiab Geschichtsmuseum</h4>



<p>Der jüdische Friedhof war gemäss den angeschlagenen Öffnungszeiten bereits seit drei Stunden geschlossen. Am Freitag schliesst er nämlich um 14Uhr. Das Tor jedoch war nicht abgeschlossen und der Weg durch den Friedhof war der kürzeste zum Geschichtsmuseum. Ich liess mich daher von dem Schild nicht abhalten. Die Stimmung im jüdischen Friedhof war ähnlich wie im Shah i Zinda Friedhof. Von jedem Grabstein schaute einen jemand an. Der einzige für mich erkennbare Unterschied, waren die hebräischen Sprüche auf den Grabsteinen. Durch den Hof des Friedhofgärtners verliess ich das eingemauerte Gelände wieder. </p>



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<p>Beim Geschichtsmuseum (25‘000 uzs) traf ich kurz nach einer französischen Reisegruppe ein. So kam ich zu einer kostenlosen Führung durch das Museum voller Tonkrüge und Metallstücke. Die Fundstücke stammten aus den Zeiten der Zoroaster und waren im alten Samarkant, welches damals Afrosiab hiess, gefunden worden. Die Ruinenhügel hinter dem Museum glichen der Ruinenlandschaft im <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/24/die-stadt-an-der-grenze-zu-usbekistan-panjakent/">Panjakent</a>. Die Zoroaster hatten beim Eingang ihrer Häuser ein Feuer, damit die bösen Geister draussen blieben.</p>
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		<title>Eine Stadt voller restaurierter Sehenswürdigkeiten &#8211; Samarkand</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 18:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[ATM]]></category>
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<p>Samarkand war definitiv touristisch. Ein volles Hostel hatte ich schon ewig nicht mehr angetroffen, vor allem nicht in Tadschikistan. Ein &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Eine Stadt voller restaurierter Sehenswürdigkeiten &#8211; Samarkand</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Samarkand war definitiv touristisch. Ein volles Hostel hatte ich schon ewig nicht mehr angetroffen, vor allem nicht in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/tadschikistan/">Tadschikistan</a>. Ein Passant brachte mich zum nächsten. Es war ganz versteckt in einer Seitenstrasse hinter einem niederen Tor. Die Zimmer waren um einen zweistöckigen Laubengang angeordnet. Nach etwa einer Stunde kam der Sohn der Inhaberin und fragte mich, ob ich aus Schweden sei. Ich zeigte ihm meinen Schweizer Pass. Sein Gesichtsausdruck änderte sich. </p>



<h4 id="h-spontan-angekommen-in-samarkand">Spontan angekommen in Samarkand</h4>



<p>Das Zimmer sei von schwedischen Reisenden gebucht. Seine Mutter hätte wohl etwas verwechselt. Ich müsse entschuldigen. Er könne mir ein Zimmer im Erdgeschoss zeigen. Ansonsten helfe er mir bei der Suche eines Zimmers in einem anderen Hotel. Jetzt bereute ich erstmals nicht online gebucht oder reserviert zu haben. Das Zimmer war in Ordnung für eine Nacht. Das Internet war aber so langsam, dass das Hochladen von Fotos erneut scheiterte. Nun fragte ich drei Reisebekannte um Rat. Zwei der drei Empfehlungen fielen gleich aus: Trip.Le Hostel sei „the place to go“ in Samarkand.</p>



<h4 id="h-die-tour-von-bankomat-zu-bankomat">Die Tour von Bankomat zu Bankomat</h4>



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<p>Der Standort des empfohlenen Hostel war nur zehn Minuten Fussmarsch entfernt. Dort waren die kunterbunt internationalen Gäste gerade beim Frühstück. Anhand des Frühstückstischs wusste ich, dass ich am richtigen Ort angekommen war. Am Vortag hatte ich vergebens einen funktionierenden Bankomaten in Samarkand  gesucht. Darum fragte ich beim Checkin den netten jungen&nbsp;Receptionist&nbsp;um Rat. Er meinte im Hotel Plaza müsste ich einen Bankomaten finden der ausländische Karten akzeptiert. Somit lief ich nun quer durch die Innenstadt. Auf dem Weg entdeckte ich die Ruinen des Kaksaray Palast.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396.jpg" alt="" class="wp-image-7204" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ruinen des Kaksaray Palasts.</figcaption></figure>



<p>Vor dem pompösen Plaza Hotel von Samarkand brummten zwei grosse Reisecars. In der Lobby wimmelte es von Rentnern in kurzen Hosen und Baseballcaps. Die meisten standen in einer Reihe vor dem&nbsp;Currency&nbsp;Exchange Office. Bei den fünf Bankomaten in der Ecke stand komischerweise niemand. Die matten Bildschirme mit der Anzeige „temporarly out of service“ erklärten mir warum.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398.jpg" alt="" class="wp-image-7205" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fünf Bankomaten mit matten Bildschirmen oder einer „temporarly out of service“ Anzeige.</figcaption></figure>



<p>Ein Portier erklärte mir den Weg zur nächsten Bank. Diese hatte jedoch keinen Bankomaten. Von dort suchte ich auf meiner Karte die nächste Bank. Zwei Bankomaten erlaubten mir meinen Pin einzugeben und die Geldmenge auszuwählen. Dann druckten sie aber nur einen Papierzettel mit der Aufschrift „System failure“ aus. Meine ersten usbekischen Som aus einem Bankomat lieferte schliesslich ein GRGbanking Automat der Savdogar Bank. Ich beschloss kurzerhand Millionär werden zu wollen. Für Milliardär reichte das Guthaben meiner Prepaid Kreditkarte leider aktuell nicht aus.</p>



<h4 id="h-playback-musicalprobe-mit-armee-und-schule">Playback Musicalprobe mit Armee und Schule</h4>



<p>Von weitem hörte ich Musik. Auf der Karte war ein Theater eingezeichnet. Am Tor des grossen Metallzauns stand eine Gruppe von Tänzerinnen. Sie übten gerade eine Choreografie ein. Nach dem zweiten Durchlauf ging ich zum Theatereingang. Ein freundlicher Touristenpolizist begrüsste mich und hatte Freude an meinem tadschikischen Hut, welchen er als usbekischen Hut verkannte. </p>



<p>Auf der Tribüne um die Arena sassen einige Soldaten und zivile Usbeken. Zuoberst auf der Tribüne sass ein Mann hinter einem Mikrofon. Er gab wohl Regieanweisungen und spielte Musik ein. Soldaten stürmten die Arena. Sie stellten Pulte mit zwei Stühlen hin und traten wieder ab. Später rannten Schüler zu den Pulten und tanzten anschliessend daneben zur eingespielten Musik. Lehrer stellten die tanzenden Schüler auf die richtige Position. Die Akustik war schlecht. Das Echo hallte von den Kulissen zurück. Als die Tänzerinnen vom Eingang an die Reihe kamen, verliess ich die Probe und ging in Richtung Bahn Ticket Office von Samarkand.</p>



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<h4 id="h-bahntickets-im-zentrum-kaufen-moglich">Bahntickets im Zentrum kaufen möglich</h4>



<p>Seit kurzem hat die usbeksiche Staatsbahn einen Ticketschalter im Stadtzentrum von Samarkand. Damit spart man sich die Fahrt zum Bahnhof, welcher fast sechs Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums liegt. Dieses Ticketoffice erhebt zwar auf die Tickets eine Buchungsgebühr. Sie ist aber kleiner als der Preis einer Taxifahrt zum Bahnhof und zurück. Die Dame am Empfang kann die usbekischen Bahnverbindungen nachschauen. Leider kennt sie aber die grenzüberschreitenden Verbindungen nach Kasachstan nicht. Am Schalter neben dem Empfang kann man dann die Tickets für die innländischen Verbindungen erwerben. </p>



<p>Online buchen sei nicht möglich, versicherte mir das Personal. Im Gespräch mit anderen Reisenden stellte sich heraus, dass die Tickets auch online gebucht werden können, nämlich sowohl bei der<a href="https://pass.rzd.ru/main-pass/public/en" class="broken_link"> russischen Eisenbahn</a> als auch bei der usbekischen Bahngesellschaft. Leider bietet die <a href="https://e-ticket.railway.uz/lang-en/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">usbekische Seite</a> nur VISA und UZCard als Zahlungsmöglichkeiten an. Ab dem ersten Oktober 2019 funktionierten die beiden Buchungssysteme jedoch nicht mehr.</p>



<h4 id="h-graber-mausoleen-moscheen-und-koranschulen">Gräber, Mausoleen, Moscheen und Koranschulen</h4>



<p>Ich folgte nun den Nadeln auf meiner Karte. Die erste steckte beim Ruhabad&nbsp;Mausoleum.&nbsp;Auf dem Weg dorthin begegnete ich im Park von Ploshchad Kuk Saroy der usbekischen Variante einer hohen Fahnenstange. Im Vergleich zu&nbsp;ihrer grossen Schwester in Dushanbe war diese geradezu&nbsp;nieder. In einem kleinen Laden an einer Hausecke gab es frische Trauben. In der Nähe des Hamid Alimjan Theaters&nbsp;machte sich die „DiaMonD“ fastfood Imbissbude das runde gelbe M zunutzen.Nur eine Strasse und einen&nbsp;halber Park weiter stand ich vor dem Ruhabad Mausoleum. </p>



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<p>Es war ein erstaunlich schlichtes Gebäude aus Lehm oder hellen Backsteinen. Etwas weiter südlich empfing mich ein hufeisenförmiges Gebäude. Es war die erste Ansammlung von Souveniershops und Werkstätten, welche ich in Usbekistan antraf. Allerdings definitiv nicht die letze. Im Schatten eines Baumes genoss ich mein Picknick.&nbsp;</p>



<h4 id="h-gure-amir-und-ak-saray-mausoleum">Gure Amir und Ak Saray Mausoleum</h4>



<p>Durch ein Tor ging es aus dem Hof der Ruhabad Madrasah (Koranschule) auf den Parkplatz neben der Ruhabad Moschee und dem Hoji Muin Museums. Hoji Muin erinnerte mich kurz an Ho Chi Min, sagte mir aber nichts. Ich ging weiter und stand bald vor dem Gure Amir Mausoleum. Dort traf ich erstmals auf die usbekische Touristen- Polizei. Ein wortkarger Kassier verkaufte fast unsichtbar hinter dem kleinen Fenster des Ticketoffice das Eintrittsticket (25‘000 uzs). Das Mausoleum des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gur-Emir-Mausoleum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gure Amir</a> war ein sehr verziertes Prachtstück. </p>



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<p>Es war, wie die meisten heutigen touristischen Attraktionen in Samarkand,&nbsp;umfassend restauriert worden. Vom Hinterausgang des Gure Amir Mausoleums ist der Bau des Ak Saray&nbsp;bzw.&nbsp;<a href="http://verum.uz/qr.php?text=TR0001017">Maqbarsi Mausoleum</a> (10000uzs) zu sehen.&nbsp;Es ist innen wie aussen&nbsp;etwas&nbsp;bescheidener verziert.</p>



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<h4 id="h-mit-der-nazzar-app-etwas-mehr-informationen-erhalten">Mit der Nazzar App etwas mehr Informationen erhalten</h4>



<p>In vielen&nbsp;Sehenswürdigkeiten&nbsp;in Usbekistan&nbsp;können&nbsp;übrigens&nbsp;mithilfe&nbsp;der&nbsp;kostenlosen&nbsp;App Nazzar mehr Informationen zu den Monumenten&nbsp;nachgelesen werden.&nbsp;Die App setzt allerdings Internetzugang voraus. Mit einer lokalen SIM Karte ist dieser für einige Dollar erhältlich.</p>



<h4 id="h-der-registran-platz-die-hauptattraktion">Der Registran Platz –&nbsp;die Hauptattraktion</h4>



<p>Das Stadtbild&nbsp;auf dem Weg zum Registran Platz&nbsp;war&nbsp;vor allem von Gasleitungen geprägt. Unterwegs entdeckte ich einen doppelten Brotbackofen&nbsp;(uzbekisch: tandyr) und einige Lebensmittelläden. </p>



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<p>Am Registran&nbsp;Platz&nbsp;stehen heute&nbsp;drei wunderschöne&nbsp;Koranschulen. Wer die ehemaligen Schulen von innen ansehen möchte, kauft sich das Eintrittsticket&nbsp;(40‘000&nbsp;uzs).&nbsp;Am Eingang sprach mich&nbsp;eine Touristenführerin an. Dilia schien ein akzeptables Englisch zu sprechen. Etwas müde entschied ich mich&nbsp;ihre Erzähl- und Präsentationskünste&nbsp;zu testen.&nbsp;Während einer&nbsp;Stunde&nbsp;(25$)&nbsp;waren wir zusammen unterwegs in den Innenhöfen, Schulräumen, Konferenzsälen und Moscheen der drei&nbsp;Koranschulen (Madrasahs).&nbsp;Jede der Koranschulen verfügt über unterschiedlich viele Schulräume. Darin sollen jeweils drei Studenten gelebt haben und unterrichtet worden sein.&nbsp;</p>



<h4 id="h-zahlen-und-fakten-zu-den-madrasahs">Zahlen und Fakten zu den Madrasahs</h4>



<p>Meine Führerin&nbsp;erzählte mir&nbsp;auch&nbsp;wann welche der Schulen von wem gebaut worden war.&nbsp;Die erste&nbsp;mit 55 Schulräumen&nbsp;und einer Moschee war&nbsp;unter der Leitung eines&nbsp;iranischen Architekten in nur drei Jahren errichtet&nbsp;worden. Um die zweite&nbsp;(mit 48 Schulräumen)&nbsp;nach dem Vorbild der ersten, jedoch ohne Moschee, zu errichten, brauchten die heimischen Architekten&nbsp;dann&nbsp;17 Jahre. An der dritten&nbsp;(mit nur 26 Schulräumen)&nbsp;wurde 14 Jahre gebaut.&nbsp;Diese verfügt über eine grosse Moschee.&nbsp;Im Grab auf dem Platz zwischen den drei Schulen&nbsp;liegt übrigens ein Metzger. Er soll hier den Studenten Fleisch verkauft und wohl oft auch geschenkt haben.</p>



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<h4 id="h-schliessung-und-restauration-unter-den-sowjets">Schliessung und&nbsp;Restauration unter den Sowjets</h4>



<p>Als&nbsp;die&nbsp;Sowjets&nbsp;nach Usbekistan kamen&nbsp;waren die Schulen&nbsp;verwahrlost.&nbsp;Zwar waren bereits in den 30er Jahren erste Anstrengungen unternommen worden, diese Gebäude zu restaurieren. Aber ganz umfassend wurde die Restauration unter den Sowjets in den 60ern angegangen. Seit dann erfüllen die Gebäude nicht mehr die ursprüngliche Funktion als Bildungsstätte. Es sind nun historische Monumente vergangener Zeit und Hauptanziehungspunkt für die Touristen aus aller Welt. Letzteren dient die künstlerisch verzierte Kulisse als beliebtes Selfie Sujet.</p>



<h4 id="h-registran-platz-nach-sonnenuntergang">Registran Platz nach Sonnenuntergang</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561.jpg" alt="" class="wp-image-7246" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Registran Platz nach Sonnenuntergang und mit Abendbeleuchtung.</figcaption></figure>



<p>Die Sonne senkte sich gerade am Horizont neben dem Minarett der ersten Madrasah.&nbsp;Ich&nbsp;hatte&nbsp;von so viel Geschichte und historisch restauriertem&nbsp;gebranntem und lasiertem Lehm langsam genug. Nun setzte ich&nbsp;mich&nbsp;auf die Treppe vor dem Platz und wartete. Obwohl heute Abend auch eine Lasershow die Gebäude in ein anderes Licht stellen würde? Nein, ich erlebte ein kurzes, aber wunderschönes Schauspiel. Dieses dauerte etwa 1 Sekunde. Die Dämmerung hatte gerade begonnen. Die Strassenbeleuchtung war schon an. Ich schaute auf den Platz. Nun wurde wie durch Zauberhand genau in diesem Augenblick der Schalter für die drei Fassadenbeleuchtungen gedrückt. Blitzschnell kletterte das Licht den Fassaden hoch und veränderte die dämmrige Stimmung in ein märchenhaftes Ambiente. Andere würden es wohl als simple Fassadenbeleuchtung bezeichnen.&nbsp;</p>
<div class="ttr_end"></div><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/">Eine Stadt voller restaurierter Sehenswürdigkeiten &#8211; Samarkand</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://slowtraveltoasia.ch">slow travel to asia.ch</a>.</p>
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