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	<title>Minaret Archive - slow travel to asia.ch</title>
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	<description>langsam und achtsam nach Südost-Asien und zurück</description>
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	<title>Minaret Archive - slow travel to asia.ch</title>
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		<title>Das Disneyland von Usbekistan &#8211; Khiva</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 18:08:00 +0000</pubDate>
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<p>Kaum war ich aufgestanden, brachte mir die Betreiberin des HostelsFrühstück. Dieses war säuberlich portioniert. Jeder Gast erhielt zwei Spiegeleier mit &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/03/das-disneyland-von-usbekistan-khiva/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Das Disneyland von Usbekistan &#8211; Khiva</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<div class="ttr_start"></div>
<p>Kaum war ich aufgestanden, brachte mir die Betreiberin des HostelsFrühstück. Dieses war säuberlich portioniert. Jeder Gast erhielt zwei Spiegeleier mit einem Viertel Würstchen. Dazu gab es zwei Scheiben Käse, Wurst, Weissbrot und dunkles Brot, sowie zwei verschiedene Kekse und zwei eingelegte süsse Feigen mit einer kleinen Schale Schlagrahm und einen Krug Tee und eine Tasse Kaffee. So geht das in Khiva.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zwei Tage hinter den Stadtmauern von Khiva&#8217;s Altstadt</h4>



<p>Nach einer Weile Blog schreiben und Fotos aussortieren, machte ich mich am Nachmittag auf, um  die Altstadt zu besichtigen. Beim Tor stieg ich auf die Stadtmauer. Leider war es nicht möglich, auf der Stadtmauer um die ganze Altstadt zu gehen. Nach etwa einem Viertel der Strecke musste ich umdrehen. Ein an die Stadtmauer von Khiva&#8217;s Altstadt gebautes Gebäude versperrte den Weg.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Eine neue Altstadt entsteht</h4>



<p>Zurück beim Stadttor, schlenderte ich gemütlich eine Runde durch die Altstadt. Vereinzelt sah ich einige europäische Touristen. Hie und da hörte ich Deutsch und Schweizerdeutsch. Vor einer Moschee machte ich Halt. Das Geländer davor war mit chinesischen Baustellenschildern markiert. Die ganze Fassade war neu verputzt. Auf dem Vorplatz waren neben Sandhaufen grosse Stellwände platziert. Sie erklärten in usbekischer und chinesischer Sprache die Zusammenarbeit der beiden Länder bei der Restaurierung der Kulturdenkmäler von Khiva.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Souvenirstände ohne Ende</h4>



<p>Als ich mich durch eine Gasse im Zentrum der Altstadt näherte, wurden die leeren Strassen farbig. Links und rechts war nun ein Souvenirstand neben dem andern aufgereiht. Unweit des Hostels wurde ein Teil der alten Stadtmauer neu gebaut. Die meisten Häuser hatten einen ganz flachen Lehmputz. An einigen Fassaden waren die Klimageräte in Holzkisten versteckt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" fetchpriority="high" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924.jpg" alt="Souvenirläden hinter Khiva's Altstadt Stadtmauer" class="wp-image-7346" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/150_Khiva_Tag1/IMG_9924-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Souvenirläden vor dem unvollendeten Minaret.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Restaurant Terassa&nbsp;</h4>



<p>Für den Sonnenuntergang gehen die meisten Touristen auf den Wachturm. Ein ebenso schöner Ausblick hat man auf der Dachterrasse des Restaurant Terassa. Hier wird man zudem kulinarisch hervorragend versorgt. Sobald die Sonne weg ist, wird es zwar kalt. Die Farben des Himmels über Khiva in Kombination mit der historischen Kulisse bieten eine wunderbare Gelegenheit zum Fotografieren.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Ausblick vom höchsten Minarett der Stadt</h4>



<p>Wer sich am Vortag ein Ticket für das Minarett besorgt, kann ab acht Uhr direkt nach Öffnung im Minarett die 128 grossen Stufen emporsteigen. Von oben hat man eine Aussicht weit über die Altstadt von Khiva hinaus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970.jpg" alt="Blick von einem Minaret auf Khiva's Altstadt mit Stadtmauer" class="wp-image-7361" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/151_Khiva_Tag2/IMG_9970-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>In der Bildmitte sieht man den Friedhof innerhalb der Stadtmauern.</figcaption></figure>



<p>In einer Ecke der Stadt entdeckte ich von oben einen Friedhof. Diesen besichtigte ich am Nachmittag. Scheinbar wurden hier die Toten innerhalb der Stadtmauer beerdigt und feinsäuberlich eingemauert. Am nächsten Morgen machte ich spontan einen Ausflug nach <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/10/06/ausflug-in-die-hauptstadt-taschkent/">Taschkent</a>.</p>
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		<title>Eine Stadt voller restaurierter Sehenswürdigkeiten &#8211; Samarkand</title>
		<link>https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 18:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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<p>Samarkand war definitiv touristisch. Ein volles Hostel hatte ich schon ewig nicht mehr angetroffen, vor allem nicht in Tadschikistan. Ein &#8230; <a href="https://slowtraveltoasia.ch/2019/09/26/eine-stadt-voller-restaurierter-sehenswuerdigkeiten-samarkand/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Eine Stadt voller restaurierter Sehenswürdigkeiten &#8211; Samarkand</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>Samarkand war definitiv touristisch. Ein volles Hostel hatte ich schon ewig nicht mehr angetroffen, vor allem nicht in <a href="https://slowtraveltoasia.ch/category/tadschikistan/">Tadschikistan</a>. Ein Passant brachte mich zum nächsten. Es war ganz versteckt in einer Seitenstrasse hinter einem niederen Tor. Die Zimmer waren um einen zweistöckigen Laubengang angeordnet. Nach etwa einer Stunde kam der Sohn der Inhaberin und fragte mich, ob ich aus Schweden sei. Ich zeigte ihm meinen Schweizer Pass. Sein Gesichtsausdruck änderte sich. </p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-spontan-angekommen-in-samarkand">Spontan angekommen in Samarkand</h4>



<p>Das Zimmer sei von schwedischen Reisenden gebucht. Seine Mutter hätte wohl etwas verwechselt. Ich müsse entschuldigen. Er könne mir ein Zimmer im Erdgeschoss zeigen. Ansonsten helfe er mir bei der Suche eines Zimmers in einem anderen Hotel. Jetzt bereute ich erstmals nicht online gebucht oder reserviert zu haben. Das Zimmer war in Ordnung für eine Nacht. Das Internet war aber so langsam, dass das Hochladen von Fotos erneut scheiterte. Nun fragte ich drei Reisebekannte um Rat. Zwei der drei Empfehlungen fielen gleich aus: Trip.Le Hostel sei „the place to go“ in Samarkand.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-die-tour-von-bankomat-zu-bankomat">Die Tour von Bankomat zu Bankomat</h4>



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<p>Der Standort des empfohlenen Hostel war nur zehn Minuten Fussmarsch entfernt. Dort waren die kunterbunt internationalen Gäste gerade beim Frühstück. Anhand des Frühstückstischs wusste ich, dass ich am richtigen Ort angekommen war. Am Vortag hatte ich vergebens einen funktionierenden Bankomaten in Samarkand  gesucht. Darum fragte ich beim Checkin den netten jungen&nbsp;Receptionist&nbsp;um Rat. Er meinte im Hotel Plaza müsste ich einen Bankomaten finden der ausländische Karten akzeptiert. Somit lief ich nun quer durch die Innenstadt. Auf dem Weg entdeckte ich die Ruinen des Kaksaray Palast.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396.jpg" alt="" class="wp-image-7204" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9396-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ruinen des Kaksaray Palasts.</figcaption></figure>



<p>Vor dem pompösen Plaza Hotel von Samarkand brummten zwei grosse Reisecars. In der Lobby wimmelte es von Rentnern in kurzen Hosen und Baseballcaps. Die meisten standen in einer Reihe vor dem&nbsp;Currency&nbsp;Exchange Office. Bei den fünf Bankomaten in der Ecke stand komischerweise niemand. Die matten Bildschirme mit der Anzeige „temporarly out of service“ erklärten mir warum.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398.jpg" alt="" class="wp-image-7205" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/134_Samarkand_zum_Bankomat/IMG_9398-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fünf Bankomaten mit matten Bildschirmen oder einer „temporarly out of service“ Anzeige.</figcaption></figure>



<p>Ein Portier erklärte mir den Weg zur nächsten Bank. Diese hatte jedoch keinen Bankomaten. Von dort suchte ich auf meiner Karte die nächste Bank. Zwei Bankomaten erlaubten mir meinen Pin einzugeben und die Geldmenge auszuwählen. Dann druckten sie aber nur einen Papierzettel mit der Aufschrift „System failure“ aus. Meine ersten usbekischen Som aus einem Bankomat lieferte schliesslich ein GRGbanking Automat der Savdogar Bank. Ich beschloss kurzerhand Millionär werden zu wollen. Für Milliardär reichte das Guthaben meiner Prepaid Kreditkarte leider aktuell nicht aus.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-playback-musicalprobe-mit-armee-und-schule">Playback Musicalprobe mit Armee und Schule</h4>



<p>Von weitem hörte ich Musik. Auf der Karte war ein Theater eingezeichnet. Am Tor des grossen Metallzauns stand eine Gruppe von Tänzerinnen. Sie übten gerade eine Choreografie ein. Nach dem zweiten Durchlauf ging ich zum Theatereingang. Ein freundlicher Touristenpolizist begrüsste mich und hatte Freude an meinem tadschikischen Hut, welchen er als usbekischen Hut verkannte. </p>



<p>Auf der Tribüne um die Arena sassen einige Soldaten und zivile Usbeken. Zuoberst auf der Tribüne sass ein Mann hinter einem Mikrofon. Er gab wohl Regieanweisungen und spielte Musik ein. Soldaten stürmten die Arena. Sie stellten Pulte mit zwei Stühlen hin und traten wieder ab. Später rannten Schüler zu den Pulten und tanzten anschliessend daneben zur eingespielten Musik. Lehrer stellten die tanzenden Schüler auf die richtige Position. Die Akustik war schlecht. Das Echo hallte von den Kulissen zurück. Als die Tänzerinnen vom Eingang an die Reihe kamen, verliess ich die Probe und ging in Richtung Bahn Ticket Office von Samarkand.</p>



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<h4 class="wp-block-heading" id="h-bahntickets-im-zentrum-kaufen-moglich">Bahntickets im Zentrum kaufen möglich</h4>



<p>Seit kurzem hat die usbeksiche Staatsbahn einen Ticketschalter im Stadtzentrum von Samarkand. Damit spart man sich die Fahrt zum Bahnhof, welcher fast sechs Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums liegt. Dieses Ticketoffice erhebt zwar auf die Tickets eine Buchungsgebühr. Sie ist aber kleiner als der Preis einer Taxifahrt zum Bahnhof und zurück. Die Dame am Empfang kann die usbekischen Bahnverbindungen nachschauen. Leider kennt sie aber die grenzüberschreitenden Verbindungen nach Kasachstan nicht. Am Schalter neben dem Empfang kann man dann die Tickets für die innländischen Verbindungen erwerben. </p>



<p>Online buchen sei nicht möglich, versicherte mir das Personal. Im Gespräch mit anderen Reisenden stellte sich heraus, dass die Tickets auch online gebucht werden können, nämlich sowohl bei der<a href="https://pass.rzd.ru/main-pass/public/en" class="broken_link"> russischen Eisenbahn</a> als auch bei der usbekischen Bahngesellschaft. Leider bietet die <a href="https://e-ticket.railway.uz/lang-en/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">usbekische Seite</a> nur VISA und UZCard als Zahlungsmöglichkeiten an. Ab dem ersten Oktober 2019 funktionierten die beiden Buchungssysteme jedoch nicht mehr.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-graber-mausoleen-moscheen-und-koranschulen">Gräber, Mausoleen, Moscheen und Koranschulen</h4>



<p>Ich folgte nun den Nadeln auf meiner Karte. Die erste steckte beim Ruhabad&nbsp;Mausoleum.&nbsp;Auf dem Weg dorthin begegnete ich im Park von Ploshchad Kuk Saroy der usbekischen Variante einer hohen Fahnenstange. Im Vergleich zu&nbsp;ihrer grossen Schwester in Dushanbe war diese geradezu&nbsp;nieder. In einem kleinen Laden an einer Hausecke gab es frische Trauben. In der Nähe des Hamid Alimjan Theaters&nbsp;machte sich die „DiaMonD“ fastfood Imbissbude das runde gelbe M zunutzen.Nur eine Strasse und einen&nbsp;halber Park weiter stand ich vor dem Ruhabad Mausoleum. </p>



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<p>Es war ein erstaunlich schlichtes Gebäude aus Lehm oder hellen Backsteinen. Etwas weiter südlich empfing mich ein hufeisenförmiges Gebäude. Es war die erste Ansammlung von Souveniershops und Werkstätten, welche ich in Usbekistan antraf. Allerdings definitiv nicht die letze. Im Schatten eines Baumes genoss ich mein Picknick.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-gure-amir-und-ak-saray-mausoleum">Gure Amir und Ak Saray Mausoleum</h4>



<p>Durch ein Tor ging es aus dem Hof der Ruhabad Madrasah (Koranschule) auf den Parkplatz neben der Ruhabad Moschee und dem Hoji Muin Museums. Hoji Muin erinnerte mich kurz an Ho Chi Min, sagte mir aber nichts. Ich ging weiter und stand bald vor dem Gure Amir Mausoleum. Dort traf ich erstmals auf die usbekische Touristen- Polizei. Ein wortkarger Kassier verkaufte fast unsichtbar hinter dem kleinen Fenster des Ticketoffice das Eintrittsticket (25‘000 uzs). Das Mausoleum des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gur-Emir-Mausoleum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gure Amir</a> war ein sehr verziertes Prachtstück. </p>



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<p>Es war, wie die meisten heutigen touristischen Attraktionen in Samarkand,&nbsp;umfassend restauriert worden. Vom Hinterausgang des Gure Amir Mausoleums ist der Bau des Ak Saray&nbsp;bzw.&nbsp;<a href="http://verum.uz/qr.php?text=TR0001017">Maqbarsi Mausoleum</a> (10000uzs) zu sehen.&nbsp;Es ist innen wie aussen&nbsp;etwas&nbsp;bescheidener verziert.</p>



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<h4 class="wp-block-heading" id="h-mit-der-nazzar-app-etwas-mehr-informationen-erhalten">Mit der Nazzar App etwas mehr Informationen erhalten</h4>



<p>In vielen&nbsp;Sehenswürdigkeiten&nbsp;in Usbekistan&nbsp;können&nbsp;übrigens&nbsp;mithilfe&nbsp;der&nbsp;kostenlosen&nbsp;App Nazzar mehr Informationen zu den Monumenten&nbsp;nachgelesen werden.&nbsp;Die App setzt allerdings Internetzugang voraus. Mit einer lokalen SIM Karte ist dieser für einige Dollar erhältlich.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-der-registran-platz-die-hauptattraktion">Der Registran Platz –&nbsp;die Hauptattraktion</h4>



<p>Das Stadtbild&nbsp;auf dem Weg zum Registran Platz&nbsp;war&nbsp;vor allem von Gasleitungen geprägt. Unterwegs entdeckte ich einen doppelten Brotbackofen&nbsp;(uzbekisch: tandyr) und einige Lebensmittelläden. </p>



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<p>Am Registran&nbsp;Platz&nbsp;stehen heute&nbsp;drei wunderschöne&nbsp;Koranschulen. Wer die ehemaligen Schulen von innen ansehen möchte, kauft sich das Eintrittsticket&nbsp;(40‘000&nbsp;uzs).&nbsp;Am Eingang sprach mich&nbsp;eine Touristenführerin an. Dilia schien ein akzeptables Englisch zu sprechen. Etwas müde entschied ich mich&nbsp;ihre Erzähl- und Präsentationskünste&nbsp;zu testen.&nbsp;Während einer&nbsp;Stunde&nbsp;(25$)&nbsp;waren wir zusammen unterwegs in den Innenhöfen, Schulräumen, Konferenzsälen und Moscheen der drei&nbsp;Koranschulen (Madrasahs).&nbsp;Jede der Koranschulen verfügt über unterschiedlich viele Schulräume. Darin sollen jeweils drei Studenten gelebt haben und unterrichtet worden sein.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-zahlen-und-fakten-zu-den-madrasahs">Zahlen und Fakten zu den Madrasahs</h4>



<p>Meine Führerin&nbsp;erzählte mir&nbsp;auch&nbsp;wann welche der Schulen von wem gebaut worden war.&nbsp;Die erste&nbsp;mit 55 Schulräumen&nbsp;und einer Moschee war&nbsp;unter der Leitung eines&nbsp;iranischen Architekten in nur drei Jahren errichtet&nbsp;worden. Um die zweite&nbsp;(mit 48 Schulräumen)&nbsp;nach dem Vorbild der ersten, jedoch ohne Moschee, zu errichten, brauchten die heimischen Architekten&nbsp;dann&nbsp;17 Jahre. An der dritten&nbsp;(mit nur 26 Schulräumen)&nbsp;wurde 14 Jahre gebaut.&nbsp;Diese verfügt über eine grosse Moschee.&nbsp;Im Grab auf dem Platz zwischen den drei Schulen&nbsp;liegt übrigens ein Metzger. Er soll hier den Studenten Fleisch verkauft und wohl oft auch geschenkt haben.</p>



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<h4 class="wp-block-heading" id="h-schliessung-und-restauration-unter-den-sowjets">Schliessung und&nbsp;Restauration unter den Sowjets</h4>



<p>Als&nbsp;die&nbsp;Sowjets&nbsp;nach Usbekistan kamen&nbsp;waren die Schulen&nbsp;verwahrlost.&nbsp;Zwar waren bereits in den 30er Jahren erste Anstrengungen unternommen worden, diese Gebäude zu restaurieren. Aber ganz umfassend wurde die Restauration unter den Sowjets in den 60ern angegangen. Seit dann erfüllen die Gebäude nicht mehr die ursprüngliche Funktion als Bildungsstätte. Es sind nun historische Monumente vergangener Zeit und Hauptanziehungspunkt für die Touristen aus aller Welt. Letzteren dient die künstlerisch verzierte Kulisse als beliebtes Selfie Sujet.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-registran-platz-nach-sonnenuntergang">Registran Platz nach Sonnenuntergang</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561.jpg" alt="" class="wp-image-7246" srcset="https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561.jpg 1024w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-300x200.jpg 300w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-768x512.jpg 768w, https://slowtraveltoasia.ch/wp-content/uploads/140_Samarkand_Registran/IMG_9561-702x468.jpg 702w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Registran Platz nach Sonnenuntergang und mit Abendbeleuchtung.</figcaption></figure>



<p>Die Sonne senkte sich gerade am Horizont neben dem Minarett der ersten Madrasah.&nbsp;Ich&nbsp;hatte&nbsp;von so viel Geschichte und historisch restauriertem&nbsp;gebranntem und lasiertem Lehm langsam genug. Nun setzte ich&nbsp;mich&nbsp;auf die Treppe vor dem Platz und wartete. Obwohl heute Abend auch eine Lasershow die Gebäude in ein anderes Licht stellen würde? Nein, ich erlebte ein kurzes, aber wunderschönes Schauspiel. Dieses dauerte etwa 1 Sekunde. Die Dämmerung hatte gerade begonnen. Die Strassenbeleuchtung war schon an. Ich schaute auf den Platz. Nun wurde wie durch Zauberhand genau in diesem Augenblick der Schalter für die drei Fassadenbeleuchtungen gedrückt. Blitzschnell kletterte das Licht den Fassaden hoch und veränderte die dämmrige Stimmung in ein märchenhaftes Ambiente. Andere würden es wohl als simple Fassadenbeleuchtung bezeichnen.&nbsp;</p>
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